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Tuesday, October 14, 2025

Jonathan Stroud - Scarlett & Browne - Die Legendären

Scarlett & Browne - Die Legendären ist der dritte und finale Band von Jonathan Strouds Trilogie um zwei Outlaws in einem dystopischen England. Nach einer schrecklichen Katastrophe, der großen Verheerung, bei der eine hochtechnologisierte Gesellschaft untergegangen ist, herrschen nun die Glaubenshäuser mit Gewalt und Unterdrückung. Sklaverei und die Verfolgung aller Andersartigen ist allgegenwärtig, gleichzeitig bedrohen mysteriöse Wesen und Untote alle, die ihnen zu nahe kommen. 
Nach den Vorgängerbänden Die Outlaws und Die Berüchtigten suchen Scarlett und Albert nach ihren Wurzeln und den Schatten ihrer Vergangenheit. Scarlett muss herausfinden, was mit ihrem kleinen Bruder geschehen ist, während Albert das Trauma seiner Kindheit als magisches Versuchskaninchen aufarbeiten will. Sie gehen dabei viele Risiken ein und das hat mehr als eine actionreiche Kampfszene zur Folge, die von Anna Thalbach gewohnt intensiv umgesetzt werden. Gleichbleibend gut sind auch die Charaktere und die Dialoge, wie immer bei Stroud. Nicht alle der aufgeworfenen Fragen werden jedoch beantwortet, die Zukunft bleibt offen, das Schicksal dieser ungemütlichen Welt auch. Dennoch findet die belastende emotionale Reise der beiden Protagonisten, mit sich selbst, miteinander und innerhalb ihrer Gemeinschaft, ein gutes Ende, eine innere Zufriedenheit, mit der wir sie ziehen lassen können.  

Jonathan Stroud, Scarlett & Browne - Die Legendären. cbj 2025.

Friday, October 18, 2024

Jonathan Stroud - Scarlett und Browne - Die Berüchtigten

Scarlett und Albert sind im zweiten Band (Die Berüchtigten) ein eingespieltes Team. Alberts Fähigkeiten helfen Scarlett, immer gewagtere und ertragreichere Raubüberfälle zu unternehmen. Weiterhin sind ihnen ihre Verfolger auf den Fersen - inzwischen gibt es aber auch ein Kopfgeld und sogar eine Ballade über ihre finsteren Taten.
Im ersten Band (Scarlett und Browne - Die Outlaws) war uns Jonathan Stroud die Hintergründe seiner beiden Protagonisten schuldig geblieben, dies holt er Schritt für Schritt in Rückblenden und Erinnerungen in diesem Band nach. Während die beiden actionreiche Abenteuer erleben, erfahren wir, mit welchen Erfahrungen die beiden zurechtkommen müssen. Diese miteinander zu teilen, gibt ihnen neue Möglichkeiten, in die Zukunft zu blicken. Wie immer machen Strouds Charaktere viel Spaß, die Dialoge sind humorvoll, Setting und Plot passen.
Die Lesung von Anna Thalbach war hochengagiert, nur bei einigen wenigen Figuren hat sie ein wenig dick aufgetragen für meinen Geschmack - zuviel Schauspiel.
Insgesamt ein wieder ein gelungener Band dystopischer Fantasy und ich freue mich auf den Abschlussband der Reihe im kommenden Jahr, wenn noch die letzten Rätsel betreffend der Entstehung dieser bedrückenden Welt aufgedeckt werden.

Jonathan Stroud, Scarlett und Browne - Die Berüchtigten. cbj Audio 2022.

Friday, July 09, 2021

Jonathan Stroud - Scarlett und Browne - Die Outlaws

Im ersten Band seines neuen Projekts Scarlett und Browne bringt uns Jonathan Stroud in eine ungemütliche, dystopische Version Englands. Scarlett McCain zieht als Gesetzlose durch die Wildnis, in der zu Monstern mutierte Wesen sie bedrohen, in den Städten hingegen gilt ein strenges Regime, in der alles ausgegrenzt und gar getötet wird, was von der Norm abweicht. Ihr Geld verdient sie mit Raubüberfällen, gerade ist sie auf dem Weg, ihren Schuldnern das Geld aus ihrem letzten Banküberfall zu bringen. Das Wrack eines Busses zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich, in diesem entdeckt sie Albert Browne inmitten von Leichen. Obwohl sie keinesfalls der fürsorgliche Typ ist, nimmt sie sich seiner an - und bereut es innerhalb weniger Stunden. Nicht nur ist Albert wirklich seltsam und verschwiegt ihr so einiges, sondern ihm sind auch einige Menschen auf den Fersen. Das ungleiche Paar muss sich zusammentun, um zu überleben. Bald entdeckt Scarlett, dass Albert ungewöhnliche Fähigkeiten hat, die ihr nutzen können, die aber auch gefährlich sind. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise. 

