Da macht auch Der Nachtjäger keine Ausnahme: Diesmal werden die Opfer des Serientäters mit einer Axt brutal zerstückelt - nicht nur ein bisschen... Beim ersten Fall wird ein junger Mann verdächtigt, der am Tatort, einem Campingwagen, schläft und erst von den Polizisten geweckt werden muss. Nach einigem Hin und Her kann etabliert werden, dass er Schlafwandler ist (Originaltitel Sömngångaren) und wird fortan als Hauptzeuge betrachtet. Um seine Aussage zu bekommen, ist Erik Berg, der Hypnotiseur, zur Stelle und in mehreren Sessions kann der Zeuge tatsächlich Hinweise geben, wer der Täter ist. Es wird mit den verschiedenen Ebenen von Traum und Schlaferwandel-Erinnerung gespielt, vieles bleibt erklärlicherweise vage, und Joona folgt auch falschen Spuren, die den Täter aber immer mehr in die Enge treiben. Parallel verändert sich der Schlafwandler von einem unsympathischen Kotzbrocken zu einem verantwortungsvollen Menschen.
Wenn man, wie ich, die sehr blutig-detailreichen Schilderungen der Zerstückelungen ausblendet, so bleibt eine Geschichte mit einem etwas erzwungenen psychologischen Hintergrund (Motiv), einem gewohnt temporeichen Fall mit fähigen Ermittlern (leider ohne Saga Bauer) und erneut einem überzogenen Showdown (Schneesturm). Muss man mögen. 😉
Lars Kepler, Der Nachtjäger. Lübbe Audio 2025.











