Saturday, January 03, 2026

Terry Pratchett - Moving Pictures

Die Alchemisten von Ankh Morpork entdecken in Moving Pictures die Magie des Films. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten - die Filmrolle geht in Flammen auf, das Berufsbild des Schauspielers existiert nicht und das Publikum weiß noch nicht, dass es Filme mag - entwickeln sich die Dinge dynamisch. Der magische Ort von Holy Wood Hill wird entdeckt, die ersten Stars gefunden, sogar Popcorn poppt als der perfekte Kinosnack in der Gedankenwelt der Filmschaffenden auf - woher die IDEEN dazu kommen, weiß niemand so genau. Es entspannt sich ein unterhaltsames Feuerwerk von Filmreferenzen und Ereignissen ("Good boy, Laddie!") - aber das Lachen über das Wiedererkennen bleibt einem bald im Halse stecken, denn schon bald nimmt das Ganze groteske Ausmaße an, bizarre Werbeeinblendungen und kommerzielles Ausschlachten, die Überstrapazierung und andauernde Schleife der immer gleichen Motive oder ausuferndes Filmstargehabe.
Und schon bald droht allen, die sich in das Konstrukt des Films hineinziehen lassen, auch die Vernichtung, denn unter dem Hügel von Holy Wood droht eine dunkle Dimension des Films...

Moving Pictures ist eine wunderbare Parodie auf die Filmwelt und Massenunterhaltung generell, kritisch, ironisch, zynisch - hinzu kommt ein Wiedersehen mit den vertrauten Figuren (mein Favorit: Gaspode) und Motiven der Scheibenwelt. Ein richtig guter Terry Pratchett, wunderbar umgesetzt von Tony Robinson.

Terry Pratchett, Moving Pictures. Corgi 2005. 

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