Sunday, July 31, 2016

Nicholas Sparks - Wie ein einziger Tag

Vorhersehbar und kitschig sind die ersten zwei Adjektive, die mir zu Wie ein einziger Tag einfallen. Von meinen Challenges lasse ich mich ja gern auch mal dazu anregen, außerhalb meiner Vorlieben zu lesen, aber an den romantischen Frauenbüchern scheitere ich doch jedes Mal. Die erzählerischen Elemente und Gefühle und auch die Protagonisten in diesem wie auch in anderen Romane von Nicholas Sparks oder von ähnlichen Autoren sind klischeeüberfrachtet und das Happy End immer zahnschmerzsüß.
Diesem speziellen Roman kann man den tragischen Rahmen des im Altersheim unter Alzheimer leidenden Paares zugute halten, aber auch hier wird die Tragik süßlich durch die immer währende Liebe zumindest zum Teil überwunden. Und wenn ich auch weiß, dass es nicht realistisch sein soll, dass es zu Tränen rühren soll, dann kann ich diese dick aufgetragene Sahnschicht dennoch nicht ertragen - zu anders ist meine Vorstellung von einem guten Roman. 

 Nicholas Sparks, Wie ein einziger Tag. Heyne, München 2013.

Saturday, July 30, 2016

John Steinbeck - Von Mäusen und Menschen

Lenny und George sind auf dem Weg zu einer neuen Arbeitsstelle auf einer Farm nahe Soledad, Kalifornien. Ihren alten Arbeitsplatz mussten sie verlassen, weil der große, sehr starke, aber geistig schwache Lenny dort "Ärger gemacht" hat. George verzweifelt oft an der Begriffsstutzigkeit und Vergesslichkeit von Lenny und denkt, dass er es ohne ihn leichter hätte, aber sie bleiben dennoch beieinander.
Diese Verbundenheit zeichnet sich auch in dem gemeinsamen Traum von einer eigenen kleinen Farm aus, ist aber gleichzeitig der Anlass von Misstrauen der anderen Arbeiter auf der neuen Farm.  Dort ist der Ärger bereits vorprogrammiert, denn der Farmersohn Curley ist aggressiv und seine Frau so einsam, dass sie ständig Kontakt zu den Arbeitern sucht, was Curley natürlich gar nicht gefällt.
Eines Tages erlaubt sie Lenny, ihr Haar zu streicheln, was für diesen mit seiner Vorliebe für alles Weiche zu verlockend ist, um zu wiederstehen. Als es ihr zuviel wird, kann er nicht aufhören und bricht ihr das Genick, als er versucht, sie am Schreien zu hindern.
Lenny flieht, wie er es vorher mit George vereinbart hat für den Fall, dass "etwas Schlimmes" passiert. George kommt ihm nach und sie sprechen ein letztes Mal von ihrem Traum von der gemeinsamen Farm - bevor ihn George in den Hinterkopf schießt und damit der Lynchjustiz von Curley und den anderen bewahrt.

Die Novelle war bei ihrem Erscheinen 1937 in den USA recht erfolgreich und wurde bereits zwei Jahre später verfilmt. Eine zweite Verfilmung mit John Malkovich als Lenny erschien 1992. Natürlich wurde sie auch wie viele amerikanische Klassiker immer wieder in Schulen angefochten, wegen angeblicher Verherrlichung von Euthanasie, rassistischer Aspekte oder auch nur wegen vulgärer Sprache.

