Saturday, May 30, 2015

Kinderdijk



Some places aren't very far away but you never visit. This place is one of the most popular tourist attractions of the Netherlands. I've been to the Netherlands but actually I've seen only some parts of the Lake Ijssel and some of the islands like Ameland or Texel. I think I have to plan a journey there, see Amsterdam of course, and maybe include Kinderdijk with its amazing windmills too.

Here are two older cards showing that place:
 

Update 28th July 20015: Another card arrived.

Friday, May 29, 2015

Lars Kepler - Der Hypnotiseur

Lars Keplers (Pseudonym eines schwedischen Autorenteams) erster Kriminalroman Der Hypnotiseur wirft Fragen auf. Denn im Grunde herrscht das ganze Buch über erzählerisch ein ziemliches Durcheinander. Hier die Fragen, die sich nach dem Lesen eines Thrillers eigentlich nicht stellen sollten:

1. Wer ist eigentlich der Protagonist?
Da es sich um eine Krimiserie handelt, scheint es als gemeinsamen Nenner den Ermittler Joona Linna zu geben. Aus dessen Perspektive sehen wir allerdings nur wenige Bruchstücke der Handlung, seine Ermittlungsarbeit bekommen wir bröckchenweise zu sehen. Denn da ist der titelgebende Hypnotiseur Erik Maria Bark, der eigentlich nicht mehr hypnotisiert, aber einen schwer verletzten Jungen hypnotisieren soll, der die Morde an seiner Familie überlebt hat, um mehr über den Täter zu erfahren. Kurz danach wird Eriks Sohn entführt und irgendwie hat alles mit Eriks Vergangenheit als Hypnotiseur zu tun, wie wir durch seine Gedanken, Erinnerungen und eine lange Rückblende erfahren. Einige Passagen werden auch aus der Perspektive von Eriks Frau und aus der Sicht seines Stiefvaters, einem Expolizisten, geschildert.

2. Worum geht es eigentlich?
In diesem Roman passiert ist unbegreiflicherweise die gruselige Geschichte eines Mörders, der seine Familie und wahllose andere Menschen absticht, die Nebenhandlung. Treibendes Element des Plots ist die Kindesentführung vor dem Hintergrund der psychisch gestörten ehemaligen Patienten des Hypnotiseurs und ihrer Geschichten. Dem steht allerdings ein Polizeiapparat gegenüber, der etwas irrational ermittelt und ein entführtes Kind zunächst wenig wichtig zu nehmen scheint, so dass der Stiefvater mehr ermittelt als die Polizei. Der Ermittler kann sich allein mit der Aussage "Du weißt, dass ich Recht habe!" alle Freiheiten herausnehmen, seine Vorgesetzten und Mitarbeiter nehmen das so hin.
Ein Zusammenhang zwischen den beiden Handlungen besteht zwar, die Morde sind allerdings nur Auslöser für den Albtraum aus der Vergangenheit, der über Erik hereinbricht.

Dennoch war der Hypnotiseur kein ganz schlechtes Buch. Trotz der nicht ganz überzeugenden Plotführung blieb es weitgehend spannend und es war sprachlich ansprechend. Der Spannungsbogen funktioniert, man bleibt am Ball bis zur Auflösung auf den letzten Seiten. Erik und Joona sind interessant entworfene Charaktere, auch wenn Joona hier irgendwie zurückbleibt, man hat das Gefühl, ihn noch nicht wirklich kennengelernt zu haben - und das nach über 600 Seiten! Abzüge gibt es definitiv für die weiblichen Charaktere, Eriks Frau ist in ihrer Emotionalität beinahe unerträglich und dazu noch ungerecht, die übrigen haben wenig Tiefe und versuchen manipulativ zu sein, so dass man als Frau peinlich berührt zu Boden schauen möchte. Da ist sicherlich noch viel Raum zur Verbesserung, mal sehen was der zweite Band zu bieten hat.

Lars Kepler, Der Hypnotiseur. Bastei Lübbe, Köln 2010.

