Wednesday, February 20, 2019

Simon Beckett - Die ewigen Toten


Nach seinen Abenteuern in Essex (Totenfang) ist David Hunter zurück in London. Er wird zu einem Fall im abbruchreifen St Jude's Krankenhaus gerufen - auf dem Dachboden ist eine mumifizierte Leiche entdeckt worden. Als praktisch sofort durch einen Unfall weitere Tote entdeckt werden, wird der Fall sofort von einem Routinefund zu einer großen Sache. Chefermittlerin Ward wird vor große Herausforderungen gestellt und auch Hunter hat mit Hindernissen zu kämpfen, als man ihm einen allzu jungen Kollegen einer privaten Forensikfirma vor die Nase setzt. So gerät nicht nur Ward durch Druck von Vorgesetzten und der Öffentlichkeit, sondern auch Hunter gerät in teils vorhersehbare, teils überraschende Schwierigkeiten.
Die ewigen Toten besticht durch hohes Erzähltempo, interessante Charaktere und viele Plotüberraschungen, die aber nicht ins Absurde umschlagen, sondern plausibel bleiben. Wenngleich die atmosphärische Dichte im Gruselkrankenhaus mich nicht ganz so mitgerissen hat wie die Wildheit der Marschlandschaften im letzten Band, so war auch dieser Hunter-Fall ein Pageturner, der zum Glück auch einen lang gewebten Handlungsstrang zuende bringt. Einmal mehr steht der Protagonist vor einem Neuanfang und jetzt heißt es wieder warten, warten... auf den nächsten Band der Reihe. Beeilung, Simon Beckett!

Simon Beckett, Die ewigen Toten. Wunderlich, Reinbek 2019.

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