Beeindruckend an Von Mäusen und Menschen ist, dass auch fast 80 Jahre nach dem Erscheinen die Themen noch genauso aktuell sind: Einerseits die Einsamkeit und als Gegenpol dazu die Suche nach Freundschaft und einem verlässlichen Partner. Andererseits das Leiden darunter, gesellschaftlich und finanziell niedriggestellt und chancenlos zu sein und als Gegenentwurf dazu das Streben nach Unabhängigkeit, sowohl persönlich als auch ökonomisch. Dramatik entsteht durch das Scheitern beider Gegenentwürfe in der Freundschaft von Lenny und George, die Lennys Defizite und Fehler nicht überbrücken kann, so dass George keinen Ausweg mehr sieht und ihrenTraum aufgeben muss.
Besonders gefallen haben mir die vielen symbolischen Querbezüge - und dadurch die Deutungsfülle - und die sehr klar gezeichneten Charaktere, die Steinbeck in dieser kurzen Erzählung unterbringt - so manch 500+ Seiten lang schreibender Krimiautor sollte sich davon inspirieren lassen...


John Steinbeck, Von Mäusen und Menschen. Hörbuch Hamburg 2009.

Thursday, July 28, 2016

Lars Kepler - Paganinis Fluch

Nach dem Lesen des ersten Bands der Reihe, Der Hypnotiseur, gab es für mich einige Kritikpunkte trotz einer insgesamt positiven Einschätzung. Über ein Jahr später überzeugt mich jetzt Paganinis Fluch, die weiteren Bände der Reihe um Joona Linna auch noch zu lesen.

Der Selbstmord von Carl Palmcrona, der Generaldirektor der Staatlichen Waffenkontrollbehörde in Schweden, und die tote Frau, die im Inneren einer Jacht, die in den Stockholmer Schären treibt, aufgefunden wird, scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Doch sein Instinkt sagt Joona Linna, dass an beiden Fällen etwas seltsam ist, er bohrt weiter und findet eine Verbindung.
Als der Zusammenhang mit Waffenhandel offensichtlich wird, ermittelt auch der Staatsschutz und Joona bekommt Hilfe von Saga Bauer, einer ungewöhnlichen Frau, die ebenso wie Joona nicht ganz ins System passen will. Gemeinsam jagen sie einem Killer hinterher, der scheinbar unaufhaltsam sein Ziel verfolgt, wie wir aus der Perpektive des Opfers wissen, deren Flucht wir mitverfolgen. 
Joona und Saga decken Schritt für Schritt die Hintergründe auf, während sie gleichzeitig versuchen den Killer zu stoppen und schließlich an dessen Auftraggeber heranzukommen.
Paganinis Fluch bedient sich wie auch der erste Band der Reihe mehrerer Erzählperspektiven, diesmal liegt allerdings der Fokus stärker bei den Ermittlern. Das Erzähltempo ist hoch, es gibt wenige Szenen, die das Geschehen nicht vorantreiben oder neue Informationen bringen, dadurch wird der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten. 
Das Musik-/Geigen-/Paganinithema wirkt zwar manchmal etwas aufgesetzt, z.B. wenn die Musik auch in Sagas Sexleben eine Rolle spielt (sie hört dabei ein "erotisches Duett für Violoncello und Mezzosopran", Kapitel 73), schafft aber andernorts eine sinnvolle Verbindung zwischen zwei Handlungssträngen.
Es bleibt spannend zu sehen, wie das Autorenduo die beiden Ermittlercharaktere weiterentwickeln wird, einige Fragen bleiben noch bewusst offen, glücklicherweise ist Saga trotz der Feenhaftigkeit ihres Äußeren ein toughe, intelligente Frau (im Gegensatz zu den problematischen Frauenfiguren aus Der Hypnotiseur
Lars Kepler, Paganinis Fluch. Bastei Lübbe, Köln 2011.

Lars Kepler's Joona Linna series

photo:  Frankie Fouganthin 
Lars Kepler is the pen name for the Swedish literary couple Alexander Ahndoril and Alexandra Coelho Ahndoril.

