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Saturday, August 22, 2026

Jenny Han - Der Sommer, als ich schön wurde

Die Summer-Trilogie von Jenny Han erfreut sich großer Popularität, die auch die Fernsehserie einschließt. Der erste Band Der Sommer, als ich schön wurde erzählt von den Sommerferien der  15jährigen Belly, die sie jedes Jahr mit ihrer Mutter und ihrem Bruder bei einer befreundeten Familie in Cousins Beach verbringt. In Rückblicken erinnert sie sich an die vorangegangenen Sommer und ihre Erlebnisse mit den beiden Söhnen Jeremiah und Conrad. Im Mittelpunkt steht die zentrale Frage, wen der beiden Jungen sie nun liebt und wie diese auf sie reagieren. 
Ich habe knapp die Hälfte des Audiobooks gehört und lasse dieses Buch nun ziehen. Es ist seicht, das war zu erwarten. Die Gedankengänge, denen Belly sich hingibt, und ihr Verhalten sind schlichtweg nervig. Sie definiert sich nur über die Reaktionen der Jungen auf sich, die Anekdoten ihrer Erlebnisse sind banal und bisher ist auch keine echte Coming-of-Age-Geschichte (wie man bei dem Titel erwarten könnte) erkennbar. Sie wächst nicht, zumindest nicht innerlich, sie wirkt unreif und oberflächlich auf mich, als besonderes Beispiel fallen mir hier die fehlenden Emotionen bezüglich der Krebserkrankung der Freundin ihrer Mutter ein. Auch als sie sich an den Besuch ihrer Freundin im Sommerhaus erinnert, geht es zwischen den beiden nur um die Jungen. Ja, natürlich ist das das Konzept des Buches, aber ein bisschen mehr Charakterstärke hätte man ihr schon geben können anstatt sie sich ständig weinerlich über die Ignoranz der Jungen beschweren zu lassen als alleiniger Lebensinhalt. Jedenfalls gebe ich das Audiobook nun auf, es ist mir die Lebenszeit nicht wert. 

Jenny Han, Der Sommer, als ich schön wurde. Audio Verlag München 2022.

Thursday, April 30, 2026

Kaliane Bradley - Das Ministerium der Zeit

Okay. Hmm. 
Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley trägt das Thema Zeit bereits im Titel und zu Beginn des Romans scheint es auch darum zu gehen. Die Ich-Erzählerin übernimmt den Job der Betreuerin/Integrationsbeauftragten/Überwacherin eines Zeitreisenden. Die britische Regierung hat mit einem Zeitreiseportal eine Gruppe Menschen aus verschiedenen Punkten der Zeit "entführt", die sicher verstorben wären und demnach von niemandem vermisst werden. Der Lauf der Geschichte soll dadurch unverändert bleiben. Einige sterben beim Transfer, andere haben Schwierigkeiten mit der Assimilation. Doch der eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore kommt nach einiger Zeit gut zurecht im London des 21. Jahrhunderts. Zufrieden blickt seine Betreuerin auf ihren Schützling und berichtet ihren Vorgesetzten im Ministerium eifrig von Fortschritten und Besonderheiten. Sie bemerkt dabei, dass dort auch noch andere Pläne gemacht werden, die das Zeitportal und die Zeitimmigranten betreffen. Doch selbst als ein enger Kollege/Freund verschwindet, ja, als sogar ein Mord geschieht, gilt ihr Hauptinteresse ihrem Graham, in den sie sich unsterblich verliebt hat. Die Beziehung beginnt holprig, denn Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Gepflogenheiten anders und Graham, als Commander ständig auf See, hat auch wenig Erfahrung in diesen Dingen. 
Hier begann mein Interesse für die Geschichte rapide abzunehmen, denn die dramatischen Ereignisse um die Zeitreisenden und die zunehmend komplizierteren Zusammenhänge von Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit standen in keinem Verhältnis zur emotionalen Besessenheit der Protagonistin. Sie ist naiv und unreflektiert, dagegen bleibt Graham weitgehend ein hölzerner Charakter, trotz der Rückblenden zu seinen erschreckenden, grausamen Erfahrungen auf der Polarreise. Graham damals und Graham im Jetzt sind in keiner Form zusammengehörig, die Protagonistin lernt ihn ebenso wenig wirklich kennen wie die Lesenden.
Ein Aspekt, der noch erwähnt werden muss, ist der aufklärerische Auftrag der Protagonistin auf (unterschwelligen) Rassismus und koloniale Verbrechen hinzuweisen. Der war deutlich, blieb aber oberflächlich, was auch für einige andere Themen gilt. 
Sprachlich hatte Das Ministerium der Zeit einiges zu bieten, einige Bilder und Umschreibungen waren interessant und witzig, so dass es fast schade war, dass der Plot schlussendlich nicht halten konnte, was das erste Drittel versprach. Zeitreisegeschichte sind selten durchgehend logisch, aber hier nichts so richtig zuende geführt - oder ich habe es nicht verstanden, was natürlich eine Möglichkeit ist. Ich kann auch einfach keine Freude an diesen Romance-Aspekten (und den scheinbar dazu notwendigen Sexszenen) entwickeln, egal ob bei Fantasy oder Science Fiction, die oft eher wie Fremdkörper im Gesamtplot erscheinen, das ist ein seltsamer Trend, oder stehe ich mit dieser Meinung allein da? 
Insgesamt wirkt der ganze Roman so, als hätte die Autorin eine Menge an Ideen gehabt, sowohl in Bezug auf die Themen als auch in Bezug auf den Genre-Mix, aber da es keinen deutlichen Schwerpunkt, keinen roten Faden gibt, bleibt alles vage und unbefriedigend. Schade. 

