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Thursday, April 13, 2017

Patrick Süskind - Der Kontrabass

Der Kontrabaß (Diogenes besteht scheinbar auf die Schreibung in alter Rechtschreibung...) von Patrick Süskind ist ein Ein-Personen-Stück von 1980, das 1981 in München uraufgeführt wurde. Als Buch erschien es 1984, die e-book Ausgabe erschien erst 2014 (!).

Es handelt sich um den Monolog eines Kontrabassisten, der sich an einen unbekannten Zuhörer wendet. Dabei spricht er alle erdenklich Themen an:
  • die Geschichte des Kontrabasses als historischer Exkurs
  • die sträfliche Vernachlässigung des Instruments in der Musikliteratur (kein Komponist interessierte sich sonderlich dafür)
  • die Unerlässlichkeit des Basses als Basis der Orchestermusik durch seine tiefe Lage
  • die Beziehung des Musikers zu seinem Instrument - dabei kommt der psychoanalytische Moment zum Tragen, dass sich nur Gestörte ein derart unpraktisches Instrument aussuchen
  • beziehungstechnisch ein Klotz am Bein, der Bass ist immer im Weg, der Protagonist fühlt sich regelrecht vefolgt und beobachtet 
  • seine Beziehung zur Musik und zu seinem Beruf - er fühlt sich unzulänglich, empfindet Musik zwar intensiv und ist gebildet in diesem Bereich, sieht sich selbst aber als Handwerker ohne musikalische Seele, verachtet entsprechend auch seine berufliche Position als Beamter
  • ...

Das Stück ist durchsetzt mit sich verstärkenden Ausbrüchen von Wut und Verzweiflung, er ist ohne Wertschätzung für sich, sein Instrument und den Musikbetrieb. Daraus folgt seine Wahrnehmung von sich als armselige Existenz ohne Perspelktive und Hoffnung. Seine Chancen, glücklich zu werden (z.B. durch die Erfüllung seiner Liebe zu einer Sopranistin), sieht er als äußerst gering an - eine deprimierende Quintessenz.

Es ist ein interessantes Buch für Laien und für Menschen mit mehr oder weniger Backgroundwissen über Musikgeschichte und den Musikbetrieb - vielschichtig.

Patrick Süskind, Der Kontrabaß. Diogenes, Zürich 2014.

Sunday, June 14, 2015

Der Hundertjährige - revisited

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand - der Bestseller von Jonas Jonasson - wurde in der Theateradaption im April dieses Jahres am Theater Bielefeld uraufgeführt und ist bereits zur Wiederaufnahme in der kommenden Saison geplant.

Dabei ist die Story mit all ihren Rückblenden und den Roadmovie-Elementen (siehe Kurzrezension von 2012) nicht gerade leicht auf die Bühne zu bringen. Daher gilt meine Hochachtung dem Ensemble, dass eine schier unglaubliche Menge an Rollen "so nebenbei" zusätzlich zu den Hauptpersonen spielen muss, Kostüm- und Perückenwechsel, hektische Slapstickeinlagen auf der Drehbühne - schauspielerisch eine Wahnsinnsleistung. Der Elefant - wichtig an mehr als einer Stelle der Handlung - ist ebenso großartig umgesetzt und die Leistung der zwei Akteure ist auch erwähnenswert, zumal er auch noch wirklich passabel aussieht.
Die Rückblenden, die im Roman großen Raum einnehmen, müssen für die Bühne extrem gerafft und vereinfacht werden. Michael Heicks entschied sich zudem für eine sehr humoristische Darstellung mit klischeehaften Masken, Gesten und Songs (einen Eindruck kann man sich bei dem Videotrailer machen). Zwangsläufig verflacht dadurch auch die Bedeutungsebene, aber der Roman war in seinem Gestus humoristisch und unterhaltend, daher ist es im Großen und Ganzen angemessen und ansprechend umgesetzt und vor allem - wie fast immer - großartig gespielt!