#1 Der Hypnotiseur, 2010 (Original: Hypnotisören, 2009)
#2 Paganinis Fluch, 2011 (Original: Paganinikontraktet, 2010)
#3 Flammenkinder, 2012 (Original: Eldvittnet, 2011)
#4 Der Sandmann, 2014 (Original: Sandmannen, 2012)
#5 Ich jage dich, 2015 (Original: Stalker, 2014)
#6 Hasenjagd, 2017 (Original: Kaninjägaren, 2016)

Wednesday, July 27, 2016

Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren

Als Synchronstimme von Pippi Langstrumpf ist Eva Mattes bereits länger mit Astrid Lindgren verbunden. Jetzt liest sie die Kriegstagebücher der Autorin, die diese von 1939-1945 verfasste. Vorangestellt ist den Texten eine biographische und historisch-politische Einordnung der Texte:
Schweden konnte als eines der wenigen Länder Europas weitgehend neutral bleiben während des zweiten Weltkriegs, bekommt aber die Auswirkungen natürlich dennoch zu spüren. Astrid Lindgren steht am Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere, verfasst in dieser Zeit Pippi Langstrumpf und blickt besorgt und sehr aufmerksam auf die weltpolitischen Geschehnisse.

Beeindruckend fand ich, dass sich Lindgren praktisch selbst den Auftrag erteilt, die Ereignisse dieser Zeit zu dokumentieren. Sie fühlt sich verpflichtet, ihre Eindrücke aufzuschreiben, darüber zu reflektieren, auch wenn sie um deren Subjektivität natürlich weiß. So wechseln auch Phasen intensiver Auseinandersetzung und detaillierter Beschreibungen mit eher lückenhaften Berichten (einiges mag aber auch den Kürzungen für die Audiobookausgabe geschuldet sein). Durchsetzt ist alles auch mit ihren privaten Erlebnissen, den Familienfesten, Krankheiten der Kinder oder ihrer Ehekrise. Dabei verliert sie dennoch nie das Gesamtbild, die Bedeutung dieses Krieges für die Welt und die Menschen und Kinder, aus dem Auge. Sie kann Verständnis zeigen für die verschiedenen Seiten des Konflikt, zeigt sogar Mitgefühl mit der deutschen Zivilbevölkerung, was angesichtes der Greueltaten des deutschen Volkes auch in Skandinavien überraschen muss. Durch Schwedens Sonderposition in diesem Konflikt hat auch Astrid Lindgren einen besonderen Blickwinkel, nur manchmal blitzt eine Art schlechtes Gewissen durch, weil ihre Familie beruflich und dadurch auch finanziell durch den Krieg profitiert. Einzigartig ist ihre Sicht auch, weil sie nicht nur Zeitungen, Radiosendungen und private Gespräche als Quellen für ihre Beobachtungen und ihre Berichterstattung hat, sie arbeitet außerdem in der Abteilung für Briefzensur des schwedischen Nachrichtendiensts und hat Einblicke in private Korrespondenz von Flüchtlingen und anderen.
In einem Bericht in Die Welt wird erklärt, dass aufgrund des großen Umfangs und reichen Bildmaterials in den 17 Notizbüchern die Kriegstagebücher lange nicht veröffentlicht wurden. Hier musste schließlich, so wird Tochter Karin Lindgren zitiert, auf  den Abdruck vieler der Zeitungsausschnitte, die darin eingeklebt waren, verzichtet werden. Die Resonanz in Schweden beim Erscheinen der Tagebücher war gemischt, da Lindgrens Aussagen eindeutig klarmachen, dass die Menschen in Schweden vom deutschen Holocaust wussten, und auch die damalige große Angst vor Russland, teilweise größer als die Angst vor dem Nationalsozialismus und vor Hitler, wirkt heute auf manche unangenehm.
 So bieten diese Aufzeichnungen allen Lesern neue Perspektiven auf die historischen Ereignisse, Einblicke in das Privatleben der Autorin und lösen vor allem einmal mehr Bewunderung aus für die Sensibilität, Klugheit und den Weitblick der damals noch jungen Astrid Lindgren. 