Kaliane Bradley, Das Ministerium der Zeit. Hörverlag 2025. 

Saturday, February 14, 2026

Amal El-Mohtar und Max Gladstone - Verlorene der Zeiten

Amal El-Mohtar und Max Gladstone haben zusammen ein außergewöhnliches Buch geschrieben: Verlorene der Zeiten hat zahlreiche Awards im Bereich Fantasy/Science Fiction gewonnen. Die Autor:innen haben jeweils die Perspektive einer der beiden Protagonistinnen, genannt Blue und Red, verfasst, die sich Briefe schreiben. Neu und ungewöhnlich wird dies dadurch, dass beide Zeitreisende sind und hochtechnologisiert in verschiedenen Epochen ihre Nachrichten hinterlassen. Dabei führen ihre Regimes gegeneinander Krieg. Zeitstränge sollen verändert, Dinge beeinflusst werden. Dabei wählen  beide Autor:innen sehr individuelle, stilistisch anspruchsvolle Sprachstile, die durch sprachliche Bilder einerseits beeindrucken, andererseits aber einen Handlungsfaden noch weniger erkennen lassen als durch das Setting sowieso schon. Nachrichten werden in den Wachstumsringen uralter Bäume oder im Leib einer Robbe versteckt, Hinweise gegeben, in welchem Jahrtausend man vielleicht die nächste Nachricht finden könnte. Ansatzweise werden die Unterdrückungsmechaniken ihrer Gesellschaftsformen thematisiert, nebenbei schreiben sie über ihre Lieblingsfiguren der Geschichte und über Bücher. 

So bin ich zu etwa einem Drittel durch das Buch geschlittert. Verwirrt, verblüfft und etwas verloren. Ich bin mir sicher, das in dieser absolut ungewöhnlichen Erzählweise Schönheit steckt. Die Handlung, sofern denn vorgesehen (!?), bleibt mir bisher verborgen. Es soll sich aus diesem Briefwechsel eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ergeben. Das will ich gern glauben. Derweil reicht es mir, das Buch kennengelernt, wenn auch nicht zuende erfahren zu haben.  

Das Audiobook wird von Vera Teltz und Yesin Meisheit hervorragend gelesen. 

Amal El-Mohtar und Max Gladstone, Verlorene der Zeiten. Osterwold 2022.

Tuesday, July 08, 2025

Sangu Mandanna - Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen

Sangu Mandannas Roman Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen hat eigentlich keine schlechte Prämisse: Mika Moon ist eine junge Hexe, die dringend einen Job braucht. Daher willigt sie ein, drei Hexenmädchen an einem abgelegenen, ja, abgeschirmten Ort namens Nowhere House zu unterrichten. Doch sie tut das im Geheimen, denn eigentlich sollen niemals mehrere Hexen länger an einem Ort bleiben, um sich nicht der Gefahr der Entdeckung auszusetzen, wenn ihre Kräfte sich verbinden. Der Grund, dass sie dieses Risiko eingeht, ist klar, Mika ist einsam und auf der Suche nach einem Zuhause und einer Familie, beides etwas, dass sie in ihrer Kindheit nicht erfahren hat. Bevölkert ist Nowhere House mit weiteren exzentrischen Charakteren, unter anderem dem extrem gutaussehendem, aber schlecht gelauntem Bibliothekar...
Und spätestens ab hier ist alles furchtbar vorhersehbar. Nur wenig Erzählzeit wird auf die Kinder und die Magie verschwendet, es wiederholt sich oft Mikas Mantra "Ich hatte so eine schreckliche Kindheit, aber jetzt mache ich alles besser!" gepudert mit Selbstmitleid. Der Bibliothekar übernimmt das Feld und auch ihr Denken, er ist auch noch die Hauptfigur beim völlig unnötigen Plottwist, der dann zu einer noch viel (!) unnötigeren und im Erzählfluss und sprachlich völlig absurden Sexszene führt, aber natürlich eigentlich der beste Mann der Welt ist. Die böse Stiefmutter wird dann nebenbei auch noch zur besten Freundin und überhaupt wird alles gut. Was eine interessante Geschichte mit einer eigenen Magiewelt hätte sein können, verkommt zu einer schlecht erzählten Romance mit sehr vorhersehbarem Plot. Schade drum, aber klar ist - nicht lesen, oder nur bei Bedarf nach bewusst seichter Lektüre.