Sunday, March 08, 2015

Katzenjammer Live

Yesterday was actually the third time (Bielefeld 2011 and Dorsten 2012) that I saw these four crazy and greatly talented musicians on stage. Katzenjammer played at Ringlokschuppen and it was sold out.
Their new album Rockland was published in January 2015 and at first I wasn't overly excited by the music but seeing these ladies perform their with all their energy and love for what they are doing I was amazed again.
I think they got a bit more professional during the last years, more roadies helping on stage, more "choreography", more of a light show. But still you get the impression they put everything into the show, so much energy, and they seem to be totally enjoying themselves while doing it. The folky, country, crazy songs were great but I especially enjoyed their singing on the calmer pieces for each of them has their unique voice and these girls really can sing. A total blast of an evening.

There are a lot of videos of their performances online, no good one of yesterday yet. But here's a little session video of the two most catchy songs of Rockland where you can have a nice look at them.

Monday, November 03, 2014

All the world's a stage

Moomin card sent by Pirkko from Finland




All the world's a stage,
And all the men and women merely players;
They have their exits and their entrances;
And one man in his time plays many parts,
His acts being seven ages.

William Shakespeare

Sunday, January 05, 2014

Der Hals der Giraffe

 Der Hals der Giraffe von Judith Schalansky (zum Buch bei goodreads und wikipedia) wurde äußerst positiv rezensiert. Der Roman schildert die Geschichte von Inge Lohmark, einer Biologielehrerin an einem ostdeutschen Gymnasium, das kurz vor der Schließung steht.
Der spröde Charakter der vom Leben desillusionierten Frau wird auf der Bühne meisterlich umgesetzt von Carmen Priego. Man kann sich aus dem Ensemble keine bessere Besetzung vorstellen.
In einem etwa 75 Minuten dauernden Monolog - nur unterbrochen von dem gelegentlichen Einbeziehen des Publikums, das als Schulklasse herhalten muss - wandelt sich die sarkastische, strikte Lehrkraft in eine zerbrochene und lieblose, gar herzlose Frau. Das darwinistische Prinzip - Anpassung bzw. Überleben der Stärksten - trifft gerade auf Inge Lohmark nicht zu. Ihr Weltbild ist erstarrt, für sie selbst und ihre Lebenssituation ist und bleibt alles unveränderlich negativ.
Die Charakterdarstellung und Priegos Leistung bestechen, die Geschichte selbst tritt dabei in den Hintergrund, die Botschaft reimt sich jeder selbst zusammen.
In allem aber gutes Theater.

theater-bielefeld.de

Friday, November 08, 2013

Gotthold Ephraim Lessing - Nathan der Weise


Nathan der Weise von Lessing gilt als ein wegweisendes Werk der Deutschen Aufklärung, besonders bekannt ist die Ringparabel. Ich meine, ich müsse es bereits vor langer Zeit einmal gelesen haben, erinnerte mich aber nur noch bruchstückhaft. Auf der Bühne habe ich es noch nicht gesehen, aber besitze seit Jahren eine szenische Lesung der Deutschen Grammphon. Unter den Sprechern ist auch Ernst Deutsch, der mit der Rolle des Nathans große Erfolge feierte und die Rolle ab den 50er Jahren an vielen deutschen Theatern verkörperte.
Der Zugang zum Werk ist durch die Theaterlesung natürlich deutlich erleichtert, gelesen sind Dramen schwerere Kost. Die Figuren sind mir dennoch leicht fremd geblieben, nicht zuletzt vielleicht auch wegen des ungewohnten Sprachgestus. Faszinierend ist aber der aufklärerische Grundgedanke von Toleranz und Vernunft und die Deutlichkeit und Zielstrebigkeit, mit welcher Lessing diesen in der Figur des Nathan präsentiert. Zu Recht wird das Stück immer noch aufgeführt - wir alle täten nicht schlecht daran, uns mehr in Toleranz zu üben.

Gotthold Ephraim Lessing, Nathan der Weise. Deutsche Grammophon 2004.

