Saturday, April 21, 2012

C.S. Lewis

A postcard from Belfast, Northern Ireland, by Danne about C.S. Lewis (1898-1963), author of the Narnia series. 



"But I will not tell you how long or short the way will be;
only that it lies across a river.
But do not fear that, for I am the great Bridge Builder." 


Lion Aslan in Chapter 16 : The Very End of the World, in: The Voyage of the Dawn Treader (1952) 

Wednesday, April 18, 2012

Paul Klees Herz

Paul Klee, Ein Herz, welches noch fehlte (1939)

Vielleicht würde es uns allen manchmal besser gehen, wenn wir einfach noch ein Herz hinzufügen würden.

Sunday, April 15, 2012

Hilde Domin: Nicht müde werden


Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Hilde Domin
(1909-2006)


Saturday, April 14, 2012

Wonderful Butterfly Boucher


Ever since I saw her on the two Sarah McLachlan shows in Germany in 2004 I'm a fan. 
These days she finally releases her third self-titled album. In short: It's great. I listened (and danced) to the first single 5678! so many times already... 
After having serious legal problems with her first record label she now found an alternative way to promote her music: She's a vivid twitterer and links her music on FB so her fans got more than a small glimpse of her work. So 5678! was out there for everyone to listen to, for everyone to see. Just one day after the Australian release she gave her fans a "secret" link to stream the full album (which is quite unusual I guess) and included a link to order the album online. So I was able to listen to the ten tracks before my purchased mp3s will be available for download. On top of that she recorded very personal live versions of every album track with the help of some of her great singer/songwriter friends (Missy Higgings or Katie Herzig), all of them apparently around her home. Some of them are funny, some of them nearly heartbreaking (see videos below or go to the playlist). 

I totally agree with Stephanie-Bowie Liew who wrote in a recent concert review: "[Butterfly] sings with her whole body and face; not in a dramatic way, but rather organically, as though she can’t help but put all of herself into her singing." 

I suggest you see and listen for yourself and buy that album because an artist like that has to be supported by buying her music: butterflyboucher.com



Paul Auster: Hinter verschlossenen Türen

Paul Auster schreibt anders. Immer. 
Und hinterher bleiben viele Fragezeichen. Ich glaube fast, man soll nicht alles verstehen. Es sind keine Geschichten wie andere Geschichten. Sie sind nicht linear und nicht immer logisch. 
Hinter verschlossenen Türen ist der letzte Teil der New York Trilogy, die anderen Teile sind Stadt aus Glas und Schlagschatten. Außer dem Handlungsort haben sie die Thematik von Identität und Subjektivität gemeinsam. Personen überlagern sich, haben verschiedene Namen.

In Hinter verschlossenen Türen verschmelzen zwei Jugendfreunde - der Ich-Erzähler und Fanshawe - schließlich zu einer Person. Fanshawe ist Autor, aber er hat nie etwas veröffentlicht, und er verschwindet spurlos. Die Suche eines Privatdetektivs verläuft ergebnislos und Fanshawes Frau beauftragt den Ich-Erzähler, die Manuskripte zu sichten und gegebenfalls zu veröffentlichen. Das tut er und übernimmt gleichzeitig auch Frau und Familie und damit Fanshawes Leben. Erste Verdachtsmomente werden geäußert, er sei Fanshawe und habe die inzwischen veröffentlichten Romane verfasst. Um diesem Verdacht entgegenzuwirken, will er eine Biographie über Fanshawe schreiben und begibt sich auf dessen Spur. Während dieser Reise, für die er die Beziehung aufs Spiel setzt, denn seine Frau will eigentlich mit dem Thema Fanshawe abschließen, gerät er immer tiefer in dessen Gedankenwelt und scheint am Ende selbst nicht mehr zu wissen, wer er ist. 
Auch in der Schlussszene, in der er Fanshawe schließlich durch eine verschlossene Tür hindurch spricht, bleibt unklar, ob dies real oder nur in seinem Kopf stattfindet. Und die Schlussszene ist noch nicht einmal eine Schlussszene, da danach noch zwei weitere Nachsätze kommen, in denen Querverbindungen zu den anderen beiden Teilen der Trilogy gezogen werden (Notizbuch!), so dass die Verwirrung komplett ist.
Die Umsetzung ist eine Mischform aus Hörspiel und Audiobook, es wird weitgehend gelesen, aber von verschiedenen Sprechern und mit Hintergrundsmusik. Passend zur Verwirrgeschichte werden Gespräche und Monologe teils überlagert. Dies mag einerseits irritierend sein, weil man nicht alle Textteile konzentriert verfolgen kann, aber es entspricht der Situation des Ich-Erzähler in vollem Maße. Auch er wird dem Gewirr in seinem Kopf, der Fülle von Informationen, nicht mehr Herr. Ich halte die Umsetzung für sehr passend und gelungen.
Die Fragezeichen in meinem Kopf nehme ich in Kauf, wenn es um Paul Auster geht. Sein Stil ist besonders und das gefällt. Sein Thema, sein Spiel mit den Realitäten und der Komplexität der Beziehung von Autor-Erzähler-Protagonist-Leser, die alle ihre eigene Wahrnehmung haben und sich ihre Wahrheiten konstruieren, ist kein leichtes, aber sehr reizvoll - wenn man sich darauf einlassen mag. 