Sangu Mandanna, Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen. Random House Audio 2022.

Thursday, June 15, 2023

Ali Hazelwood - Stuck with You

Ali Hazelwoods Stuck with You - An wem die Liebe hängenbleibt ist eine Novella, die zu einer Trilogie gehört, die zu einer Trilogie gehört, bei der jeder Band von einer anderen von drei Freundinnen handelt. Die Freundinnen von Sadie, der Protaginistin, erscheinen hier aber nur in Form von Beraterinnen am Telefon. Alle drei arbeiten im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich, Sadie ist Ingenieurin bei einer Firma, die nachhaltige Bauprojekte plant. Auch wenn dieser Aspekt erwähnt wird, wäre es ein Irrtum, anzunehmen, die Wissenschaft würde eine größere Rolle für die Story spielen. Denn Stuck with you erzählt klassisch die Geschichte einer Liebe, die durch Missverständnisse aufgehalten wird, aber dann doch ihr Happy End findet. Wie üblich werden viele Klischees bedient - der Protagonist ist ein hünenhafter, blonder Däne mit einem großen ... - da auch Sexbeschreibungen einen Teil der Erzählung einnehmen, wird dies nebenbei auch noch zu einem Problem hochstilisiert, was zu etwas schrägen Dialogen im Schlafzimmer führt. Die hitzige Erregung, die beide dort antreibt, passt nicht zu der übrigen Darstellung ihrer Charaktere - Sadie scheint Sex bis dahin egal, sie verfolgt auch nicht, einen neuen Freund zu finden, nachdem ihr der alte wegen Nichtbeachtung ihrerseits davongelaufen war, Beziehung scheint ihr egal.
Insgesamt ist die Story milde unterhaltsam und glücklicherweise als Novella auch nicht allzu lang.

Auf meiner Leseliste tauchte diese Autorin einmal mehr wegen der Popsugar Reading Challenge auf, ich benötigte ein Buch "that startet out as fan fiction". Sie arbeitet selbst als Neurowissenschaftlerin an einer Universität in Italien und schreibt sozusagen "nebenbei" Bestseller. Das wiederum finde ich ganz beachtlich.

Ali Hazelwood, Stuck with You - An wem die Liebe hängenbleibt. ABOD 2022.

Thursday, April 20, 2023

Talia Hibbert - Kissing Chloe Brown

The Popsugar Reading Challenge made me read this... 

Ich sollte es besser wissen. Ich weiß es besser. Romance Novels und ich sind kein "Match". Die Aufgabe 10 der Popsugar Reading Challenge lautete aber nun einmal "A romance with a fat lead" - also einer dieser Aufgaben, die Diversität im Lesehorizont vorwärts bringen sollen. Über die Listopia-Liste landete ich also bei Talia Hibberts Kissing Chloe Brown. Fett ist sie nicht unbedingt, aber eben auch nicht schlank, und sie leidet an Fibromyalgie, also unter chronischen Schmerzen, die auch anfallartig nach besonderen Anstrengungen und Belastungen auftreten können. Chloes Kampf mit der Krankheit und um ein selbstbestimmtes erfülltes Leben ist prinzipiell ein guter Ausgangspunkt für die Geschichte, sie ist kein einfacher Charakter, aber humorvoll und sensibel. Die Krankheit hat sie ihre Freundschaften gekostet, sie ist einsam, redet sich aber ein, das sei aufgrund ihres Zustandes auch besser so. Mit Hilfe von etwas willkürlichen Listen will sie sich auf den Weg machen zu einem freudvolleren Leben. Nach ihrem Umzug in eine eigene Wohnung lernt sie den dortigen Hausmeister Red kennen, der eigentlich ein begabter Maler in einer Schaffens- und Identitätskrise ist. Und hier nahm für mich das Elend seinen Lauf. Die beiden verlieben sich, finden sich gegenseitig über alle Maßen attraktiv - aber können den anderen jeweils so mies einschätzen, dass es das ganze Buch braucht, bis sie sich vertrauen und zueinander stehen? Das ist für meinen Geschmack keine sinnvolle Handlung für ein Buch, sondern ein zwischenmenschlicher Totalausfall. Auch die obskuren Hindernisse die aufgebaut werden, um das Happy End herauszuzögern, erschienen mir einfach nur unglaubwürdig. Die plötzlich auftauchenden Sexszenen habe mich zugegeben eher irritiert als angesprochen, aber darauf will ich nicht weiter eingehen, ist auch nicht wirklich wichtig. 