Astrid Lindgren, Die Menschheit hat den Verstand verloren. Tagebücher 1939-1945. Hörbuch Hamburg 2015.

ZenArtChallenge July 21-31

Finished early this month... 

Friday, July 22, 2016

Eckhart Nickel - Gebrauchsanweisung für Portugal

Bei der Reihe der Länder-"Gebrauchsanweisungen" aus dem Piper-Verlag weiß man nie, was man bekommt: Das Konzept ist, dass sich die Autoren "mit persönlichem Blick den Ländern, Regionen oder Städten auf ungewöhnliche und literarische Weise annähern", so der Verlag.

So unterschiedlich die Autoren, so unterschiedlich ist selbstverständlich auch das Ergebnis. Eckhart Nickel ist deutscher Schriftsteller und Journalist (u.a. für ZEIT und SZ) und liebt Portugal schon seit langem und unternahm zahlreiche Reisen in das Land. Er strukturiert seine Gebrauchsanweisung in Kapiteln mit knappen Überschrift - zumeist in Verbform - wie "Unterkommen", "Essen", "Trinken" oder "Beten".
Er informiert anekdotisch über die portugisische Geschichte und die Hintergründe einige Gebräuche und Gegebenheiten und gibt dadurch nebenbei auch einige Tipps für den Reisenden. Dabei behandelt er Land und Leute durchaus mit einem liebevollen Blick und nicht allzu kritisch. Einiges ist sehr von seinen persönlichen Erfahrungen geprägt und so ergab sich bei mir der Eindruck von sehr subjektiven Momentaufnahmen, aber einen wirklichen Überblick glaubt man nach Beendigung der Lektüre nicht zu haben. Natürlich waren einige Beobachtungen witzig und vieles ließ sich auch - kurz nach der Madeira-Reise - durch eigene Erfahrungen bestätigen. Ob sich die Portugiesen gut repräsentiert fühlen würden, kann ich nicht beurteilen. Nickel schreibt in einem literarischen Tonfall, vielleicht rührt der Eindruck von subjektiv geprägten Informationen auch daher. Als Einstimmung für oder Nachsinnen über eine Protugalreise aber dennoch geeignet - als klare Informationsquelle hingegen eher weniger, aber das ist ja auch nicht das Anliegen der Reihe.

Eckhart Nickel, Gebrauchsanweisung für Portugal. Piper, München 2003.

Sunday, July 17, 2016

Juan Villoro - Das wilde Buch

Juan Villoro ist in seinem Heimatland Mexico bekannt und beliebt, Das wilde Buch war dort ein Bestseller.
Der 13jährige Juan wird in den Ferien zu seinem schrulligen Onkel Tito geschickt, der ganz allein in einer riesigen und mysteriösen Bibliothek lebt. Laut seinem Onkel ist Juan ein besonderer Leser, der Einfluss auf Bücher hat, die sich für ihn bewegen und verändern können. Er soll seinem Onkel bei der Suche nach dem wilden Buch helfen, welches im Haus lebt, aber das bisher von niemandem "gefangen" oder gelesen wurde.
Juan betrachtet diese Aufgabe mit großer Skepsis und glaubt seinem Onkel längst nicht alles, was dieser ihm über Bücher und ihr Verhältnis zu ihren Lesern erzählt. Vielmehr beschäftigt ihn die Trennung seiner Eltern, das Unglück seiner Mutter darüber, aber auch seine neue Verliebtheit in die Tochter der Apothekerfamilie gegenüber. Auch seine Schwester kommt später noch zu ihm und seinem Onkel und erst als sich all diese Menschen ihrer Beziehungen und ihrer Verantwortungen einander gegenüber bewusst werden, lässt sich das wilde Buch fangen und schreibt sich selbst...
Der Roman ist eine Mischung aus abenteuerlicher Suche, Problemgeschichte und poetischem Nachdenken über die Bedeutung von Büchern, dem Lesen und Geschichten für die Menschen in einer Sprache, die auch für Kinder angemessen ist, ohne dabei ihren Anspruch zu verringen. Kein schlechtes Buch.