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der Kategorie III. Handlung den Krankenhausbesuch ausgesucht. Im Krankenhaus hypnotisiert Der Hypnotiseur den Jungen, mit dem die ganze Handlung in Gang gebracht wird. Zahlreiche Verletzungen bei verschiedenen Personen erfordern weitere Krankhausaufenthalte.

Monday, May 25, 2015

Ursula Poznanski - Stimmen

Beatrice Kaspary und Florin Wenninger und ihr dritter Fall: Der Titel Stimmen nimmt Bezug auf das Krankheitsbild einiger Patienten der Psychiatrie, in der die beiden nach dem Mord an einem der Ärzte ermitteln. Bald stoßen sie auf die Patientin Jasmin Matheis, deren Fall großes Aufsehen erregte, weil sie über Jahre von ihrem eigenen Vater in einem Keller gefangen gehalten wurde. Sie spricht nicht und reagiert auch nicht wahrnehmbar auf ihre Umgebung, doch Beatrice hat schon bald das Gefühl, dass Jasmin etwas mitzuteilen hat... Es folgen dennoch weitere Opfer, bevor sie die richtigen Schlussfolgerungen ziehen kann. 
Gleichzeitig geht es in Kasparys Privatleben weiter turbulent zu, ihr Exmann will ihr die Kinder wegnehmen und sie erliegt Florin Charme endgültig. Damit setzt Poznanski das Muster der ersten beiden Bände fort und konstruiert einen soliden Unterhaltungskrimi, den Andrea Sawatski gewohnt gut als Audiobook umsetzt.

Ursula Poznanski, Stimmen. Argon 2015. 

Saturday, May 23, 2015

Torn

This card sent from South Africa took a little bit longer to get here, 76 days. It arrived in a plastic envelope and was accompanied by a letter of German Mail Services appologizing for its bad condition. Apparently it got stuck and torn in the sorting machine. Luckily the postcrossing code was still readable.

Monday, May 18, 2015

Kiera Cass - Selection

Ab und an erfreue ich mich durchaus an einem kitschig-romantischen Young Adult Roman und halte mich generell gern auf dem Laufenden, was denn die jugendliche Zielgruppe gern liest. Nach Twilight und Die Tribute von Panem ist die Zahl der dystopischen und fantastischen Trilogien und Serien auf erstaunliche Weise angestiegen. So schwimmt auch Kiera Cass auf dieser Erfolgswelle und konnte gerade die Filmrechte für Selection, den ersten Band einer fünfbändigen Reihe, verkaufen.

Selection spielt in Illiá, einem Land, das nach dem vierten Weltkrieg auf dem Gebiet der ehemaligen USA errichtet wurde. Man erfährt kaum etwas über die genaue Konstellation, aber es herrscht ein Monarch über ein Kastensystem (jeder Mensch hat eine Nummer, die seinen Stand in der Gesellschaft festlegt, ein Aufstieg ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich), in dem großer Prunk und große Armut einander gegenüberstehen. Außerdem scheint es noch Krieg mit einigen Nachbarn und auch Rebellen innerhalb des Landes zu geben.
Der Monarch hat einen Sohn, der soll heiraten. Anstatt wie bei Monarchen so üblich, eine politisch sinnvolle Partie zu suchen, gibt es --- Trommelwirbel --- eine Casting-Show! 35 Mädchen ziehen im Schloss ein (!), doch nur eine kann Prinzessin werden. Auf die Teilnahme an der Show bewerben sich Mädchen aller Kasten, die niederen natürlich auch des Geldes wegen, damit ihre Familien weniger schlimm hungern müssen.
America Singer ist eine der Bewerberinnen, eigentlich will sie nicht so recht, denn sie liebt einen anderen (Aspen), aber achje, der will sie doch nicht, weil er ja noch eine Kaste unter ihr ist und sie doch nicht versorgen kann. Schluchz. Natürlich ist sie schönste im ganzen Land und ach so bescheiden und ach so aufrichtig-frech auch noch und natürlich --- natürlich --- verliebt sich der Prinz gleich in sie. Sie will - huhuhuuu - erstmal nur "befreundet" sein, knutscht aber dann immerhin im letzten Drittel doch schon mit ihm herum, während der Prinz munter schon mal den großen Teil der 35 anderen Mädels wieder nach Hause schickt. Aber natürlich kann ein Panem-Imitat nicht ohne Dreiecksbeziehung, also taucht Aspen - inzwischen kurzerhand zum Soldaten der Palastwache befördert (Mensch, so ein Zufall!) - wieder auf, um die Sache ein bisschen komplizierter für die Protagnistin zu machen, die sich ja sonst einfach in den Prinzen hätte verlieben können und dann happy Ende. Weit gefehlt, es sind am Ende von Band 1 noch einige Mädels übrig, beide Jungs wollen America und sie weiß nicht, was sie tun soll. Dazwischen stelle man sich übrigens noch einige detaillierte Beschreibungen von Kleidern, Schmuck und Frisuren sowie Mädchengezicke der Bewerberinnen untereinander vor, bei denen sich America natürlich immer moralisch einwandfrei verhält.