Wer das Genre mag, kann sich sicher sein, in Kissing Chloe Brown auf ordentlich ausgearbeitete Charaktere mit irrationalen Entscheidungen zu treffen, die sich zwischenzeitlich unterhaltsame verbale Schlagabtausche liefern. Mir geriet die Prämisse Chloes mit dem dringlichen Wunsch nach einem besseren Leben mit ihrer Krankheit viel zu sehr ins Hintertreffen, dieser grundlegende Konflikt wurde dann nur noch beleuchtet um zu zeigen, wie sensibel Red damit umgeht, was mir zu rosarot war. Und ja, ihr Leben ist am Ende besser, aber nur, weil sie die Liebe ihres Lebens finden - weniger aber sich selbst. Genug davon... Sagte ich schon, dass ich es hätte besser wissen sollen?

Talia Hibbert, Kissing Chloe Brown. Forever, Berlin 2020.

Wednesday, April 13, 2022

Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind

Ab und an muss man etwas außerhalb der Komfortgenres lesen. Romane mit romantischer Ausrichtung gehören definitiv nicht zu meinen Favoriten - wie bereits mehrfach erwähnt. Nun sollte Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer anders sein. Das zugrunde liegende Schreibkonzept: Maildialog zwischen Mann (Leo) und Frau (Emmi), keine Prosa im eigentlichen Sinne, keine Dialoge, eher Briefroman aus zwei Perspektiven. So weit, so einfach. Funktioniert phasenweise ganz gut, es gibt sprachliche witzige Stellen in dieser "Unterhaltung", aber handlungstechnisch reicht mir das nicht. Die Charaktere erhalten zu wenig Tiefgang und vor allem zu wenig Entwicklung, um wirklich interessant zu sein. Das alles liest sich flüssig weg und man ahnt schon, wie das ganze enden wird, ehe es noch so richtig angefangen hat. Scheinbar war ein Großteil der Leserinnen über das Ende entsetzt - weswegen Glattauer scheinbar noch einen zweiten Band für Leo und Emmi geschrieben hat. Ob das dann lesenswerter und tiefgründiger ist, wage ich vorsichtig anzuzweifeln. Dieser Ausflug in die Gefilde der Liebesromane hat sich jedenfalls für mich nicht recht gelohnt. Quod erat demonstrandum.

Daniel Glattauer, Gut gegen Nordwind. Deuticke 2006.


Monday, January 31, 2022

Lucinda Riley - Die Schattenschwester

Um das Kitschbedürfnis zu befriedigen, funktioniert Lucinda Riley stes zuverlässig. Nach Band 1 (Die sieben Schwestern) und Band 2 (Die Sturmschwester) handelt Die Schattenschwester von der eher stillen Star d'Aplièse. Auch ihr hat ihr kürzlich verstorbener Adoptivvater Pa Salt einen Hinweis hinterlassen, wie sie ihre Blutsverwandten finden kann. Sie weiß erst nicht, ob sie dies wirklich will, zu verwoben ist ihr Leben mit dem ihrer Schwester CeCe. Doch dann besucht sie die Londoner Buchhandlung, dessen Adresse in dem Abschiedsbrief steht. Von dort geht es nach und in den Lake District, als sie sich einer Familie annähert, deren Mitglieder skurril und problembelastet zugleich sind und zu denen sie schnell eine liebevolle Beziehung aufbaut. Wie alles zusammenhängt, erfährt man in den Rückblenden in die Zeit von Beatrix Potter, von Debütantinnen in London und von King Edward VIII. durch die Erlebnisse von Flora, einer jungen Frau, die ihren eigenen Weg suchen muss. Natürlich endet Stars Geschichte mit Hoffnung und Liebe (siehe Satz 1). 

Die Rahmenthemen dieses Bandes sind Literatur, Essen und eine gewisse Naturverbundenheit, die größtenteils an den Lake District gebunden ist - eine zugegeben wirklich wunderschöne Landschaft. Star ist im Grunde völlig planlos, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte - auch ihr Weg im Roman wirkt scheint eher zufällig, ihre Entscheidungen trifft sie unbewusst und vergisst dabei ihre Schwester (der Cliffhanger am Ende signalisiert, dass diese die Schwester für Band 4 sein wird). Viel spannender ist dagegen Flora, die sich in einer für Frauen durchaus deutlich schwierigeren Welt bewusst ist, was sie will und was nicht. Zwar muss sie sich hier und da steuern lassen und sich den gesellschaftlichen Zwängen beugen, aber sie ist ein deutlich stärkerer Charakter und damit viel interessanter. Wieder einmal ist die historische Geschichte besser als die Rahmenhandlung (die einige Absurditäten aufweist, die eher ärgerlich wären, wenn man den Roman ernst nähme)... und damit habe ich erst einmal wieder für eine Weile genug von dieser Form von Romantik. 

Lucinda Riley, Die Schattenschwester. Hörverlag 2016.