Wie man es von Stroud aus Bartimäus und Lockwood gewohnt ist, konstruiert er seine beiden Protagonisten mit spannenden Gegensätzen und stattet sie mit interessanten Fähigkeiten aus. Es wird angedeutet, dass das ungleiche Paar noch viel aneinander zu entdecken hat, denn Stroud verzichtet in diesem Band darauf, Scarletts Geschichte näher zu beleuchten. Und auch wie Alberts Gaben genau funktionieren, bleibt offen, wenngleich klar wird, dass sich in dieser dystopischen Welt noch mehr Menschen in dieser und anderen Formen verändert haben. Die Gründe für diese Veränderung und welche Ereignisse, besser welche Katastrophe zu der starren Gesellschaftsform geführt hat, in die weder Scarlett noch Albert hineinpassen, bleibt Stroud uns ebenfalls schuldig. Es ist düster und gefährlich in dieser Welt mit unnachgiebigen, religiösen Fanatikern, Monstern und zombieartigen Menschenfressern. Hier kann man auf einiges gespannt sein.
Am besten gefällt mir an allen Welten, die Stroud bisher erschaffen hat, der Humor und Wortwitz der Charaktere (hier von Anna Thalbach im Audiobook großartig umgesetzt), die Stärke seiner weiblichen Protagonisten und die Mehrdimensionalität der Beziehungen der Charaktere. Das macht Freude - nahezu unabgängig von der Story. Die fiel bei Scarlett und Brown vielleicht ein wenig schwächer aus als bei Lockwood und Co., war aber dennoch spannend und wird abgeschlossen - auch wenn klar ist, dass wir den beiden wiederbegegnen werden. 

Jonathan Stroud, Scarlett und Browne - Die Outlaws. cbj Audio 2021.


Thursday, August 06, 2020

Jonathan Stroud - Die Spur ins Schattenland

Jonathan Stroud gehört zu meinen Lieblingsautoren im Bereich Fantasy und während ich auf das Erscheinen seines neuesten Projektes warte, habe ich dann auch eines seiner früheren Bücher zur Hand genommen.  
Die Spur ins Schattenland (2001) handelt von Charlie, die ihren besten Freund Max auf tragische Weise verliert. Während alle davon ausgehen, dass Max im Mühlteich ertrunken ist, glaubt Charlie fest daran, dass Max in einer andere Welt entführt worden ist - in das Schattenland. In ihren Träumen folgt sie Max in diese Welt und versucht ihn dort wiederzufinden, was nicht ungefährlich ist.
Eine andere Sichtweise auf die Ereignisse gibt uns Charlies Bruder James, der sich zunehmend Sorgen um seine Schwester macht, die nicht über den Tod des Freundes hinwegzukommen scheint und sich immer seltsamer verhält.
Mit Charlie zusammen betreten wir eine schöne, seltsame und auch bedrohliche Zwischenwelt, von der wir nicht erfahren, was sie eigentlich ist, vieles muss sich der Leser selbst zusammenreimen und vieles ist offen für Interpretation. Ist Charlies Wahrnehmung zu trauen, gibt es diese fantastische Welt? Oder halten wir uns eher an James, der weiß, dass sich seine Schwester verändert hat und nicht mehr sie selbst ist - und dass ihrem Bericht daher kaum zu trauen ist?
Jonathan Stroud beschreibt sehr atmosphärisch die verschiedenen Gegenden und Phasen von Charlies Ausflügen ins Schattenland, verzichtet aber auf eine detaillierte Ausdeutung dieser Parallelwelt. Auch die Auflösung am Ende bleibt offen und mehrdeutig, was als Schwäche oder Stärke dieser ungewöhnlichen Geschichte gewertet werden kann. Mir haben die teils etwas langatmigen Schilderungen der Landschaften und von Charlies Suche nicht besonders gefallen und gingen auf Kosten meines Interesses an der Geschichte. Verglichen mit dem Humor, der Spannung und dem actiongeladenen Plot seiner Bartimäus- und Lockwood&Co-Reihen kann diese Geschichte einfach nicht mithalten.