So weit, so flach. Sprachlich ist Selection in der Übersetzung ausgesprochen mäßig, die Bilder abgedroschen und die Sprache hölzern. Das wird nicht besser durch die für die Lesung der Romane eigens gecastete Buchhändlerin Friederike Wolters, der man ihr Erstlingswerk leider etwas anhört. Vielleicht kann sie auch nichts dafür und es war nicht mehr rauszuholen, ich weiß das nicht so genau.

Selection spielt in einem fiktiven Staat, wie dieser zustande gekommen ist, was die genaue politische und wirtschaftliche Lage ist, dabei bleibt die Autorin ausgesprochen vage. Entsprechend wirken alle Anklänge an Gesellschaftskritik - Amerika, die dem Prinzen rührselig von den hungernden Kasten berichtet, dieser lässt wenige Stunden später dem Land verkünden, es gäbe in Kürze öffentliche Speisungen (klar, der wusste das vorher nur nicht, sonst hätte er ja sicher schon vorher was gemacht, nicht wahr?!? wie gut, dass America ihm das mal gesagt hat...) - komplett unrealistisch, eher schon surreal.
Die Protagonistin ist charakterlich völlig ungreifbar, ein Totalausfall. Einerseits soll sie die Kontrahentin sein, die nicht brav und oberflächlich ist, suhlt sich aber dennoch in Luxus und schönen Outfits, soll aber ein sehr verantwortungsvolles Mitglied ihrer Familie sein. Achso, sie ist übrigens Sängerin und Musikerin - und singt außer in einem der ersten Kapitel nie und hat scheinbar nicht einen einzigen Gedanken, ihr Gefühlsleben musikalisch auszudrücken, was natürlich wäre bei jemanden mit diesem Beruf. Wenn sie einen Patzer macht, gegen die Etikette verstößt oder sogar unverschämt dem Prinzen gegenüber wird, ist das natürlich total liebenswert und hat bei ihr keine Konsequenzen, andere Mädchen fahren deswegen nach Hause. Alles ist halbgar entwickelt, nicht weitergedacht und seicht. Die Gesellschaft, das Königshaus, das Casting... nichts passt logisch zueinander, ist aber äußerlich hübsch gemacht. Vor allem das rote Kleid steht ihr ausgesprochen gut.
Waren schon Bella und Katniss nur bedingt als Rolemodel brauchbar, so ist America eine absolute Niete. Zum Schwärmen, die Prinzessin soll den Prinzen kriegen, ist Selection vielleicht geeignet und damit kriegt man die Zielgruppe natürlich ins Boot. Und damit man auch weiß, wie es weitergeht, lesen diese natürlich auch die Folgebände, Konzept funktioniert. Qualität Fehlanzeige.

Kiera Cass, Selection. Goya Libre 2014.

My new Kaweco


It is so tiny... less than 10cm long if closed, writes perfectly, lovely nib. 
My new Kaweco.  

