Saturday, July 04, 2015

Jean-Luc Bannalec - Bretonischer Stolz

Im vierten Band um den neu-bretonischen Kommissar Dupin Bretonischer Stolz von Jean-Luc Bannalec wird im Austernort Bélon eine Leiche gefunden - aber sie verschwindet wieder! Zunächst zweifelt man an der Aussage der Zeugin, einer wunderlichen alten Filmdiva. Als jedoch eine zweite Leiche am Fuße eines Bergs in den sagenumwobenen Monts d'Arée gefunden wird, besteht kein Zweifel mehr, dass ermittelt werden muss. Die Ereignisse überschlagen sich: Keltische Mythen, Verbindungen zum "Brudervolk" nach Schottland, das Austernmilieu, Sandraub und ein uralter Banküberfall... Dupin schwirrt der Kopf. Und gleichzeitig soll er auch noch auf Kaffee verzichten!
Zur Lösung des Falls kommt es leider erst, nachdem der Präfekt aus Ignoranz und Eigenmächtigkeit heraus Dupin suspendiert und Unschuldige als Täter dargestellt hat.
Trotz reichlich vieler Verwirrungen und Nebenschauplätzen und einer holprigen Aufklärung, fügt sich Bretonischer Stolz zu einem runden und vor allem unterhaltsamen Roman. Dupin reift als Persönlichkeit, wird bretonischer und beziehungsfähiger, sowohl mit seiner Freundin Claire als auch mit seinen Kollegen, was der Autor anschaulich mit dem Fest zu seinem fünften Jahr als Kommissar in der Bretagne spiegelt.


Jean-Luc Bannalec, Bretonischer Stolz. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015.

Vorangegangene Bände, Links zu den Rezensionen:
1. Bretonische Verhältnisse
2. Bretonische Brandung
3. Bretonisches Gold

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der II. Umgebung das Restaurant ausgesucht. Wie bereits in den vorangegangenen Bänden und natürlich für Frankreich auch typisch spielt Essen eine große Rolle in den Dupin-Romanen. Besonders ein Austern/Meeresfrüchte-Restaurant ist mehrfach der Ort, an dem Dupin sich berät.

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