Juan Villoro, Das wilde Buch. Hanser, München 2014.

Saturday, July 16, 2016

Paula Hawkins - Girl on the train

Aus der Sicht von drei Frauen, Rachel, Megan und Anna, werden die Geschehnisse im kleinen Londoner Vorort Ashbury um Juni bis Augst 2013 erzählt.
Rachel ist das Girl on the train, sie ist Alkoholikern, arbeitslos und täuscht ihrer Mitbewohnerin immer noch täglich vor zur Arbeit zu fahren, obwohl sie zwischen ihren Pendlerzugfahrten in London nichts erwartet. Aber sie träumt sich im Vorbeifahren in ihr altes Leben mit ihrem Exmann Tom zurück, der mit seiner neuen Frau Anna und Kind in Rachels altem Haus in Ashbury lebt. Außerdem beobachtet sie ein Pärchen - Megan und Scott -, das ihren Lebenstraum zu leben scheint - bis sie eines Tages vom Zug aus Megan im Garten mit einem anderen Mann sieht. Kurz darauf verschwindet Megan und irgendwie findet sich Rachel inmitten dieser Geschichte wieder. Sie ist darin verwickelt, ohne aber wirklich zu wissen, was genau passiert ist, denn das Alkoholblackout lässt sie sich nur an Bruchstücke des entscheidenden Abends erinnern. So kann die Polizei ihre Aussagen zunächst nicht ernstnehmen und in ihrer Verzweiflung wendet sich Rachel an alle, die ihr in Ashbury begegnet sind. Lange bleibt unklar, was Anna, Tom, Megan, Scott und Rachel in der Tatnacht genau getan haben, nur mühsam gelingt es Rachel ihre Erinnerungen zu rekonstruieren.
Die beiden anderen Frauen ergänzen mit ihren Sichtweisen, ihren Wahrnehmungen und Erinnerungen die Geschichte, verraten aber dennoch nie zuviel. Dadurch wird der Spannungsbogen gehalten und auch die unterschiedlichen Perspektiven auf Wünsche, Träume der Frauen und die verschiedenen Wahrnehmungen von Ereignissen werden sehr deutlich. Die Themen Trauma, psychischer Missbrauch und Alkoholismus tragen zum Facettenreichtum von Girl on the train bei.

Rachel ist mir persönlich zwar unsympathisch geblieben, ihre Hartnäckigkeit stand für mich teils in Widerspruch zu ihrer Alkoholsucht, aber es ist eine gut konstruierte und spannende Geschichte mit einem interessanten Aufhänger - denn wer hat nicht schon einmal auf langen, eintönigen Zugfahrten aus dem Fenster geschaut und über die Menschen nachgedacht, an deren Häusern und Gärten man vorbeifährt?

Das Audiobook überzeugt mit drei verschiedenen und kompetenten Sprecherinnen für die unterschiedlichen Perspektiven.

Paula Hawkins, Girl on the train. Random House Audio 2015.

Wednesday, July 13, 2016

Lene Kaaberbøl - Die Feuerprobe (Wildhexe #1)

Lene Kaaberbøl





Monday, July 11, 2016

Jennifer Rush - Escape (Altered #1)