Jonathan Stroud, Die Spur ins Schattenland. cbj, München 2016.

Sunday, March 04, 2018

Jonathan Stroud - Die Eisfestung

Die Eisfestung ist eine mittelalterliche Burg in England. Es ist Winter und die drei Jugendlichen Emily, Simon und Marcus wissen nicht so recht, was sie mit sich anfangen wollen. Der Zufall treibt sie alle zu der Burg, in deren Burggraben man immerhin Schlittenfahren kann. Sie kennen sich bis zu diesem Tag nicht: Emily ist Einzelkind und ihre Eltern lassen ihr viele Freiheiten, Simon leidet unter seinen groben Brüdern, die ihn schikanieren, und Marcus kommt aus einem weiter entfernten Ort. Letzterer ist völlig begeistert von der Burg und den Geschichten, die sich dort ereignet haben. Obwohl die Burg von einem (nicht allzu zuverlässigen) Wachmann überprüft wird, gelingt es den dreien einzusteigen. Sie erforschen das Gemäuer, doch die Zeit reicht nicht aus, um alles zu erkunden, daher beschließen sie, noch einmal wiederzukommen und dort zu übernachten - ein Abenteuer mit vielen spannenden Momenten und einer guten Portion Gespenstergeschichten.
Doch als Marcus am nächsten Morgen verschläft, nimmt die Geschichte eine andere Wendung. Er bekommt Ärger mit seinem Vater zuhause und flieht zurück in die Burg, wo ihn Emily und Simon wieder aufspüren. Plötzlich wird aus dem Burgspiel Ernst, denn natürlich sucht Marcus' Vater und kurz darauf auch die Polizei nach ihm... Eine handfeste Belagerung, wie aus einer von Marcus' Geschichten, beginnt.

Jonathan Strouds Schreibstil macht Die Eisfestung zu einem leicht zu lesenden Abenteuer. Auch die Idee einer Belagerung in der Jetztzeit ist interessant (Originaltitel: The Last Siege). In der Grundanlage sind auch die Charaktere der Protagonisten in Ordnung, Emily emotional, aber vernünftig, Simon begeisterungsfähig und tatkräftig, wobei Marcus manipulativ und fantasievoll zugleich ist. Dennoch bleiben die drei seltsam flach und entwickeln sich nicht in vollem Potenzial. Allein Emily, aus deren Sicht wir die Geschichte miterleben, zeigt Züge von Reflexion und Weiterentwicklung in ihrem Charakter. Was ich am meisten vermisst habe in Die Eisfestung ist der Humor und Sarkasmus, der Jonathan Strouds andere Bücher durchdringt, sei es die Bartimäus-Reihe oder die Geisterserie um Lockhart & Co. Es ist, als hätte der Autor hier bewusst ernsthaft mit seinem Thema umgehen wollen. Aber untertitelt als Thriller bleibt die Geschichte dann doch ziemlich bodenständig und vorhersehbar, die Spannung gerade im Showdown springt nicht so recht über.

Jonathan Stroud, Die Eisfestung. cbt, München 2009.





Friday, October 06, 2017

Jonathan Stroud - The Empty Grave


With The Empty Grave Jonathan Stroud's amazing series about Lockwood & Co. comes to an end. I really enjoyed all five books and fancy the ghost world and the great characters Stroud created here. But I am also quite happy with this being the finale. So many YA and fantasy series lack good plots and a plan on how to bring the story to a good, suitable and satisfying ending.
After discovering some disturbing new aspect of the Problem in book four, The Creeping Shadow, Lockwood and Co. (now consisting of Lookwood, George, Lucy and Holly plus Flo and Kipps as an addition) is determined to figure out where the growing numbers of ghosts come from and who might be responsible for it. Each of them uses their strengths to add pieces to the puzzle. Also the skull, Lucy's rude but funny ghost companion in a jar since The Whispering Skull (book two), takes on an important part in their final mission. As usual there are some minor ghost hunts and problems to be solved in the beginning- Stroud loves to warm up his audience. The plot develops quickly and the finale has some surprises and a great showdown with lots of action. After that Stroud makes sure to answer remaining questions - not everything is solved or well - but he manages leave the characters in a state of content and hope and maybe even happiness. As for the fate of the skull - this is the one you might fantasize about... next to Lucy he has been my favourite character of the series. Again, I think Jonathan Stroud did a great job with this fifth and final Lockwood book and I am really eager to know what his next project might be.

Jonathan Stroud, The Empty Grave. RHCP Digital 2017.

Saturday, October 01, 2016

Jonathan Stroud - The Creeping Shadow

Lucy Carlyle had left Lockwood & Co. in a hurry at the end of book three of the series (The Hollow Boy). Now she is a freelance agent and with the help of the skull (which we know from The Whispering Skull and who is a ghost in a jar whom Lucy can talk to) and her extraordinary listening skills she is quite successful. But one day Lockwood himself pays a visit and asks her for a help on an important case - and Lucy can't say no. She joins him, George and Holly and it is obvious that they are a great team together. Penelope Fittes, the leader of the giant Fittes Agency, is quite happy about the good results and wants them to join their agency. But Lockwood wouldn't be Lockwood if he didn't sense something suspicious and declines the offer. 
Meanwhile Lucy finds out that some of the sources (the objects that link ghosts to this world) aren't destroyed as they are supposed to but gathered by some powerful collector. Soon she is targeted as a thread and of course she goes looking for help at Lockwood & Co. To escape the situation in London and investigate the somehow involved Rotwell agency they travel to Aldbury Castle, a village that recently experienced an enormous uprising of ghosts and where one suspicious Rotwell institution is located. 
As ususal, the group heads straight into trouble - and discovers some very disturbing new information on the ghost problem. The ending includes another cliff hanger (but not as "bad" as the last one) so there's another book in the series to look forward too. 
I totally enjoyed The Creeping Shadow. Lucy is as strong a narrator and main character as ever, decisive and more confident. Holly's character gets more depth which was necessary, additionally Stroud adds an adult to the group (Kipp) who serves well for some comical remarks and adds another perspective. The plot - although starting slow as usual with some minor ghost hunt - develops logically and takes on momentum quickly. Stroud obviously put some thought into how to explain the ghostly world some more which keeps and even increases the incentive of the series. Well done, Jonathan Stroud! 

Jonathan Stroud, The Creeping Shadow. Disney-Hyperion 2016.

Sunday, November 15, 2015

Jonathan Stroud - The Hollow Boy


In this third book of Jonathan Stroud's series about the small "Psychic Detection Agency" Lockwood & Co" Lockwood, George and Lucy feel a bit left out because they aren't hired to help solving the mystery of the big ghost outbreak that haunts Chelsea. Lockwood, being his formidable self, then forces himself into the investigation while Lucy struggles with her growing talent to communicate with ghosts that puts her repeatedly in danger. And if this hadn't enough potential for a fully packed plot Stroud also throws in a new character. Lockwood hires Holly Monroe to help organize their chaotic office and home although she isn't really of much help in the field. Having a second woman in the team immediately puts Lucy on edge which isn't helpful for keeping her emotions in control.

Although The Hollow Boy takes a few turns in the first that don't seem all that necessary for the main plot Stroud does a good job in showing us the development of Lucy's character. She is way the most interesting of the three and she is a tough heroine for a change, compared to all the lame excuses of female protagonists out there. That's why I'm a bit put off by Stroud's decision to make her that jealous of Holly. Even Lucy as a narrator has to admit that Holly does a good job in organizing their terrible household and does a lot of good for the company but freaks out nonetheless because she feels her relationship to Lockwood threatened. There are so many other important things going on (her ability to hear and feel what the ghosts want and talk to them) so I don't understand why she has to behave that much teenager-like in her crush on Lockwood who repeatedly ignores her and even ignores her abilities. 
Apart from that the book was mostly fast-paced, action-filled and fun to read. (Major cliffhanger there at the end, of course, I hope Stroud is a fast writer.)

 Jonathan Stroud, The Hollow Boy. RHCP Digital 2015.

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Für die Buchchallenge 20/15 habe ich in diesem Buch aus der Kategorie V. Nahrungsmittel das Kaugummi ausgesucht. Das Kauen von Kaugummi gehört nämlich zu einer der Methoden, wie man den bedrückenden Effekt von Geistern mindern kann. Deswegen haben die Agenten immer welches dabei.

Monday, October 06, 2014

Jonathan Stroud - The Whispering Skull


Amazing cover art for a great second book in Jonathan Stroud's new series about Lockwood & Co. The Whispering Skull plays an important role in the agency's new case:
Anthony, Lucy and George are called to Kensal Green cemetary to help with the excavation of Edmund Bickerstaff, a Victorian doctor. Suffice it to say, he wasn't one of the good guys but instead is said to have tried to get into contact with ghosts and the other side. And of course there is more than just a corpse to it and they not only recover his bones in an iron coffin but also a strange object, a bone mirror, apparently a strong source of ghostly energy. 
The story takes up speed when that object gets stolen and the officials at DEPRAC want Lockwood and Co. but also their rivals from the big Fittes Agency to retrieve it. So it's not only a matter of good research and bravery but also a matter of honour to be successful in this case. But there are some obstacles they can't overcome all by themselves...
As to be expected in a second book, we see some character development:
Lockwood himself appears to be invincible at first but shows first signs of opening up towards the end (resulting in a good cliffhanger for book three, by the way).
George (for me the least likable of the three) is unlucky because his strength to get deeply involved with a problem or a mystery becomes a weakness and he is in danger of loosing track and himself.
Lucy's skills to communicate with ghosts/visitors grow and so she is the one in touch with the whispering skull who tries to lure her on the wrong path. But her self-reflection helps her to realise when her emotions get the better of her (especially regarding her relationship with Lockwood) and she resists the skull's attempts to use her for his own interests. 
Stroud's writing style is great - for kids and adult readers alike - giving enough details and having the right balance between fast-paced action and taking time to explain and reflect. He also carries his ideas of a haunted London further, creating new aspects of this fictional reality and introducing and developing some new characters. Well done.   
I totally enjoyed reading it, feeling a bit sorry to finishing it so soon because it means I'll have to wait quite a while until book three. 

Jonathan Stroud, The Whispering Skull. Disney Hyperion, New York 2014.


Sunday, November 10, 2013

Jonathan Stroud - The Screaming Staircase


Ever since reading the first book of the Bartimaeus series I'm a fan of Jonathan Stroud's writing. Even if some of his other, earlier novels (e.g. The Heroes of the Valley) have proven not to be as good as Bartimaeus. It was no question that I'd read his new series Lockwood & Co.
As in Bartimaeus Stroud constructs a new reality based on the real thing. The story is set in London but since some decades now the city and the whole country is haunted. There are ghosts everywhere and apart from being scary they are also quite dangerous, you can die from being "ghost-touched". Stroud does a great job in describing the atmosphere and the rules of this alternative society.
There are bigger and smaller agencies that can be hired to get rid of the unwanted visitors, with iron, silver and rapiers the youn agents (only the young can really see, hear and feel properly) fight the ghosts and destroy their sources - usually an object connected to their untimely death.
The smallest agency is Lockwood & Co. with only three members, all young, no adult supervisors. One night something goes wrong and in defending their lives they burn down their costumer's house. To pay their debt they only have one chance - to conquer one of Britain's most haunted houses and solve the mystery of The Screaming Staircase.
Stroud tells the story through the eyes of the talented young agent Lucy who just joined Lockwood & Co. She isn't fully aware of all her skills, there's more to explore for sure in the books to come.
All three main characters are likable but not perfect, they're young, they make mistakes - which leaves plenty of room for younger readers to identify with them.

The story takes some unexpected turns, Stroud speeds things up, slows them down again, including some cliffhangers when doing a flashback to explain the background story - it's hard to put the book down because you desperately want to know how the story turns out.
I thoroughly enjoyed reading it, I liked the idea of this haunted society, I liked the characters and the plot was mostly well-designed. I'm looking forward to the next book of the series.

Jonathan Stroud, Lockwood & Co. - The Screaming Staircase. RHCP Digital, London 2013.

Saturday, June 22, 2013

Jonathan Stroud - Valley - Tal der Wächter

Valley - Tal der Wächter von Jonathan Stroud beginnt und endet als eine Märchenerzählung für Kinder: "Wenn du versprichst, gut aufzupassen, erzähl ich dir noch einmal von der Schlacht am Troldfelsen."
Das Tal ist bewohnt von zwölf Familien, deren Vorfahren als Helden das Tal gesichert haben vor den Trolden, Unwesen, die nun hinter den Mauern des Tals bleiben müssen. Diese Heldengeschichten sind die eine Erzählebene des Romans, in der anderen wird die Geschichte von Hal Svensson erzählt, einem Nachfahren des Helden Sven. Der glaubt fest an die Helden und die Troldgeschichten und will genauso tapfer sein wie seine Ahne. Wie so oft bei Stroud, ist Hal selbst kein echter Held, kein strahlender Charakter. Vielmehr ist er klein und dunkel gewachsen, zwar intelligent, geht aber mit seinen Streichen und seinem Verhalten seinen Mitmenschen auf die Nerven, er ist schlichtweg unbeliebt und auch unsympathisch. Auch der Leser kann ihn nur schwer ins Herz schließen, den Großteill des Buches habe ich mich daher durchkämpfen müssen, da die Story auch nur sehr langsam in Bewegung kam.
Bei einem Treffen der zwölf Häuser gibt es nach einem Streich von Hal Streit, sein Onkel wird von Hord Hakonsson ermordet. Hal zieht aus, dessenTod zu rächen und erlebt erste Abenteuer, merkt aber auch, dass Heldentum nicht ganz so einfach ist. Seine wahre Stärke und Mut kann er erst beweisen, als Hord Hals Familie und Haus bedroht und dabei kommt Hal auch einem großen Geheimnis der Helden auf die Schliche.
Wirklich spannend war nur das letzte Viertel des Romans, ich war mehrfach kurz davor, das Buch aufzugeben. Ich bin froh, dass Stroud am Ende doch noch die Kurve bekommen hat, da ich den Autor seit seiner Bartimäus-Trilogie sehr schätze. Der Protagonist ist gut konstruiert, aber der Plot ist streckenweise zäh und krankt auch an den zunächst sehr unsympathischen Entscheidungen Hals, die dieser aber wohl durchmachen muss, um daran zu wachsen.
Eine Leseempfehlung würde ich definitiv nicht aussprechen.

Jonathan Stroud, Valley - Tal der Wächter. cbj, München 2009.


Wednesday, November 21, 2012

Jonathan Stroud - Bartimäus - Das Auge des Golem

Jonathan Strouds zynisch-sympathischer Dämon Bartimäus war als Audiobook beim ersten Band nur ein eingeschränktes Vergnügen, da Martin Semmelrogge keine gute Wahl als Sprecher war. Gerd Köster setzt die Stimmen von Nathaniel, Bartimäus und Kitty weitaus differenzierter um. Zwar gefällt mir die oft kindliche-schrille Einfärbung seiner Stimme nicht immer, aber das Zuhören machte durchaus Freude, zumal es nun schon länger her ist (2007), dass ich die englischen Romane gelesen habe, so dass die Geschichte auch Spannung brachte, da einige der Details nicht mehr präsent waren.
 
Jonathan Stroud, Bartimäus - Das Auge des Golem. Random House Audio 2005.

Saturday, July 07, 2012

Bartimäus - Graphic Novel


Die Trilogie um Bartimäus, Nathanael und Kitty von Jonathan Stroud gehört zu meinen Fantasyfavoriten der letzten Jahre. Jetzt hat Lee Sullivan den ersten Band, Das Amulett von Samarkand, als Comic, genauer und besser als graphic novel, umgesetzt. Ich war zunächst skeptisch, ob sich die Story und vor allem der zynische Humor in dieser Form gut umsetzen lassen würden, doch Sullivan ist ein prächtiges Buch gelungen. Die Bilder sind ansprechend und mit vielen Details gezeichnet, die Story wird trotz ihrer Komplexität gut transportiert, wenngleich sicher einige Feinheiten ausgelassen werden mussten. Die Erzählebenen von Bartimäus und Nathanael werden beibehalten, leider mussten natürlich die sehr witzigen Fußnoten des Romans dran glauben, diese wären sicher durch ihre Textlänge unpassend gewesen. Der Comic ist in sich stimmig und macht Spaß.

Jonathan Stroud, Bartimäus - Das Amulett von Samarkand. Mit Illustrationen von Lee Sullivan. cbj, München 2011.