Sunday, January 24, 2021

Diana Gabaldon - Feuer und Stein

Vorab: Manchmal bieten die Buchvorlagen mehr als die Verfilmungen - das ist hier nicht der Fall, was aber auch an den Kürzungen für das Audiobook liegen mag. Ich war erstaunt, wie nah sich die Serie Outlander an die Romanvorlage von Diana Gabaldon gehalten hat, ja, sogar zum Teil detaillierter erzählt als das Buch. 

Anfangs irritierend, dann aber doch als Pluspunkt erwies sich die Lesung durch Daniela Hoffmann (Synchronstimme von u.a. Julia Roberts und Calista Flockhart), die es schafft, selbst die sehr romantischen und teils erotischen Szenen glaubhaft darzustellen. Die TV-Serie profitiert stark von dem schottischen Highland-Setting, das im Audiobook weniger zum Tragen kommt. Auch Claires Irritationen über die Ähnlichkeit der zwei Männer - ihrem Ehemann Frank Randell und dem Bösewicht Jonathan Randell) sind in der Visualisierung eindrücklicher. So brachte das Audiobook nichts Neues und blieb hinter der Serie zurück. Auch eine Erkenntnis - so brauche ich weitere Bände nicht zu lesen. 

Diana Gabaldon, Feuer und Stein. Random House Audio 2003.

Wednesday, November 13, 2019

Cecilia Ahern - Zeit deines Lebens

Cecilia Aherns Roman Zeit deines Lebens spielt in der Vorweihnachtszeit. Der Protagonist Lou ist ein unangenehmer, egoistischer Zeitgenosse, der seine Familie für selbstverständlich erachtet, sich weder um Frau und Kinder noch um den 70. Geburtstag seines Vaters oder seine einsame Schwester kümmert. Ihn beschäftigt sein eigenes berufliches Fortkommen (um nahezu jeden Preis) und sein individuelles Vergnügen (Seitensprünge und Saufgelage). Das Schlimmste daran ist, dass er diese Einstellung für völlig in Ordnung hält, schließlich ist er derjenige, der das Geld herbeischafft.
Dies ändert sich auch nur nach und nach, als er aus einem Impuls heraus dem Obdachlosen Gabe (Gabriel!) einen Job in seiner Firma beschafft. Plötzlich ist Gabe überall und zwingt Lou sanft aber beharrlich, die Perspektive zu wechseln. So verändert er sich tatsächlich nach und nach in kleinen Schritten und mit Lou zusammen sinnieren wir über die Werte der Familie und den Sinn des Lebens.
Die Geschichte selbst wird in einer Polizeiwache erzählt von einem ungleichen Polizistenduo, um einem Jugendlichen die gleiche Lehre zu erteilen, die Lou erfahren hat. Und auch die Polizisten selbst bleiben nicht unberührt und treffen ebenfalls Entscheidungen für ihre Familien.
Der Roman endet mit einer dramatischen, tränenprovozierenden Schlusswendung, die aber trotzdem ein moralisches Happy End darstellt.
Mir war Zeit deines Lebens ein bisschen zu offensichtlich, ein bisschen überdeutlich in seiner Botschaft und der Protagonist in seiner Wandlung nicht ganz glaubhaft, auch wenn er insgesamt nicht schlecht konstruiert war.

Cecilia Ahern, Zeit deines Lebens. Argon 2009.

Friday, July 26, 2019

Lucinda Riley - Das Orchideenhaus

Ein altes Herrenhaus in England, eine Konzertpianistin in einer Lebenskrise, der verarmte Erbe eben jenes Herrenhauses und eine dunkle und verworrene Familiengeschichte. Dazu noch ein Hauch Exotik durch einen Bezug nach Thailand. Die Liebesgeschichte ist offensichtlich.
Ich war überrascht, das Lucinda Riley offensichtlich in allen Romanen den gleichen Aufbau für ihren Plot wählt, nicht nur in den Sieben-Schwestern-Romanen, von denen ich zwei gelesen habe. Frau in Krise mit einer Familiengeschichte, deren Entdeckung oder die Suche danach ihr neue Zugänge zu ihrem Selbst eröffnet. Dazu dienen dann jeweils zwei Erzählstränge, eine in der Jetztzeit und eine weitere Protagonistin, aus deren Sicht die historische Ebene erzählt wird. Am Ende steht dann der glückliche Ausblick in die Zukunft, die mit der Kenntnis der eigenen Geschichte nun viel besser werden wird. Nun, aber das Konzept geht auf, die Romane der Autorin verkaufen sich gut.
Mir gefiel bei Das Orchideenhaus die historische Ebene deutlich besser, wohingegen ich die Protagonistin im Verlauf des Roman zunehmend anstrengend fand, weil sie eine Reihe offensichtlich falscher Entscheidungen trifft, wobei man den Eindruck hat, dieses muss so sein, damit das Finale mehr Dramatik gewinnt. Massiv gestört haben mich im letzten Viertel die unglaubwürdigen Ereignisse in Frankreich, die völlig sinnfreie zweite Enthüllung über eine weitere Adoption und das übertriebene Happy End, bei dem durch die thailändische Protagonistin alles gut wird. Das ist im Grunde schade, denn der erste Teil des Roman hat Stärken und man folgt der Geschichte durchaus mit Interesse, auch wenn die Charaktere natürlich schablonenhaft gezeichnet sind, womit man aber bei diesem Genre auch rechnen darf.
Insgesamt ist Das Orchideenhaus eine interessant erdachte Geschichte, die Potenzial verschenkt durch inkonsequente und unglaubwürdige Plotwendungen und Charaktere. So bleibt es leichte Belletristik.

