Friday, January 09, 2026

Stephen King - Finderlohn

Zunächst hat Finderlohn von Stephen King nicht viel mit Mr Mercedes gemein. Der Schriftsteller John Rothstein wird in der 1960ern von einem Fanatiker ausgeraubt und dabei getötet, außer Geld besteht die Beute aus einem Haufen Moleskine-Notizbücher mit unberöffentlichten Werken des Autors. Der fanatische  und psychopathische Morris Bellamy kommt aber nicht mehr dazu, seine Beute zu lesen, denn er wird wegen eines anderen Verbrechens verurteilt - lebenslänglich. Jahrzehnte später trifft der Teenager Peter Saubers auf die von Bellamy versteckte Beute. Mit dem Geld unterstützt er die Familie. Die ist in finanzieller Schieflage, weil sein Vater bei Mr Mercedes' Todesfahrt schwer verletzt wurde. Doch das Geld ist irgendwann aufgebraucht und Peter will nun auch die Notizbücher verkaufen. Nicht so einfach, denn er weiß, dass der Autor ermordet wurde und dass es sich um Diebesgut handelt. Derweil wird Bellamy nach 35 Jahren Haft entlassen - nur um festzustellen, dass seine Beute verschwunden ist. Er nimmt die Spur auf, um sich zumindest die heißbegehrten Notizbücher zurückzuholen. Zum Glück schöpft Peters Schwester Verdacht und holt sich Hilfe - Auftritt Bill Hodges und Holly Gibson.

Auch wenn der erste Teil von Finderlohn eine gewisse Anlaufzeit braucht, so sind die beiden Erzählstränge von Peter und Bellamy sehr gut gegeneinander gesetzt. Man ahnt, auf welche Katastrophe das hinauslaufen muss, dennoch trägt sich die Spannung weiter. Man ist froh, als Hodges und Holly endlich die Spur aufnehmen und Peter in seiner schwierigen Situation helfen. Das Erzähltempo steigert sich im letzten Drittel rasant. Den erneuten Cliffhanger hätte es meines Erachtens wieder nicht gebraucht, aber so kann man erahnen, was uns im dritten Band der Trilogie erwartet. 

Stephen King, Finderlohn. Random House Audio 2015. 


 

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