Tuesday, April 30, 2013

Jethro Tull - live in Paderborn


For a long time now I enjoyed the music of Jethro Tull, of course especially Ian Anderson's flute. He's an extraordinary flautist - he's got a unique style and is an amazing improviser. So there wasn't much to think about when I found out Jethro Tull were playing in Paderborn.
The location - well - not so amazing but the band didn't seem to mind and made it a great show.
Ian Anderson had experienced some voice problems years ago which is why he had an additional singer who also made it possible for Ian to play his flute more - to my delight.
The concept of the tour is to play both parts of Thick as a Brick, the first from 1972, the second from 2012, plus some additional songs.
"This tour will feature a more theatrical production with video, additional musicians and a troupe of dancing elephants. (Just kidding about the dancing elephants: they don't dance.,...)"
- quote from jethrotull.com.
The quote mirrors Ian's special humour, very dark, bizarre at times, the albums were greatly staged with video sequences, costumes and acting of the band members.
Ian's voice surely has its limits nowadays (the guy was born in 1947!) but he's energetic and surely a professional and gifted musician on stage. I enjoyed every minute, every song of the concert which lasted way more than two hours and featured my truly loved Jethro Tull highlights Bourrée and Locomotive Breath - the last one in a literally breathtaking version as the last song of the evening.


Thursday, March 21, 2013

Selig - Magma live

Herz vergeben, Herz verschenkt schrieb ich Dezember 2010 nach dem Konzert. Das gilt auch noch 2013. Selig ist mit dem neuem Album Magma auf Tour und spielte gestern im Ringlokschuppen.
Viel Zeit mit dem Album warm zu werden gab es nicht, aber einige Lieder gingen bereits ins Ohr, das melancholische "Schwester Schwermut" zum Beispiel, die poppige Single-Auskopplung "Alles auf einmal" brauchte einen Moment, aber musikalisch ist es ein gelungenes Album.
Live sind die Jungs wieder beeindruckend gewesen, sehr viel Freude, Kontakt zum Publikum, eine gute Mischung der neuen Songs und der alten Klassiker. Schön.  


Monday, March 04, 2013

Tina Dico live

Tina Dico and Helgi Jonsson in Osnabrück, 3rd March, 2013

I am so happy that I bought that ticket... I saw Tina Dico and Helgi Jonsson (her favourite musician from Iceland) last night at Rosenhof in Osnabrück. They're on an acoustic tour of Tina's latest album Where do you go to disappear (see video below). 
Her voice is simply beautiful and Helgi's voice (and music - trombone, guitar and piano) adds up perfectly. They are so cute together, laughing and having this quiet musical understanding, it was wonderful to see and hear and feel.
She promised a "party of the senses" at the beginning of the concert - if we the audience wanted to have a party - and she kept her word.
It was amazing and breathtaking, goosebumps, laughter and tears. 
Thank you for this journey, Tina!




This ain't no time to go to sleep...

Sunday, January 13, 2013

Zwischenlandung

Aus den Programminformationen des Theater Bielefelds:

"Ein Langstreckenflugzeug auf dem Weg über den Atlantik muss eine außerplanmäßige Zwischenlandung einlegen. Die Gründe dafür werden nicht genannt, man bittet die Reisenden um Geduld und Verständnis. Die bunt zusammengewürfelte Truppe von Passagieren sitzt verloren in der Wartehalle eines kleinen Flugplatzes im Nirgendwo und harrt auf die Fortsetzung ihrer Reise. Zunächst erscheint allen der erzwungene Stopp als sinnlose Zeitverschwendung und Geduldsprobe. Trotzdem versuchen alle, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Während draußen der Nebel übers Vorfeld zieht, tummeln sich die Passagiere auf unbequemen Sitzgruppen zwischen Boardingschalter und Kaffeeautomat. Mit der Zeit kommt man ins Gespräch, und es wird immer deutlicher, dass diese Zwischenlandung mehr ist als nur ein kurzer, vorübergehender Halt zwischen zwei Stationen.
Nach vier erfolgreichen Spielzeiten mit Männerbeschaffungsmaßnahmen nun ein weiterer Liederabend. Das Team bleibt das gleiche: In der Regie von Michael Heicks und mit Texten von Carmen Priego entsteht eine witzige Mischung aus schrägen Typen und bekannten Melodien."
Die Aufführung (zwei Stunden, eine Pause) war sehr unterhaltsam und entspannend. Die Botschaft nicht schwerwiegend, aber das macht gar nichts... - Warten ist Leben, nichts tun zu müssen ist das Größte. Das Islandsetting ist ein Plus für mich, inklusive Flagge und Nationalhymne, wunderbar. Die teils umgetexteten  bekannten und unbekannten Songs machen Spaß und die Performance war ihren langen Applaus (der zu zwei Zugaben führte) wert.
Auf der Website des Theaters kann man eine Audiorezension des Premierenabends hören, Pressestimmen lesen und mehr Fotos sehen.

