Sunday, February 26, 2012

Kathy Reichs: Seizure

Kathy Reichs recently published the second novel - Seizure - in her young adult series around Tory Brennan, grandniece of Tempe Brennan.
In the first novel, Virals, Tory and her three friends get infected with a virus that alters their DNA, gives them special abilities and connects them to act together like a wolf pack. This is still new to them and still not without risks when they learn that they might have to move because their parents might all loose their jobs at the research facility which has lost its funding. So the pack desperately needs a solution  - and a lot of money - to be able to stay together. They come up with an equally desperate plan - they want to find the long lost treasure of Anne Bonny, a pirate in the 18th century. Of course their abilities help with their search and to escape the gangsters who try to seize the treasure from them.

Again, as the first one this Virals novel is quite entertaining to read - nicely done.

Kathy Reichs, Seizure. Penguin, New York 2011.

Friday, February 24, 2012

Dance


Yes, to dance beneath the diamond sky
with one hand waving free
Silhouetted by the sea,
circled by the circus sands
With all memory and fate
driven deep beneath the waves
Let me forget about today until tomorrow


lyrics: Bob Dylan, Mr Tambourine Man (1965)


postcard: Kees van Dongen, Danseuse (1907-1908),
sent by
Skilla, Latvia

Wednesday, February 22, 2012

Extrem laut und unglaublich nah


Die Romanvorlage zu Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer war sicherlich nicht einfach zu verfilmen, dennoch ist es Stephen Daldry, von dem ich besonders Billy Elliot und The Hours schätze, durchaus gut gelungen. 
Dies verdankt er hauptsächlich dem beeeindruckenden Thomas Horn (*1997), der die komplexe Rolle eines vermutlich autistischen Jungen spielt.
Die mit Tom Hanks und Sandra Bullock starbesetzten Eltern bleiben dagegen beinahe im Hintergrund, beeindruckend ist Max von Sydow (*1929), der den Großvater spielt. 

Die Handlung: Oskar Schell ist ein besonderer Junge, der vor nahezu allem Angst hat und sich in der normalen (und extrem lauten) Welt nur schwer zurechtfindet. Zusammen mit seinem Vater begibt er sich auf Entdeckertouren durch New York, mit denen dieser ihm helfen will, seine Ängste abzubauen. Zu seiner Mutter hat er ein distanzierters Verhältnis.
Am 11. September kommt der Vater bei den Anschlägen auf das WTC um. Als Oskar später im Schrank seines Vaters einen mysteriösen Schlüssel findet, macht er sich auf eine umfangreiche Entdeckertour, um das Schloss dazu zu finden, da er sich eine Botschaft von seinem Vater erhofft, die ihn die Geschehnisse verstehen lassen kann.
Dabei zieht er sich immer mehr in seine eigene Welt zurück. Nur seiner Großmutter vertraut er noch, diese holt seinen Großvater zu Hilfe, der selbst seit einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht und nur über Notizbücher kommuniziert. Er hilft Oskar bei seinen Nachforschungen, ihm kann er schließlich seine Wut und Verzweiflung anvertrauen. Oskar hat beinahe schon aufgegeben, als sich endlich doch die Lösung für das fehlende Schloss und das Ende der Suche findet. 

Eine emotional hoch anrührende Geschichte, in der Verfilmung gerade gegen Filmende sicherlich ein bisschen zu rührselig-sentimental angelegt, aber sehenswert durch zwei beeindruckende Charaktere, die zeigen, dass sich auch Menschen gegenseitig helfen können, die beide Schweres erlebt haben.


IMDb: Extrem laut und unglaublich nah (2011)

Tuesday, February 21, 2012

Edward Hirsch: Ocean of Grass



The ground was holy, but the wind was harsh
and unbroken prairie stretched for hundreds of miles
so that all she could see was an ocean of grass.

Some days she got so lonely she went outside
and nestled among the sheep, for company.
The ground was holy, but the wind was harsh

and prairie fires swept across the plains,
lighting up the country like a vast tinderbox
until all she could see was an ocean of flames.

She went three years without viewing a tree.
When her husband finally took her on a timber run
she called the ground holy and the wind harsh

and got down on her knees and wept inconsolably,
and lived in a sod hut for thirty more years
until the world dissolved in an ocean of grass.