Paul Auster, Hinter verschlossenen Türen. Der Hörverlag 2000.

Friday, April 13, 2012

Goethe: Glückliche Fahrt


Die Nebel zerreißen,
Der Himmel ist helle,
Und Äolus löset
Das ängstliche Band.
Es säuseln die Winde,
Es rührt sich der Schiffer.
Geschwinde! Geschwinde!
Es teilt sich die Welle,
Es naht sich die Ferne;
Schon seh' ich das Land!

Johann Wolfgang von Goethe, 1796


Postkarte von Marta aus Polen

Thursday, April 12, 2012

Comic Postcard


Wonder Woman and Batgirl fighting over Batman - hilarious!
Yes, and what about - - ? 

great card by Tara from the USA

Jo Nesbø - Doktor Proktors Pupspulver


Mit seiner Reihe um den Ermittler Harry Hole (zuletzt erschien Band 9, Die Larve) erscheint der Norweger  Jo Nesbø regelmäßig in den Bestsellerlisten. Doch er schreibt auch Kinderbücher, inzwischen auch bereits drei Bände um den schrulligen Erfinder Doktor Proktor und dessen zwei Nachbarskinder Bulle und Lise.

In dem ersten Band erfindet Doktor Proktor ein lustiges Pupspulver, das lustige und geruchslose Pupser zur Belustigung aller Kinder herbeiführt und sogar, so erfährt man am Ende, zu anderen Zwecken nützlich sein kann. Natürlich gibt es auch ein paar böse Gestalten, die dem Erfinder seinen Erfolg neiden, aber mit Hilfe der guten Ideen von Bulle und Lise haben die keine Chance.
Damit ist das Wesentliche der Geschichte umrissen, der Erzählstil und der Humor sind kindgerecht. Bei den Illustrationen von Per Dybvig bin ich mir nicht ganz so sicher. Ich bin nicht der Meinung, Kinderbuchillustrationen müssten immer niedlich, sauber und bunt sein, aber Dybvigs Stil ist doch sehr düster.

Doktor Proktors Pupspulver war unterhaltsam, aber nicht umwerfend, vielleicht hat es ja auch seinen Grund, warum Nesbø auf seiner offiziellen Homepage viel mehr von den Abgründen eines Harry Hole als von dem verrückten Proktor durchscheinen lässt.

Jo Nesbø, Doktor Proktors Pupspulver. Arena, Würzburg 2008.

Wednesday, April 11, 2012

Doonited

A project I recently found:

"Doonited is about people inspiring each other to a sustainable lifestyle by acting responsible towards others, towards themselves and towards our planet. It is a global movement for everybody to join and enjoy."