Friday, May 15, 2015

Andreas Steinhöfel - Anders

Andreas Steinhöfel ist einer der besten zeitgenössischen deutschen (Jugend-) Autoren, am erfolgreichsten ist er wohl mit seinen Rico-Geschichten.
In Anders schildert er die Geschichte von Felix Winter, der nach einer schweren Kopfverletzung und einer langen Zeit im Koma verändert erwacht. Er kann sich nicht an die Zeit vor dem Unfall erinnern und nimmt die Welt um sich verändert wahr. Daher gibt er sich selbst einen neuen Namen, Anders.
Sein Vater und seine Mitschüler wissen, dass kurz vor dem Unfall etwas passiert sein muss, was Felix stark beschäftigt hat, doch es ist nicht leicht für Anders, den Schlüssel zu diesen Geschehnissen zu finden.
Wer Paul Vier und die Schröders von Steinhöfel kennt, der wird feststellen, dass der Autor sich nach 22 Jahren (!) desselben Settings bedient und einige Bemerkungen zu den damaligen Geschehnissen in der Ulmenstraße (wo Paul Vier und Anders leben) macht. Dies ist aber nicht wirklich relevant für die Ereignisse, außer das man sich als Leser wieder an die bedrückende, spießige Atmosphäre der Nachbarschaft erinnert fühlt, in Form einer unguten Erinnerung vielleicht.
Der Erzählstil, teils ein innerer Monolog, teils fast eine Art Voice-Over, ist das bestechendste an Anders. Reales Geschehen wird angereichert mit mystischen Gedanken und Träumen. Anders' Deutung der Welt, indem er Farben in den Menschen sieht, machen eine Einordnung in gut und böse ("zuviel schwarz") und damit eine Abgrenzung möglich. Er kann sich für das Helle entscheiden und geschehenes Unrecht ausgleichen. Eine sehr anrührende, mystische Geschichte, "anders" als andere Jugendromane und erzählerisch und sprachlich den meisten weit überlegen.

Andreas Steinhöfel, Anders. Silberfisch 2014.


Weitere Rezensionen zu Büchern von Andreas Steinhöfel (oder alle Beiträge mit Steinhöfel anzeigen):

Jean-Luc Bannalec - Bretonisches Gold

In seinem dritten Fall befindet sich Kommissar Dupin außerhalb seines eigentlichen Zuständigkeitsbereiches. Die Journalistin Lilou Brevals hat ihn gebeten, sich in den Salinen im "Weißen Land" bei Guérande umzuschauen, dort seien merkwürdige blaue Fässer aufgetaucht. Während er noch die Landschaft und ihre Gerüche in sich aufnimmt, wird plötzlich auf ihn geschossen! Keine Frage, dass Lilou tatsächlich einer Sache auf der Spur war. Entgegen seiner Befürchtungen findet sich für Dupin ein Weg mit der örtlichen Kommissarin Rose zusammenzuarbeiten. Die ist ihm in manchen Dingen fast zu ähnlich und Dupin sieht seine eigenen Verhaltensweise in ihr gespiegelt, gemeinsam begeben sie sich auf die Recherche nach den Vorkommnissen in dem Salzgebiet. Nach nur wenigen Stunden dramatisieren sich die Ereignisse noch einmal - ein Mord ist geschehen, der Zusammenhang mit der Schießerei offensichtlich.
Bretonisches Gold ist, ähnlich wie die beiden Vorgänger, einerseits ein klassisch angelegter Kriminalfall mit soliden Ermittlungen, bei denen der/die Täter systemathisch eingegrenzt werden, und andererseits eine Hommage an die wunderbare bretonische Landschaft und Kultur. Der Autor beschreibt mit großer Liebe die Schönheit der Salinen und des Golfe du Morbihan, auch das Lob auf die bretonische Küche kommt nicht zu kurz. Wenngleich Dupin und Rose zusammen äußerst besonnen und logisch in ihren Ermittlungen vorgehen, drohen sie doch schließlich steckenzubleiben, der Kreis der Verdächtigen lässt sich nicht weiter eingrenzen. Da behilft sich der Autor mit einem plötzlich Geständniswilligen - eine nicht besonders elegante und auch abrupte Methode, den Fall zu lösen. Darauf folgen nur noch einige wenige Seiten, die Zusammenhänge zu schildern, bis Dupin endlich ins heimatliche Concarneau zurückkehren darf.
Dupin gewinnt weitere Sympathien, der Fall ist bis zum Schluss spannend (mit kleinen Abstrichen bei der Auflösung) und die leidenschaftliche Schilderung der Bretagne macht Fernweh - alles Gründe, die für Bretonisches Gold sprechen. Und im Juni erscheint bereits der vierte Band - passend zur Ferienzeit.