Think of her sometimes when you pace the earth,
our mother, where she was laid to rest.
The ground was holy, but the wind was harsh
for those who drowned in an ocean of grass.

poem by Edward Hirsch (*1950)

ilustris postcardby K. Majewska / A. Tylkowski,
sent by
Aleksandra from Poland

Sunday, February 19, 2012

Die Mitte der Welt als Hörspiel

Zu meinen liebsten (und zu den besten) Jugendbüchern der letzten Jahre zählt auf jeden Fall Andreas Steinhöfels Die Mitte der Welt (2004). In seinem Blog News from Visible (der Titel ist ein direkter Bezug zu Die Mitte der Welt) berichtet er nun von einer Hörspieladaption von blubb-hoerspiele.de. Über blubb:
"blubb. ist ein Hörspielprojekt, mit dem Sprecherinnen und Sprecher eigene Hörspiele veröffentlichen. Alle Hörspiele sind unkommerziell entstanden, sodass sie kostenlos und legal heruntergeladen werden können."
Der Trailer hört sich vielversprechend an und Steinhöfel selbst scheint begeistert.

Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Nach den Tieferschatten und dem Herzgebreche ist Rico, Oskar und der Diebstahlstein der dritte Band in Andreas Steinhöfels Reihe um den tieferbegabten Rico und seinen hochbegabten Freund Oskar.

Der Steinesammler Fitzke stirbt an Herzversagen im Hausflur der Dieffe 93 und vermacht Rico seine Sammlung. Doch in Fitzkes Wohnung wird eingebrochen und der Kalbstein - Fitzkes einzige erfolgreiche Steinzüchtung - ist verschwunden. Rico und Oskar gehen der Sache auf den Grund und müssen dafür allein an die Ostsee reisen, wenngleich Oskar auch noch weitere Motive für die Reise hat...

Der Erzählstil macht auch im dritten Band noch immer Freude und Steinhöfel gibt einem ganz nebenbei noch ein paar Dinge zum Nachdenken mit.

Andreas Steinhöfel, Rico, Oskar und der Diebstahlstein. Carlsen, Hamburg 2011.

Tolkien: Roverandom

Tolkien verfasste Roverandom 1925 als Trostgeschichte für seinen Sohn Michael, als dieser sein Lieblingsspielzeug - einen kleinen Hund aus Blei - verloren hatte. Die Geschichte entstand parallel zu Der kleine Hobbit (1937), wurde aber erst 1998 tatsächlich veröffentlicht.
Der Protagonist der Geschichte ist der kleine Hund Roverandom, der bei einem Ausflug aus Übermut dem Zauberer Artaxerxes die Hose zerreißt. Dieser verzaubert ihn aus Wut in einen Spielzeughund und Roverandom erlebt viele Abenteuer auf dem Mond und unter dem Meer, um schließlich zurückverwandelt zu werden und nach Hause zurückkehren zu können.
Das Audiobook umfasst drei CDs und wird gelesen von Ulrich Noethen, der den Erzählgestus eines Märchenerzählers gewählt hat, was der Geschichte gerecht wird. Diese ist durchaus niedlich und enthält schöne Bilder und amüsante Charaktere, hat aber durch einige Erzählschleifen Wiederholungen. 
Sicher für echte Tolkienfans und Literaturwissenschaftler interessant, aber kein Muss für Jedermann.

Mehr zum Inhalt und zu  Tolkiens Biographie bei der deutschen Wikipedia.

J.R.R. Tolkien, Roverandom. Der HörVerlag, München 2003.

Thursday, February 16, 2012

Butterfly Boucher: 5678!



Great new song by Butterfly Boucher!
New album hoopefully coming out soon!  


...it's a science
And the beat is our alliance
But once you have it
There is method to the madness...

Monday, February 13, 2012

Sunday, February 12, 2012

The Colour Purple


Probably bad luck for Steven Spielberg (and Whoopi Goldberg...) that he had to compete against Out of Africa by Sydney Pollack (and with Robert Redford and Meryl Streep) for the Academy Awards 1986. Both films were nominated for eleven (!) Oscars of which Out of Africa won seven, The Colour Purple won none.

Nevertheless, it is an amazing film. It was Whoopi's debut and she did fine. Spielberg made his first non-typical, non-blockbuster-like film and it worked out well. It's emotional, it's true.
It has some stunning scenes of sheer beauty and others show off the brutality of the times so realistically that it just makes you cry.
It's a film you can come back to after years and find yourself touched by it all over again.

I think
it pisses God off 
when you walk by
the color purple
in a field
and don't notice it.

