Thursday, October 13, 2016

Andreas Föhr - Schafkopf


Kreuthner steigt in Schafkopf wegen einer Wette eines Sonntags auf den Riederstein und wird dort Zeuge, wie einem Kleinkriminellen namens Stanislaus Kemmeder mit einem Präzisionsgewehr der Kopf weggeschossen wird.
In der folgenden Ermittlung geht es sehr schnell um eine vor zwei Jahren verschwundene Frau, deren Freund (ebenso wie Kummeder) gewalttätig (vor allem gegenüber ihren Freundinnen) ist. Im Wechsel hören wir von den Ermittlungen und von den Geschehnissen vor zwei Jahren bzw. nähern wir uns in den Rückblenden immer mehr der Gegenwart. Man kann als Zuhörer recht schnell erfassen, was sich wohl zugetragen haben muss. Dadurch ist nur noch das Wie relevant - und die zum Teil witzige Erzählweise und Darstellung der Protagonisten (plus Opa Wallner). Die Liebesgeschichte Wallners erscheint allerdings eher tragisch als witzig und Opas Beziehung zu einer viel jüngeren Frau ist auch wiederum nicht so skandalös, so dass Schafkopf ein wenig hinter Der Prinzessinnenmörder zurückbleibt. Dennoch gibt es am Ende eine unvorhergesehene Wendung und auch die Thematisierung der Gewalt gegen Frauen verdient Beachtung (wenngleich man daraus auch mehr hätte machen können...) - alles in allem ein ordentlicher Krimi von Andreas Föhr.

Andreas Föhr, Schafkopf. Target 2010.

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