Jean-Luc Bannalec, Bretonisches Gold. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014.

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der Kategorie I. Protagonisten die Kollegen ausgesucht. Die beiden Kommissare müssen hier gezwungermaßen zusammenarbeiten und schaffen dies nach anfänglichem Misstrauen dann auch ganz gut. 

Monday, May 11, 2015

Kathy Reichs - Knochen lügen nie

Inzwischen ist Kathy Reichs bereits bei ihrem 17. Band um Anthropologin Tempe Brennan, die auch die Vorlage für die Protagonistin der erfolgreichen Serie Bones ist.

In Knochen lügen nie tauchen plötzlich Hinweise auf, dass eine Mörderin aus einem alten Fall (Totenmontag, Band 7) von Tempe und Ryan wieder aktiv geworden ist. Gleich mehrere junge Mädchen sind zunächst entführt und dann wie aufgebahrt tot aufgefunden worden - an verschiedenen Orten. Ryan soll entsprechend bei der Ermittlung helfen, ist aber noch im Kummer um seine verstorbene Tochter versunken und unauffindbar.
Als nahezu absurdes Element dieses Bandes ist es Tempes psychisch angeschlagene und nun auch körperlich schwer kranke Mutter, die mit einigen Internetrecherchen sowohl Ryan aufstöbert, als auch weitere entscheidende Hinweise zum Fall liefert. Sie dient damit ein bisschen als Deus Ex Machina - ein erzählerischer Trick, den ich nicht sehr schätze. Die übrige Ermittlung - inklusive unvermeidbarer Sackgassen und Irrwege (die natürlich nicht unbedingt Tempes oder Ryans Verschulden sind, sondern auf die unsympathischeren Männer des Teams abgewälzt werden) - läuft klassisch ab. Der aufmerksame Leser ahnt etwas nach zwei Drittel, wer der Täter/die Täterin sein muss, ganz so überraschend ist das Ende also nicht. Natürlich sind im entscheidenden Moment wieder keine der offiziellen Ermittler erreichbar und Tempe startet wieder den Alleingang - aber nicht ganz so blind wie in einigen der Vorgängerbände. Der Erzählstil und auch die Wiederbegegnung mit Ryan machen die meiste Freude, insgesamt taugt dieser Band wieder deutlich mehr als einige der letzten.

Kathy Reichs, Knochen lügen nie. Blessing, München 2015.

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der Kategorie V. Nahrungsmittel das Eis ausgesucht. Tempe und ein Mädchen aus der Nachbarschaft essen dies am Ende gemeinsam und das ist auch gut so! 