Saturday, February 11, 2012

Finnish illustrator Hannu Taina

There's a Finnish children's book series about a bear called Uppo-Nalle by author Elina Karjalainen. Some of her books were illustrated by Hannu Taina who draws really beautiful watercolour pictures.

The one below shows Uppo-Nalle sitting in a garden. The postcard on the right is a typical scene of the book with the girl Reeta, Uppo-Nalle and the dog named Laulava lintukoira (Finnish for "singing bird dog") sitting down reading.

Thanks to postcrosser Kallioranta from Finland for sending me this card.

Friday, February 10, 2012

Håkan Nesser: Die Perspektive des Gärtners

Die Perspektive des Gärtners von Håkan Nesser handelt von einem schwedischen Autor namens Erik, dessen vierjährige Tochter entführt wurde. Seine Frau Winnie, eine Malerin, ist daran fast zerbrochen, so dass die beiden mit einen Umzug nach New York einen Neuanfang versuchen. Erik zieht sich regelmäßig in die öffentliche Bibliothek zurück, um zu schreiben, aber auch um seiner Frau Freiräume zu schaffen. Ihr Verhältnis ist schwierig, die Kommunikation nahezu abgebrochen durch die Ungewissheit über den Verbleib der Tochter und den Selbstmordversuch Winnies. Er reflektiert schreibend über ihre gemeinsame Geschichte und im Verlauf sammeln sich immer mehr Merkwürdigkeiten und Risse darin, parallel dazu beginnt auch Winnie, sich immer merkwürdiger zu verhalten. Was ist wirklich mit ihrer Tochter passiert?
Nesser steigert die zunächst langsam beginnende Geschichte auf die ihm typische Art und Weise bis zum Showdown. Die Perspektive des Gärtners ist sicher nicht sein bester Roman, es ist auch kein Krimi im eigentlichen Sinne, ist aber dennoch eine spannende Erzählung - natürlich auch durch Dietmar Bärs Stimme, die dem Erzähler Erik Authentizität und Leben gibt, dem man mit Spannung durch das Labyrinth der Erinnerungen und Beobachtungen folgt.     

Håkan Nesser, Die Perspektive des Gärtners. Brigitte Starke Stimmen 2011. 

Wednesday, February 08, 2012

Chinese Mail

 Just one of the interesting thing that may happen to you if you participate in postcrossing.

Today I received not only a postcard from China but also some sauce in a tiny package! It definitely contains sesame seed and I guess the sender was talking about adding it to fried beef slices - but not really sure due to handwriting and English problems.

I'll try it - no risk, no fun.
Let's hope the travel time of 64 days didn't harm the content. 

Tuesday, February 07, 2012

Bastian Bielendorfer: Lehrerkind

Vielleicht irgendwie logisch, dass ich dieses Buch geschenkt bekam. 
Bastian Bielendorfer, geboren 1984 in Gelsenkirchen, schreibt mit Mitte 20 seine Autobiographie über seine schwere Kindheit als Lehrerkind.
Zugegeben, Lehrerkind zu sein, ist vielleicht nicht immer leicht, Lehrer sind schon eine besondere und manchmal sehr anstrengende Sorte Leute. Bielendorfer beschreibt mit ironischem Ton seine eigenen Unzulänglichkeiten (davon sind scheinbar reichlich vorhanden) und vor allem die seiner Erziehungsberechtigten. Die der Letzteren grenzen an seelische Grausamkeiten, wenn sie sich denn in der Form zugetragen haben, wie "Basti" sie beschreibt. Einiges ist  überzogen dargestellt (okay, schriftstellerische Freiheit), aber wirkt dadurch nur noch unglaubwürdig. Ein Vater, der seinen Sohn in Unterwäsche zur Schule schickt für einen Aprilscherz? Scrabble hat BB jedenfalls nie ersthaft gespielt, oder aber er hat die Regeln absichtlich falsch dargestellt?! 
Der Tonfall des Buches ist extrem umgangssprachlich (einige Rezensenten zählten sogar die banalen Vergleiche und Fäkalausdrücke und kamen auf extrem hohe Werte...) und oberflächlich. Gedanken und Geschichten werden angerissen, aber nicht zuende gebracht. Beweggründe für seine Entscheidung, allen schlimmen Lehrererfahrungen zum Trotz selbst Lehramt zu studieren, liefert Bastian Bielendorfer nicht. Und wer je nur ein bisschen Lehrerausbildung von innen gesehen hat (unabhängig davon, wie schlecht sie meistens ist), der weiß, dass die von ihm geschilderte fehlgeschlagene erste Unterrichtsstunde ein Totalausfall ist und seine eigene Unfähigkeit darstellt. Was Lehrersein tatsächlich bedeutet, begreift er nicht einmal ansatzweise, sondern bedient nur absolute Vorurteile, vor allem in den eingeschobenen Lehrerklassifizierungen.
Dieses Buch war weder witzig, noch brachte es Erkenntnisse darüber, was es bedeutet, Lehrerkind zu sein. Vielmehr hegt man den Verdacht, BB wolle mit seinen Eltern abrechnen, bzw. wusste nach dem Studiumsabbruch einfach nichts Besseres mit sich anzufangen, als ein Buch über sein Versagen zu schreiben.
Zeitverschwendung - bitte nicht lesen oder verschenken!

