Binti ist noch aufgewühlt von der neuen Erkenntnis und Erfahrung, dass sie DNA einer außerirdischen Rasse in sich trägt, die ihr neue Erinnerungen und Kommunikationsmöglichkeiten bringt, als sie von einem Angriff der Khoush auf ihr Himbadorf und ihren Medusenfreund Okwu erfährt. Nun droht wieder Krieg zwischen den Khoush und den Medusen. In dem Glauben, ihre ganze Familie sei tot, eilt sie zurück und ihr bleibt nur das eine Ziel, endlich Frieden zu stiften. Doch der Ältestenrat ihres Dorfes akzeptiert sie nicht mehr, zu andersartig und fortschrittlich ist sie. Allen Unwahrscheinlichkeiten zum Trotz gelingt ihr die Vermittlung zwischen dem König der Khoush und dem Medusenhäuptling, doch etwas geht schief und die Khoush greifen trotzdem an. Binti stirbt. Doch die Autorin zaubert mit den lebenden Raumschiffen, mit denen Binti schon in den ersten beiden Bänden gereist ist, ein Wunder aus dem Hut - und Binti wird gerettet. Allerdings muss sie dafür noch eine Verbindung eingehen und wir erleben das All aus der Sicht eines garnelenartigen Schiffes!
Es sind sehr fantastische Strukturen und Welten, welche die Autorin in ihrer Trilogie erschafft, das ist faszinierend und man würde gern mehr erfahren, länger verweilen. Binti als Protagonistin ist zusammen mit der Leserin ein wenig überfordert mit allem, was geschieht. Ein vollkommen geschlossenes Bild ergibt sich nicht, es entstehen logische Lücken und Fragezeichen. Insgesamt ist es aber ein erzählerisches Feuerwerk, eine wilde Reise - und die kann man genießen, wenn man will.
Nnedi Okorafor, Binti - Nachtmaskerade. CrossCult 2018.