Monday, August 27, 2012

Sunday, July 01, 2012

Dorsten

Never been to Dorsten before... but had a great time there yesterday. Here's why:

Katzenjammer




with the most wonderful Solveig
Morten Harket - still a beautiful man with a beautiful voice!
...while Rea Garvey was a bit too soft... 


Sky over Dorsten



The first three photos are from WDR2, the other two I took myself. 

Monday, February 06, 2012

Chanticleer live

Still in a mood of unbelieving amazement about these incredible twelve guys I heard tonight at Gütersloh Stadthalle. Chanticleer is an a capella group from San Francisco, including two basses, one baritone, three tenors, and six countertenors (three altos and three sopranos). Everyone of them has an impressive voice in range and timbre, but together they really form an remarkable orchestral sound. Unbelievably good. They sung this little piece as an encore. Pardon my enthusiastic adjectives here, but they are well earned.

Tuesday, January 03, 2012

Unni Wilhelmsen



More than ten years ago a friend introduced me to a Norwegian singer/songwriter who quickly became one of my favourite artists, Unni Wilhelmsen. To Whom It May Concern was her first album and I know all the songs by heart. They spoke to me at the time and they still do. On her website she explains a lot about herself, her music and her lyrics. It somehow sums up why I like her music so much:
"I sing what I can't say. Maybe in music I find myself. I get to know me a little better for each song I write. Music plays a part in almost every aspect of my life and has done so from an early age. [...]"
The list of musicians she mentions as her inspiration includes some very familiar names:
"The creative universes of Suzanne Vega, Simon & Garfunkel, Joni Mitchell, Ani DiFranco, Shawn Colvin, Nick Drake, Tori Amos, Imogen Heap and many others have enchanted me for years. I feel like I’m part of a musical inheritance that recognizes itself in their music."
Over the years I kept track of her music although Norwegian music wasn't easy to come by sometimes. After the first one only her newest album Seven was officially released in Germany. One of the seven albums is in Norwegian and it was only a few weeks ago that I could purchase it.
After all these years I finally got to listen to her live. She was on tour with Katzenjammer and Unni was the reason why I got the concert ticket in the first place. It was magic to hear her sing and also great to talk to her for a few minutes after the show. She signed my CD and was happy to meet a fan.
That I am.

Sunday, November 13, 2011

Katzenjammer

 

And I will dance when I walk away oh
I´m gonna sing I won´t beg or pray
I will dance when I walk away oh
I´m gonna sing I won´t beg or pray no more


I´m standing at the crossroads now,
the fields of opportunities

I´m ready to go anywhere,
I´m full of hope and full of fear

And bridges back have all been burned
and freedom has been duly earned

I´ll remember why I´ve gone,
remember where I´m coming from



Katzenjammer, I will dance (when I walk away), from the album A kiss before you go, 2011.
signed by Turid and Marianne! :)  

Saturday, October 01, 2011

Czech puppets


I received a card from Nela from Czech Republic showing a cartoon version of the two famous Czech puppet characters Spejbl and Hurvínek. They were designed by Josef Skupa (1892-1957) and are still on stage in Prague today. They reminded me of the German Augsburger Puppenkiste which I loved as a child.
Addition: Today (23rd November 2011) I received another card with these two from Tiffi.


Wednesday, December 08, 2010

Selig live



Ringlokschuppen Bielefeld. Selig tritt auf und gibt alles.
Gut gelaunt schäkert Jan Plewka von Anfang an mit dem Publikum, unterhält sich, erzählt, kommt sogar von der Bühne herunter ins Publikum. Überhaupt scheint Selig viel am Kontakt mit den Fans zu liegen, die Lichtshow verblüfft mit häufigen Spots in die Menge, man hat den Eindruck, Selig will das Publikum genauso sehr sehen wie das Publikum Selig!
Neben den Songs vom neuen Album Von Ewigkeit zu Ewigkeit spielen sie auch eine Auswahl vom Vorgängeralbum Und Endlich Unendlich und der Klassiker von damals. Am Ende der zweiten Zugaben haben sie zwei Stunden gespielt und enden mit "Ohne Dich", ich schließe mich an:

Herz vergeben, Herz verschenkt!

Sunday, March 07, 2010

Tracy Letts: Eine Familie



Schlecht ist es nun wirklich nicht, dieses Bielefelder Theaterensemble. Therese Berger, ein Urgestein, seit 1977 in Bielefeld, spielt in Tracy Letts' Eine Familie (Pulitzer Prize for Drama 2008) großartig die Rolle der alkohol- und tablettenabhängigen Violet Weston. Nach dem Selbstmord ihres Gatten ist sie nun das Familienoberhaupt einer amerikanischen Familie mit den drei Töchtern. Doch es herrscht nicht Liebe oder Zuneigung, sondern mit Unbarmherzigkeit werden sämtliche Lebenslügen der Familie buchstäblich auf den Tisch gebracht und seziert, sodass ihre Mitglieder diese Familie nicht mehr wollen und nicht mehr daran glauben:
Ich kann diesen Mythos von Familie nicht weiter bedienen. Wir sind alle... durch eine Zufallsauswahl von Zellen genetisch miteinander verbunden. Mehr ist es nicht.

Letts transportiert eine tiefschwarze Sicht auf den American Dream und das oh so heile und geheiligte Familienleben der Amerikaner.
Insgesamt hatte das Stück mit drei Stunden und 30 Minuten auch an manchen Stellen Längen, aber blieb im Ganzen doch kurzweilig und humorvoll durch die immer wieder neu hereinbrechenden Katastrophen, bei denen man schlussendlich dennoch nicht die Hoffnung verliert, dass vielleicht doch noch etwas wieder gut werden kann.

mehr Infos bei theater-bielefeld.de

Sunday, June 21, 2009

Sa som i himmelen

Bielefelder Theater, 21. Juni 2009
Das Theater Bielefeld adaptierte in dieser Spielzeit den schwedischen Film "Sa som i himmelen" ("Wie im Himmel"). Wie im Film geht es dabei um die Leute eines kleinen Dorfes, die alle im Kirchenchor singen, und einen berühmten, aber stark angeschlagenen und kranken Dirigenten, der in den Ort seiner Kindheit zurückkehrt. Letzterer bringt aus den Menschen nicht nur stimmlich das Beste hervor und gesundet selbst seelisch, wenn auch nicht körperlich.
Nach fast drei Stunden Aufführungszeit bekamen das Ensemble und der aus Mitgliedern verschiedener Bielefelder Chöre zusätzlich zusammengestellte Chor Standing Ovations und mussten sogar eine Zugabe singen - etwas, das für das Theater eher ungewöhnlich ist. Ziemlich beeindruckend insgesamt - anschauen und anhören!

Sunday, February 15, 2009

Das Apartment


Das Apartment - Musical-Aufführung vom 15.2.2009 am TAM in Bielefeld
Buch von Neil Simon, nach dem Film »The Apartment« von Billy Wilder und I.A.L. Diamond, Musik von Burt Bacharach.

Das Stück hat Freude bereitet, die Besetzung war gut bis sehr gut, Sandra Gerling (=Fran Kubelik) gefällt mir von Mal zu Mal besser und auch Sebastian Reck (=Baxter) war überzeugend depressiv, grau und überanstrengt. Glorreiche Nebenrollen (nämlich alle diese: Mrs. Liebermann/ Dr. Dreyfuss/ Mrs. Dreyfuss/ Andy Warhol (!)/ Sekretärin/ Weihnachtsmann/ Paradiesvogel/ Samba-Tänzer) spielte John Wesley Zielmann - sehr, sehr witzig und verantwortlich für das Gelingen der komödiantischen Teile des Musicals. Insgesamt hatte man den Eindruck, die Truppe hatte viel Spaß bei dieser Inszenierung.

Abschließendes Zitat der angetrunkenen Sekretärin: "Ich muss nachfärben gehen, die Bläue lässt nach."