Bastian Bielendorfer, Lehrerkind. Lebenslänglich Pausenhof. Piper, München 2011.
Bastian Bielendorfer beantwortet fünf Fragen vom Piper Verlag


PS.: Ich mag diesem Post nicht einmal den Tag "Literarisches" geben...

Monday, February 06, 2012

Chanticleer live

Still in a mood of unbelieving amazement about these incredible twelve guys I heard tonight at Gütersloh Stadthalle. Chanticleer is an a capella group from San Francisco, including two basses, one baritone, three tenors, and six countertenors (three altos and three sopranos). Everyone of them has an impressive voice in range and timbre, but together they really form an remarkable orchestral sound. Unbelievably good. They sung this little piece as an encore. Pardon my enthusiastic adjectives here, but they are well earned.

Sunday, February 05, 2012

John Katzenbach: Die Anstalt

Der etwa 700 Seiten starke Roman von John Katzenbachs Roman Die Anstalt ist in der Audiobook-Fassung auf sechs CDs gefasst, gelesen von Thomas Danneberg und Simon Jäger.
Der Protagonist und schizophrene Francis Petrel wird in in den USA der 70er Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Als dort eine Krankenschwester ermordet wird, ist er zusammen mit einem anderen Insassen und einer Staatsanwältin an der Aufklärung beteiligt. Erzählt wird aus der Perspektive des noch immer oder schon wieder erkrankten Petrels, der sich erinnernd die Geschichte an die Wand seines Apartments schreibt, dadurch springt die Handlung immer wieder zwischen dem Jetzt und der Anstalt hin und her.
Um es kurz zu machen: Die Anstalt bedient so viele altbekannte Klischees, wie man sie nur aus Psychothrillern zusammenklauben konnte. Einer flog über Kuckucksnest sei hier nur besipielhaft erwähnt. Vielleicht lag es an der Hörbuchfassung, die vermutlich gekürzt war, aber die Charaktere bleiben größtenteils oberflächlich und die Handlung vorhersehbar. Selbst der Showdown vermochte nicht wahrhaft zu fesseln und das ist für einen Psychothriller ein schlechtes Zeichen, zumal auch als psychologische Studie das Innenleben der Insassen der Anstalt (mit Ausnahme Petrels) nicht umfassend genug dargestelllt wird.
Zum Glück war es nur das Hörbuch und keine 700 Seiten Buch, die mir durchaus mehr Zeit gestohlen hätten. 

Genaueres zum Inhalt und weitere Verrisse (Leser-Rezensionen) kann man nachlesen bei krimi-couch.de.

John Katzenbach, Die Anstalt. Argon 2008.

Saturday, February 04, 2012

The world as I know it?


visited 21 states (9.33%)
Seems I have to broaden my travel interests...

Create your own visited map of The World

3D



Among cute and beautiful cards from my wishlist you get slighly boring tourist cards as well. But on some rare occasions you receive special extraordinary cards (which surely cost their senders more money than a usual card) which proofs that postcrossing is truly about giving joy to strangers all over the world. 
To proof my point you can see these two amazing 3D cards - both with ocean views. The first one with the tortoise arrived from Lithuania last year from postcrosser Aušra and the dolphins arrived just recently from the Netherlands and were sent by Alie.
One of the fish in the second postcard looks suspiciously like Dory (a Paracanthurus hepatus) from Finding Nemo which I already mentioned in another post.  

Wednesday, February 01, 2012

Changes


Just when the caterpillar thought
the world was over
it became a butterfly.