Lucinda Riley, Das Orchideenhaus. Hörverlag 2012. 


Tuesday, January 29, 2019

Audrey Niffenegger - Die Frau der Zeitreisenden

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber dies war nicht halb so interessant wie gehofft. Eigentlich war es sogar ... gar nicht spannend.
Die Charaktere blieben mir beide fremd - immer ein schlechtes Zeichen - Henry war mir zu perfekt, bedenkt man, dass er planlos in der Zeit herumspringt, aber irgendwie ist er für Clare perfekt, perfekt und immer noch perfekt. Clare selbst nimmt alles hin, wird nur an einer Stelle wirklich leidenschaftlich, nämlich als sie das Kind bekommen muss, Fehlgeburten, psychische und physische Risiken und Henrys Wünsche in den Wind schlägt, sie muss. Warum? Als weibliche Protagonistin nimmt sie ihr Leben, ihre Freiheit nicht ernst, richtet alles auf das nächste Wiedersehen, auf das Zusammensein mit ihm aus. Und das ab dem zarten Alter von sechs Jahren... Mir machte es keine Freude ihr dabei zuzuschauen.
Vielleicht ist auch schlecht gekürzt worden für das Hörbuch, einige Kritikpunkte anderer Rezensenten konnte ich gar nicht wiederfinden, da sie offensichtlich entfallen sind. Ich bedaure dies nicht, denn so kann ich diesen Roman, der lange auf der Leseliste stand, einfach ad acta legen, ohne zuviel Zeit darauf verwendet zu haben.

Audrey Niffenegger, Die Frau der Zeitreisenden. Argon 2011.

Sunday, December 23, 2018

Lucinda Riley - Die Sturmschwester

Die Sturmschwester ist die zweite der sechs Schwestern, die Pa Salt adoptiert hat und die seine Haushälterin großgezogen hat. Bei seinem Tod hinterlässt er ihnen Hinweise, mit denen sie das Geheimnis ihrer Herkunft erforschen können. Ally will das eigentlich nicht, sie ist frisch verliebt in den Mann ihres Lebens, der seglerisch und menschlich perfekt zu ihr passt. Das kann natürlich nicht gutgehen...

Die ausgelegte Spur führt sie nach Norwegen auf die Spuren des Nationalkomponisten Edvard Grieg und einiger Musiker und Musikerinnen in ihrem Umfeld. So weiß Ally immerhin am Ende, warum sie so gut Flöte spielen kann.

Lucinda Riley wendet in diesem zweiten Band der Schwesternserie das gleiche Konzept an wie im ersten, Die sieben Schwestern. Prinzipiell hätte mich das erfreuen sollen bei den Themen Musik/Flöte und Skandinavien. Doch beide Erzählstränge, sowohl der Allys als auch der von Anna, der Protagonistin der norwegischen Geschichte, sind sehr vorhersehbar und langatmig - und damit leider phasenweise auch langweilig. Dazu hat mich Anna in ihrer Hilflosigkeit und Naivität (klar, sie kommt vom Land, deswegen kann sie auch nach dem soundsovielten Betrug durch einen Mann immer noch nicht verstehen, dass sie vielleicht besser dran ist, sich auf sich selbst zu berufen?!) als Charakter deutlich genervt. Und auch Ally nimmt ihr Leben nicht selbst in die Hand, sondern lässt sich treiben und andere (oder der Zufall) treffen Entscheidungen für sie. Natürlich waren einige Aspekte der Musikgeschichte interessant, wenngleich sie vermutlich nur grob auf Fakten basiert, aber insgesamt konnte mich Die Sturmschwester nicht überzeugen.

Lucinda Riley, Die Sturmschwester. Hörverlag 2015.