Die Ich-Erzählerin Anna in Jennifer Rushs Roman Escape wächst in einer bizarren Umgebung auf, sie wird zuhause unterrichtet und hilft ihrem Vater bei der Betreuung von vier Jungen, die bei ihnen im Keller eingesperrt sind. Es handelt sich um ein genetisches Experiment - es sind keinen normalen Jungen, sondern sie sind mit Fähigkeiten und Kräften ausgestattet, die sie zu Superwaffen machen sollen.
Als das Experiment eines Tages beendet werden soll und die Agenten der beauftragenden Organisagtion die Jungen abholen sollen, nutzen diese ihre Kräfte und fliehen. Die Umstände führen dazu, dass die vier Anna mitnehmen - eine Tatsache, über die nicht alle begeistert sind, obwohl Anna eine besondere Beziehung zu einigen der Vier hat. Ihre Flucht entwickelt sich zu einer Art Schnitzeljagd nach Hinweisen, mit denen die Jungen mehr über ihre Vergangenheit erfahren wollen, denn sie leiden als Folge der genetischen Veränderungen unter Amnesie. Dabei muss Anna zunehmend feststellen, dass ihre Anwesenheit unter den vier Jungen doch kein Zufall war, sondern dass auch ihre Vergangenheit Geheimnisse birgt. Davon werden selbstverständlich nur einige in Escape aufgeklärt, damit auch noch ausreichend Mysteriöses für die Folgebände übrig bleibt. Lovestory inklusive.
Unterhaltsamer erster Band, auch wenn die männlichen Protagonisten wie die Mitglieder einer gecasteten Boygroup anmuten und Anna leider nicht die schlaueste ist... Ganz typisch für das Genre eben.

Jennifer Rush - Escape (Altered #1). Loewe, Bindlach 2013.

Sunday, July 10, 2016

Arnaldur Indridason - Duell

Island im Jahr 1972: Mitten im Kalten Krieg treffen sich die weltbesten Schachspieler Bobby Fischer und Boris Spasski ("Match des Jahrhunderts") und spielen um den Weltmeistertitel. 
Als ein jugendlicher Isländer in einem Kino ermordet wird, ist Kommissar Mariam Briem (später Ausbilder von Erlendur aus Indridasons bekannter Krimireihe) zunächst ratlos, was das Motiv sein könnte. Er verfolgt sensibel alle möglichen Spuren und treibt durch die Befragung der anderen Kinobesucher, die nicht alle leicht aufzufinden sind, schließlich eine Spur auf, die zu ausländischen Geheimdiensten (russische und amerikanische) führt, so unglaubwürdig dies im beschaulichen Reykjavík auch zunächst erscheint. Die anfängliche Ermittlungsarbeit baut logisch aufeinander auf, gespannt verfolgt man die mit Mariam die Spuren. 
Dennoch trägt die Spannung einen nicht bis zum Ende, trotz eines mit Action versehenen Finales. Der Titelbezug fällt schwach aus und auch die Wichtigkeit von Mariam als Persönlichkeit lässt nach - plötlich entwickelt sich der Fall mehr um ihn herum, als dass er ihn vorantreibt. So kann Duell nicht ganz überzeugen und darüber kann einen auch nicht Erlendurs Miniauftritt am Ende als frischgebackener Streifenpolizist hinwegtrösten. 


Arnaldur Indridason - Duell. Lübbe Audio 2014.
 

Monday, July 04, 2016

ZenArtChallenge June 2016 revisited

All of June's tangles of the June ZenArtChallenge combined in one big zentangle piece. 

Wool

Cute woolen postcard 
from a postcrossing meeting in Passau, 
sent by busy-marie - thanks a lot!

Sunday, July 03, 2016

Love

Love by Alexandr Milov, from Odessa, Ukraine, presented at Burning Man (festival in Nevada, USA)

The sculpture "demonstrates a conflict between a man and a woman as well as the outer and inner expression of human nature. The figures of the protagonists are made in the form of big metal cages, where their inner selves are captivated. Their inner selves are executed in the form of transparent children , who are holding out their hands through the grating. As it’s getting dark (night falls) the children chart to shine. This shining is a symbol of purity and sincerity that brings people together and gives a chance of making up when the dark time arrives."

Friday, July 01, 2016

ZenArtChallenge June 2016

Heather Buchman started a Zentangle Challenge with one tangle pattern per day and named it #ZenArtChallenge. Here's the link to the facebook group. This is my journal spread with all the patterns of the completed June challenge.