Thursday, October 29, 2009

Paul Auster: Reisen im Skriptorium

Auf einer Website über den Autor fand ich folgendes Zitat:
"Writing is no longer an act of free will for me, it's a matter of survival."
Ob darunter manchmal die Qualität des Geschriebenen zu leiden beginnt?
Reisen im Skriptorium ist ein durch und durch verwirrendes Buch, der Inhalt schwer wiederzugeben: Ein alter Mann sitzt in einem abgeschlossenen Zimmer und er kann sich an kaum etwas erinnern. Weder wer er ist, was er getan hat, wo er ist und noch nicht einmal genau, wie die Dinge heißen, die ihn umgeben, weswegen sie Zettel wie "Lampe" oder "Bett" tragen. Und dann ist da noch ein Manuskript, in dem er zu lesen beginnt, und einige merkwürdige Besucher, aus deren Äußerungen er versucht Schlussfolgerungen über sich selbst zu ziehen.
Themen des Buches: Der Autor, das Schreiben, das Geschriebene.
Wie alles zusammenhängt, bekommt man beim normalen Lesen nicht so recht auf die Reihe, komplexe Zusammenhänge und Fantastisches verhindern das.
Das Buch war interessant, gedanklich herausfordernd wie auch Stadt aus Glas, aber vielleicht nicht unbedingt Austers Glanzleistung.
Paul Auster, Reisen im Skriptorium. Rowohlt, Reinbek 2008.

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