Monday, August 06, 2018

Lucinda Riley - Die sieben Schwestern

Das Setting für Lucinda Rileys Reihe um Die sieben Schwestern ist ein relativ Unwahrscheinliches: Ein alleinstehender reicher Mann mit einem traumhaften Haus am Genfer See adoptiert nacheinander sechs kleine weibliche Babys und lässt sie von einer Haushälterin aufziehen. Erst bei seinem Tod realisieren die Schwestern, wie wenig sie von seinem Leben (womit hat er sein Geld verdient, was hat er gemacht, wenn er nicht zuhause war?) und von ihrer eigenen Herkunft wissen. Zum Glück hat er ihnen einige Hinweise hinterlassen, mit deren Hilfe sie etwas über sich herausfinden können.
Dieser erste Band der Reihe handelt von der ältesten Schwester Maia, die nach einer vor Langem gescheiterten Beziehung im Haus ihres Vaters lebt und als Übersetzerin tätig ist. Ihre Suche nach sich selbst führt sie nach Rio, wo sie mit Hilfe des Schriftstellers Floriano Quintelas, dessen Buch sie übersetzt hat, herausfindet, wer ihre Familie ist.
Parallel dazu wird über weite Passagen die Geschichte ihrer Urgroßmutter Izabela erzählt. Diese wird mit der Entstehungsgeschichte des Wahrzeichens Rios, der Christusstatue, verwoben. Riley bezieht sich dabei auf die historischen Personen, besonders den Bildhauer Paul Landowski.
Während ihrer Recherchen entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Maia und Floriano - dies, zusammen mit ihrem neuen Wissen über ihre Familiengeschichte, lässt sie neuen Perspektiven für ihr Leben finden.

Der große Erfolg von Lucinda Rileys Romanen ließ mich trotz des romantischen Genres neugierig werden auf die Autorin. Wenngleich ich die Ausgangssituation, wie oben angedeutet, für eine große Krücke halte, auf deren Basis sich die Stories der Reihe leichter aufbauen lassen (Mystik des reichen, geheimnisreichen Vaters), so ist die Geschichte Maias und Izabelas doch gut erzählt. Die historischen Bezüge funktionieren, interessant sind auch die angedeuteten feministischen Gedanken: Izabela denkt über ihre Frauenrolle nach, entkommt den Zwängen in Brasilien zwar nicht, bemerkt aber den Kontrast zur veränderten Situation der Frauen in Europa/Paris. Das wäre als Thema natürlich ausbaufähig, ist aber ein positiver Aspekt der Geschichte. Dagegen ist Maia nur in sich selbst gefangen, weswegen sie als Charakter auch deutlich hinter Izabela zurückbleibt. Zwar hat sie auch Schwieriges erlebt, aber im Vergleich zu ihrer Urgroßmutter stehen ihr alle Türen in ein selbstbestimmtes Leben in finanzieller Unabhängigkeit offen. Die Liebesgeschichte Maias hat mich ebenfalls weniger berührt als die von Izabela, aber es ist der Autorin zugute zu halten, dass sie hier nicht zu dick aufträgt und nicht schwülstig erzählt.
Insgesamt hat mich der Roman positiv überrascht, es war eine interessante Geschichte, die zwar phasenweise vorhersehbar war (schließlich ist es ein Liebesroman), aber den Spannungsbogen dennoch halten konnte. Der Cliffhanger am Ende wäre meines Erachtens nicht nötig gewesen, aber so ist das wohl üblich bei derartigen Serien.

Lucinda Riley, Die sieben Schwestern. Hörverlag 2015.

Zur Rezension des zweiten Bands: Die Sturmschwester

Saturday, December 09, 2017

Lucy Clarke - Der Sommer, in dem es zu schneien begann


Lucy Clarke erzählt in Der Sommer, in dem es zu schneien begann die Geschichte von Eva und ihrem Mann Jackson. Dieser stürzt eines Morgens beim Angeln in die englische See und Eva bleibt wenige Monate nach der Hochzeit als verzweifelte Witwe zurück. Sie spürt Jackson hinterher und möchte gern mehr über seine Kindheit und Jugend erfahren. Sie hatte bislang kaum Kontakt zu seiner Familie und fliegt schließlich nach Tasmanien, um Jacksons Vater und Bruder zu treffen. Diese verhalten sich erschreckend abweisend. Eva entdeckt, dass sie schwanger ist - nur um das Kind gleich wieder zu verlieren. Unter diesen Umständen beginnt sich Jacksons Bruder Sol nun doch, sich um seine Schwägerin zu kümmern. Nach und nach entdeckt Eva schockierende Wahrheiten, ihr Ehemann war ganz und gar nicht der, für den sie ihn gehalten hat und seine Lügen hatten ein bis tief in die Vergangenheit reichendes Ausmaß. Am Ende muss Eva eine Entscheidung treffen, die sie vor ihrer Reise nicht für möglich gehalten hätte.
Der Sommer, in dem es zu schneien begann ist eine romantisch-tragische Geschichte um eine Frau, die naiv und gutgläubig einen Mann geheiratet hat, über den sie nichts wusste, um dann herauszufinden, dass er eine ganz und gar andere Lebensgeschichte hat, als er ihr glauben machte. Eva glaubt auch nachdem sie das ganze Ausmaß seines Betrugs herausgefunden hat, noch an die Liebe ihres Mannes, erst in letzter Minute reflektiert sie, was für sie vielleicht eine gute, eine bessere Lebensentscheidung sein könnte. Bei alledem, was Jackson ihr verschwiegen hat, fällt es schwer zu glauben, dass sie niemals misstrauisch geworden ist. Und darin liegt auch das große Manko des Romans - die Hauptperson bleibt stets ein wenig naiv-unglaubwürdig. Auch der gute Bruder Saul (="Der Erbetene"!) ist ein bisschen zu gut, um wahr zu sein. Sprachlich ist die Geschichte sympathisch, auch das Setting am Meer und in Tasmanien gefällt. Nette Unterhaltung, aber nicht sonderlich beeindruckend.