Friday, May 08, 2015

Kate DiCamillo - Flora und Ulysses


Flora beobachtet vom Fenster ihres Hauses aus, wie ein Eichhörnchen in den riesigen Staubsauger der Nachbarn eingesaugt wird, der daraufhin den Geist aufgibt. Flora rennt hin und schafft es, das bewusstlose Eichhörnchen wiederzubeleben. Dabei hilft ihr das durch das Lesen eines Superhelden-Comics erworbene Wissen. Sie benennt das Eichhörnchen nach dem Staubsauger - Ulysses. Das Einsaugen hat das Tier verändert, denn es hat Superkräfte, tippt auf der Schreibmaschine und kann fliegen. Leider ist Floras Mutter gar nicht einverstanden, dass Ulysses einzieht und so entsteht ein Konflikt, in den auch die Nachbarin und ihr seltsamer Neffe und Floras getrennt lebender Vater verwickelt werden.
Flora und Ulysses von Kate DiCamillo ist ein Kinderbuch mit skurrilen Charakteren, vor allem die Erwachsenen verhalten sich ganz und gar nicht angemessen und scheinen fast alle eine Macke zu haben - leider zum Nachteil von Flora. Nach und nach wird ihr Unglück und ihre Einsamkeit seit der Trennung der Eltern deutlich, Ulysses wirkt als Katalysator, um einerseits diese Gefühle hervorzubringen, so dass Flora sie benennen und realisieren kann, und andererseits als Mittel zum Zweck, um die entfremdeten Erwachsenen wieder zur Besinnung zu bringen.
Ob der Roman als Trostgeschichte für Trennungskinder funktionieren kann, wage ich allerdings zu bezweifeln. Eher bestärkt es doch in der Wahrnehmung, dass Erwachsene oft nur auf ihre eigenen Bedürfnisse achten und darüber den Schaden, den dies bei ihren Kindern anrichtet, übersehen. Ob dies allerdings eine Erkenntnis ist, die die Zielgruppe des Buches versteht, bleibt ungewiss.
Die Zeichnungen von K.G. Campbell, die phasenweise die Erzählung übernehmen, sind hingegen ein eindeutiges Plus, selbst in der e-book Ausgabe.

Kate DiCamillo, Flora und Ulysses. dtv junior, München 2014.

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der Kategorie V. Nahrungsmittel die Nudeln ausgesucht. Flora, ihr Mutter und Ulysses essen gemeinsam Maccaroni mit Käse und das Bild eines Nudeln essenden Eichhörnchens ist durchaus amüsant.

Tuesday, May 05, 2015

Jack London - Wolfsblut

Jack London (1876-1916) ist ein bedeutender amerikanischer Schriftsteller und war einer der ersten, die mit ihren Büchern weltweit Erfolg hatten. Wolfsblut gilt als eines seiner besten Werke. Es erzählt die Lebensgeschichte des Wolfs White Fang. White Fangs Mutter war halb Wolf und halb Hund und daher an das Zusammenleben und Arbeiten mit Menschen gewöhnt. So begibt sich auch White Fang in die Obhut der im Norden im kanadischen Yukon Territory lebenden Indianer. Der Roman spielt in den 1890er Jahren, währende des Klondike Gold Rush, so dass White Fang auch in Kontakt mit Weißen kommt. Aus der Perspektive des Wolfs erleben wir den Prozess seiner Domestizierung mit, welches Unrecht ihm durch die Menschen geschieht und welchen Einfluss dies auf die Entwicklung seines Charakters hat - ein Gedanke, der laut dem ausführlichen Nachwort der Neuausgabe von 2013, zu Londons Zeiten noch sehr neu war, da man Tieren keine echte Persönlichkeit zusprach. Ein weißer Ingenieur rettet White Fang aus seiner lebensbedrohlichen Not und wendet sich ihm zu. Er schafft es, die Freundlichkeit des Tieres herauszuformen und schließlich ist es sogar möglich das wilde Tier, das als Kampfhund todbringend warm, auf eine Farm in Kalifornien mitzunehmen, wo White Fang ein glücklicheres Leben leben kann.
Die Erzählperpektive aus Tieressicht ist immer wieder ungewohnt, aber Londons behutsame Art, das Innenleben des Wolfs und seine völlig andere Weltsicht (oder zumindest wie sie sein könnte) darzustellen, machen Wolfsblut zu einer ungewöhnlich spannenden Lektüre. Es gibt einige große Wendepunkte in White Fangs Leben, die verschiedene Phasen und Entwicklungen ermöglichen. Dabei wirkt dies erzählerisch durchweg plausibel. Gleichzeitig spiegelt der Roman nebenbei auch historische Eckpunkte der Zeit, wie den Goldrausch und die Industrialisierung im Süden, tut dies jedoch so beiläufig und wiederum mit den Augen des Wolfs, dass die Kontraste zwischen Wildnis und Zivilisation umso deutlicher zu Tage treten. Gleichzeitig transportiert der Roman durch seine Erzählweise eine Hochachtung vor dem Wildtier bzw. dem Raubtier, dass man diese danach mit verändertem Blick betrachtet.
Insgesamt ein beeindruckender Roman, die Neuauflage ist sicherlich lohnend, denn Wolfsblut ist auch heute noch sehr lesenswert.