Tuesday, April 10, 2012

Bachhaus Eisennach

Wenn schon in Eisenach, so musste ich auch das Bachhaus dort besuchen. Ich rechnete mit nicht viel, schließlich war dies nur sein angebliches Geburtshaus und keine seiner Wirkungsstätten. Angeblich daher, weil Vater Ambrosius mit seiner Familie 1685 vermutlich noch in der heutigen Luthergasse wohnte, das Haus existiert aber nicht mehr.
Das über sechshundert Jahre alte Bürgerhaus am Eisenacher Frauenplan dient bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Museum.
Seine Aufgabe ist es, "der Öffentlichkeit Wissen über Johann Sebastian Bach zu vermitteln und seine Musik zu pflegen", so die Website des Bachhauses

Es ist ein kleines Haus mit einem modernen Anbau, in dem eine große Instrumentensammlung und Informationen zu Bachs Lebensstationen und seiner Familie zu sehen sind, aber auch die Möglichkeit besteht an zahlreichen mp3-Playern Bachs Musik zu hören oder die Fachbibliothek zu benutzen.

Das Haus selbst ist recht liebevoll in Szene gesetzt, Bachs Lebenswelt wird veranschaulicht, man bekommt einen Eindruck von der musikalischen Ausnahmeerscheinung der Familie Bach. Interessant auch die Aufarbeitung der Rezeptionsgeschichte im modernen Teil des Museums. Es werden Portraitdarstellungen auf ihre Authentizität hin verglichen und Bachs Schaffen und die Aufführungsgeschichte in verschiedene Relationen gesetzt. Dies ist aber wohl wirklich eher etwas für Musikliebhaber/-wissenschaftler. 

Im Instrumentensaal sind zwar nur wenige der über 400 Instrumente der Sammlung zu besichtigen, aber es war durchaus beeindruckend, die historischen Instrumente vor Ort vorgeführt zu bekommen mit kleinen Werken aus Bachs riesigem Schaffen: Selten hat man die Gelegenheit Hausorgel, Clavichord, Spinett und Cembalo im direkten Vergleich live zu hören. Eine schöne Begegnung mit dem großen Meister.

Bach-Denkmal

Sunday, April 08, 2012

Colin Cotterill - Briefe an einen Blinden

Zugegeben, den Autor Colin Cotterill (*1952 in London) kannte ich nicht und dieses Audiobook fand nur dank meiner Vorliebe für Jan Josef Liefers zu mir.

Ausgehend von meinen Lesegewohnheiten ist das südostasiatische Laos auch ein eher ungewöhnliches Setting. Dr. Siri wird mit über 70 Jahren unfreiwillig zum einzigen Leichenbeschauer von Laos ernannt - einfach weil er in der sozialistischen Republik der letzte Genosse mit medizinischem Hintergrund ist. Zusammen mit gleichsam unwissenden Gehilfen macht er sich an die Lösung von ungeklärten Mordfällen.

Briefe an einen Blinden ist der vierte Band der Reihe; von den insgesamt acht erschienenen sind bislang nur fünf Romane ins Deutsche übersetzt.
Dr. Siri bekommt einen Verkehrstoten auf seinen Tisch, was in Laos an sich schon eine Sensation ist, da es nur wenig Verkehr gibt. Der Tote war zudem blind und trägt einen Brief bei sich, der kodiert und mit unsichtbarer Tinte geschrieben ist. Daran schließt sich eine etwas verworrene und von Zufällen und Visionen beeinflusste Ermittlungsarbeit an, die sich um die Verhinderung eines Putschversuch der Royalisten dreht. 

Kurz gesagt, man darf keinen forensisch ausgeklügelten oder allzu actionreichen Plot erwarten. Bei Cotterill geht es anders zu als bei Larsson, Beckett und Co. Vielmehr entsteht hier mit der Handlung ein Bild eines Landes, das unter französischer Besatzung, Monarchie und Bürgerkrieg viel durchlitten hat - und auch mit der jetzigen sozialistischen Republik und ihren Hindernissen und Gegebenheiten unzufrieden ist. Cotterill schildert dies durch Dr. Siris Augen mit Sarkasmus und Ironie, aber auch mit Liebe zu den Laoten. Dabei habe ich viel Neues erfahren, auch wenn mir die Protagonisten bis zum Schluss fremd bleiben und für mich der Plot Lücken aufwies. 

Uneingeschränkt sehr gut ist die Leseleistung von Jan Josef Liefers, der die Charaktere  - besonders Dr. Siri - eindrucksvoll mit verschiedenen stimmlichen Nuancen und Tonlagen umsetzt. Die Lesung ist allerdings gekürzt (4CDs), vielleicht blieb da auch die ein oder andere relevante Information des Falles auf der Strecke.