Anna Carlson liest den Part der Eva, Andreas Fröhlich übernimmt die Perspektiven der männlichen Personen des Romans. Beide setzen die Charaktere überzeugend um.

Lucy Clarke, Der Sommer, in dem es zu schneien begann. Audio Media 2015.

Sunday, August 10, 2014

Tess Gerritsen - Gefährliche Begierde

Nein, es ist schon besser, dass sich Tess Gerritsen weiterentwickelt und mit Rizzoli und Isles interessante Protagonisten für ihre Bücher geschaffen hat. Gefährliche Begierde (erschienen 1993) ist zwar nicht ganz so konfus wie Der Anruf kam nach Mitternacht und hat eine erkennbare Thrillerhandlung, aber auch hier wirkt die begleitende Liebesgeschichte unglaubhaft und aufgesetzt. Die Charaktere bleiben flach, der Plot entwickelt sich zwar dynamisch, denn die ursprünglich des Mordes an ihrem Ex-Liebhaber verdächtigte Miranda wird nun selbst verfolgt und entkommt nur knapp mehreren Anschlägen, bis zum Ende bleibt die Identität des tatsächlichen Mörders ungeklärt. So kann man für Spannung wohl zwei Sternchen vergeben und über den Rest den Mantel des Schweigens decken.

Wednesday, August 06, 2014

Tess Gerritsen - Der Anruf kam nach Mitternacht

Tess Gerritsens Der Anruf kam nach Mitternacht ist eine konfuse Spionage-/Liebesgeschichte, die sie erstmals 1987 veröffentlicht hat. Frühwerk - und das merkt man sehr.
Sarah Fontaine erfährt per Anruf, dass ihr Mann Geoffrey in Berlin ermordet worden sein sill. Sie glaubt nicht recht daran und sucht nach der Wahrheit. Führte Geoffrey ein Doppelleben? War er ein Agent? In Nick O`Hara, einem Mitarbeiter des Botschafters in Washington, findet sie einen Verbündeten, der mit ihr in London und Berlin zu ermitteln beginnt. Dabei verlieben sich die beiden ineinander, misstrauen und vertrauen sich abwechselnd und werden bald selbst Verfolgte. 
Die Story ist nicht besonders gut erzählt und die beiden Protagonisten handeln irrational und die Liebesgeschichte wirkt unglaubhaft und wenig romantisch. Der Roman ist auf allen möglichen Ebenen nicht stimmig und hat mir wenig Freude bereitet. 

Monday, August 04, 2014

Nora Roberts - Das Geheimnis der Wellen

Romance-Novel - mit einem Hauch von Kriminalgeschichte.

Er: Eli - Sohn aus reichem Haus, Anwalt, betrogener Ehemann, zu Unrecht des Mordes an seiner Frau Lindsey beschuldigt, verfolgt von einem uneinsichtigen Polizisten, obwohl die Anklage wegen mangelnden Beweisen eingestellt wurde, kehrt in das Küstenhaus/-anwesen der Familie in Whiskey Beach zurück.

Sie: Abra - alternativ-esoterische Frau, die Schmuck bastelt, Yoga-Kurse gibt und anderer Leute Häuser putzt und für diese Einkäufe erledigt, sie legt Karten und vertreibt böse Geister mit Weihrauch.

Großmutter: wegen eines Sturzes nicht daheim, beauftragt aber Abra, sich um Eli zu kümmern...

Eli bzw. das Haus werden offensichtlich bedroht, es gibt Einbrüche, ein mysteriöses Loch im Keller und sogar einen weiteren Mord. Es scheint um eine Familiensage um einen schiffsbrüchigen Piraten und dessen Beute zu gehen, der mit einer Vorfahrin von Eli angebandelt haben soll.
Nach und nach decken Eli und Abra zusammen die alte Geschichte auf und stellen dem Einbrecher/Mörder eine Falle.
Außerdem natürlich Liebe, Heiratsantrag und rosige Zukunft. Ende.

Roman hält, was er verspricht, es gibt keine großen Überraschungen, aber eine soweit solide Story mit Kitschpotenzial.

Nora Roberts, Das Geheimnis der Wellen. Random House Audio 2014.