Jack London, Wolfsblut. dtv, München 2013.

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der Kategorie I. Protagonisten das Mann/Frau mit Haustier ausgesucht. Eigentlich passt das nur mäßig, denn der Protagonist ist das (Haus-)Tier und zum Haustier wird er erst gemacht. Aber im letzten Drittel des Buchs erfährt White Fang die Güte seines Besitzers und wird dadurch zu einem zufriedenen Haustier.

Ursula Poznanski - Blinde Vögel

Nach Fünf erschien als zweiter Band der Reihe um Beatrice Kaspary und ihr Ermittlerteam Blinde Vögel von Ursula Poznanski. Die zwei Toten auf einem Salzburger Campingplatz - die Frau erwürgt und der Mann erschossen - haben nur eine einzige Gemeinsamkeit: Sie waren beide Mitglieder einer Lyrik-Gruppe bei Facebook. Für Beatrice seltsam genug, um sich unter falschem Namen in die Gruppe einzuschleichen und mitzulesen, was diese austauschen. Einige Mitglieder machen seltsame Andeutungen, die aber offenbar nicht von allen verstanden werden. Dann stirbt ein weiteres Mitglied der Gruppe, nachdem sie zunächst selbstmörderische Andeutungen gemacht hat.
Darin steckt viel Dramatik und Tragik, achja, und Lyrik (!), aber so richtig ins Rollen kommt der Fall erst sehr spät. Der Beziehungskiste von Beatrice und Florin, der ja noch in der Beziehung zu seiner niederländischen Freundin steckt, wird mehr Raum gewidmet, als der tatsächlichen Ermittlung. Tatsächlich hinkt Beatrice gedanklich etwas hinterher, so dass die Auflösung des Falls zwar durchaus logisch, aber dennoch etwas forciert daherkommt. Das heißt nicht, dass die Story nicht phasenweise spannend war, aber bei der Plotkonstruktion und dem Erzähltempo wäre, so wie auch schon bei Fünf, sicherlich mehr drin gewesen.

Ursula Poznanski, Blinde Vögel. Argon Hörbuch 2014.

Monday, May 04, 2015

J52 week 12 - Inspiration Board

Inspirazion is everywhere - if you know how to look!

Karlsson in Russia

I read in some comments on the web that Russia wants to ban Karlsson on the Roof by Astrid Lindgren or actually has been trying to ban it for a few years now (article on the new law that started the discussion). So I thought it was a lovely surprise to receive a Karlsson card from Russia the other day. Apparently there is a cartoon series by director Boris Stepantsev.
The card was also signed by several postcrossing members at a meet-up on 12th April with lots of nice wishes and sent by Elvina from Tomsk, Russia.



Sunday, May 03, 2015

DLS week 9 - Five layers

It's been a long while since I had the time to do some art journaling. The art challenge for this one was to use at least five layers. I ignored the "Give me a high five" journal prompt. I rather used a Tina Dico song that was playing inside my head at the time. My layers were these: I used white gesso to glue some different papers to the pages. I coloured them over with some acryllics. Stencils made some of the shapes on the next layer. I wrote down the quotes. I used my new watercolour pencils in combination with my PITT artist pen to draw the flowers, circles and hearts. Finally, I stamped the little stars with acryllic paint.

Pretty in pink

Spring is finally here... on my balcony. 

Friday, May 01, 2015

Tina Dico - Spark


Don't stop following your heart!
Don't let anyone kill the spark! 

Postcard of Wales

Worm's Head is on a little Welsh Penninsula called Gower. Postcrosser and musician Catherine Elms send me a card from there and it reminded me of my own trip to Wales, what a great hiking holiday that was!


Pembrokshire coast path 2010: