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Sunday, July 17, 2022

Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Milan Kundera veröffentlichte seinen Roman Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins 1984 aus dem französischen Exil, denn er kehrte nach einer Gastprofessur in Rennes ab 1975 nicht mehr in die Tschechoslowakei zurück. Die Themen, die ihn auch in diesem Roman beschäftigen, sind die universellen der Liebe und des Lebens, aber auch der Kommunismus in seinen ganz konkreten Erscheinungsformen.
Eher als Anlass für philosophische Überlegungen berichtet der durchaus nicht gerade zuverlässliche Erzähler die Geschichte von Teresa und Thomas. Ein mehrfacher Zufall bringt die Kellnerin und den Arzt im Prag der 60er Jahre zusammen. Obwohl Thomas Teresa liebt, ist er ihr in Serie untreu, er behauptet, seine erotischen Abenteuer zu brauchen. Die unsichere Teresa will weg von der Abhängigkeit zur Mutter, begibt sich aber statt dessen in eine neue emotional ungleiche Beziehung, wobei sie ihre Schwäche dazu benutzt, Thomas trotz allem an sich zu binden. 
Anhand der Protagonisten und einiger Nebenfiguren wird außerdem geschildert, wie die Ereignisse des Prager Frühlings und der daran anschließenden Zeit Einfluss auf das Leben Einzelner sowohl in der Tschechoslowakei als auch für Exilanten hatte. Kundera lässt seinen Erzähler außerdem phasenweise das Politische mit dem Philosophischen verknüpfen, indem er ihn reflektierend aus der Geschichte heraustreten lässt, die Beziehungen der Figuren analysiert und weitere Gedankengänge beispielsweise zum „Leichten und Schweren“ oder zu „Körper und Seele“ folgen lässt. 
Manche Überlegungen wirkten auf mich leicht esoterisch und wenig glaubhaft, anderes fand ich bedenkenswert. Mit dieser Art des Erzählers hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten, gewinnt man doch den Eindruck, seine Figuren seien für ihn zweitrangig und ihr Schicksal beliebig. Anrührend fand ich allein die Bedeutung, die der Hund Karenin für Teresa und Thomas erhält, auch wenn die Überlegungen zu Massentierhaltung und zur Philosophie (Nietsches Tierethik) dem wieder etwas störend entgegengestellt werden.
Insgesamt war Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ganz und gar kein leichtes Leseerlebnis, sondern enthielt eher Schweres und Sperriges und war damit eine Begegnung, die ich nicht wiederholen muss. 


Milan Kundera, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Random House Audio 2015.

Sunday, December 17, 2017

Karel Čapek - Das Jahr des Gärtner


Karel Čapek (1890-1938) war einer der bedeutendsten tschechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Das Jahr des Gärtners (Originaltitel Zahradníkův rok, 1929, erstmals 1932 ins Deutsche übersetzt) schildert augenzwinkernd bis satirisch monatsweise die Ereignisse eines Gärtners im heimischen Garten. Dabei merkt man dem Werk sein Alter nicht an, vielleicht sind die Obsessionen, Freuden und Verzweiflungen des Gärtner einfach zeitlos. Allerdings muss man wohl auch die entsprechende Begeisterung für das Sujet mitbringen, um Das Jahr des Gärtners vollkommen schätzen zu können.
Oliver Rohrbeck liest das Werk gekonnt humorvoll, wie zu erwarten war.

Karel Čapek, Das Jahr des Gärtners. Audiobuch Verlag 2014.

Thursday, June 23, 2016

A


Čtyřlístek is a Czech cartoon series by Jaroslav Němeček. It was first published in 1969. The card was sent by Lenka from Czech Republic.

Tuesday, December 29, 2015

Saturday, August 29, 2015

Antelope Canyon

Today's postcrossing card sent by Lenka from Czech Republic reminds me of my trip to beautiful Antelope Canyon, Arizona, USA.

Tuesday, September 16, 2014

In autumns that there were

by Milan Pitlach, Straznice 22.6.1975, sent via postcrossing from Czech Republic

I sit beside the fire and think
Of all that I have seen
Of meadow flowers and butterflies
In summers that have been

Of yellow leaves and gossamer
In autumns that there were
With morning mist and silver sun
And wind upon my hair

I sit beside the fire and think
Of how the world will be
When winter comes without a spring
That I shall ever see

For still there are so many things
That I have never seen
In every wood in every spring
There is a different green

I sit beside the fire and think
Of people long ago
And people that will see a world
That I shall never know

But all the while I sit and think
Of times there were before
I listen for returning feet
And voices at the door

J.R.R. Tolkien

Thursday, September 04, 2014

Czech Postcards


I received two cards from the Czech Republic at about the same time. Both were B&W photos and both have a very special atmosphere, I like them a lot.
The first is a historical photo from a chatelet in Hrubý Jeseník (Altvatergebirge), Czech Republic, which according to Aneta (who sent the card) is still there. The photographer is supposedly Gustav Ulrich but they are not sure. 


The second one is a photo by Vilém Reichmann called "Setkání se Sebou" (which probably translates as "Meeting with oneself", a great title).
Reichmann was a Czech artist who was born in 1908 and died in 1991.