Tuesday, March 22, 2011

Jonathan Stroud: Bartimaeus - The Ring of Solomon


I thoroughly enjoyed Jonathan Stroud's Trilogy about Bartimaeus, an astonishing spirit, conjured by demoniac magicians to do their bidding. Bartimaeus gets caught in the humans world and involved in their affairs although always longing to return to the Other Place where spirits live. He never gets tired of telling his listeners/readers what a great and ancient spirit he is and what great things he's done. Never lacking a bit of self-irony in all the bragging.
The Ring of Salomon takes us back in time and to Jerusalem where with the help of a magical ring King Salomon reigns over profane humans, magicians and spirits alike. The ring gives its owner nearly absolute power because it enslaves the most powerful magical being.
When in Salomon's name the Queen of Sheba is blackmailed into paying tribute she sends an assassin girl - Asmira - to stop him, kill him and get the ring. A hopeless task - but it isn't if Bartimaeus is around. He - as usual - gets caught in the middle of trouble and - as usual - saves the day. But how ... I won't tell.
First I had difficulties to re-enter Bartimaeus' world and style - maybe it was the ancient setting, maybe it was because events started slowly. Nevertheless, Bartimaeus is a great character, fun to be with and altogether an enjoyable read including laughter and the right tension.

Jonathan Stroud, Bartimaeus - The Ring of Salomon. Randomhouse, London 2010.

Friday, February 19, 2010

Bartimäus revisited

Es ist schon ein bisschen her, dass ich Jonathan Strouds Bartimäus-Trilogie gelesen habe. Als mir jetzt das Hörbuch in die Finger fiel, freute ich mich also auf das Wiedersehen. Die Story und die Charaktere begeistern mich immer noch (auch wenn einige der Kürzungen nicht so prima sind), doch Martin Semmelrogge war keine gute Wahl als Sprecher. Zwar setzt er nach einer Weile Bartimäus in seiner leichten Hinterhältigkeit und Hintersinnigkeit gut um, aber gerade die ersten zwei CDs waren eher holprig und teilweise sinnentfremdend gelesen. Der Satzfluss wollte nicht so recht in Schwung kommen und es gibt so einige Fehlbetonungen, bei denen man unfreiwillig unangenehm aufhorcht. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Verlag für Band 2 und 3 dann Gerd Köster lesen ließ?!
Besser lesen als hören!
Jonathan Stroud, Bartimäus - Das Amulett von Samarkand. cbj audio 2004.

Sunday, September 21, 2008

Jonathan Stroud - Drachenglut - Buried Fire


Nachdem ich mich die Bartimäus-Triologie von Jonathan Stroud mit Begeisterung gelesen hatte, war ich neugierig auf seine anderen Geschichte und las nun Drachenglut.
In der Geschichte geht es um einen in der Erde gefesselten Drachen, der einige Menschen aus dem naheliegenden Dorf verändert und ihnen besondere Fähigkeiten zukommen lässt. Diese sind aber eingeschränkt und haben "Nebenwirkungen" - die Betroffenen streben daher danach, den Drachen zu befreien und bedenken dabei nicht die möglichen Gefahren für alle anderen.
Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Brüder, die beide vom Drachen verändert werden, aber unterschiedlich darauf reagieren - ein typischer Gut-Böse-Konflikt. Wer gewinnt, kann man sich denken.
Stroud hatte interessante Ideen und entwickelt die Story ordentlich, es wird spannender und man will doch wissen, wie es gelingen kann, das Ganze aufzuhalten, wenn die Drachennachfolger doch so viel mächtiger sind.
Vielleicht lag es daran, dass ich Drachenglut auf deutsch gelesen habe, aber den Sprachwitz und der Zynismus, der mich bei Bartimäus so begeisterte, kann ich bei diesem Buch nicht so recht finden.
Es war ein nettes Buch, keine Frage, aber kein Volltreffer.
Jonathan Stroud, Drachenglut. Aufbau, Berlin 2008.

Friday, March 30, 2007

Jonathan Stroud: Bartimaeus

Spätestens nach den ersten Harry Potter-Bänden war Kinder- und Jugendliteratur, genauer gesagt Kinder- und Jugendfantasy plötzlich in. (Genereller gesprochen war Lesen als solches plötzlich wieder in - etwas, für das man Harry bzw. Mrs Rowling dankbar sein muss!) Einige der neuen Jugendbücher waren vielleicht nur ein Abklatsch, aber einiges war wunderbar und teilweise herrlich zynisch und machte sich mit zwinkerndem Auge auch ein wenig über die klar strukturierte Gut&Böse-Magie in Hogwarts lustig. Ich denke da zum Beispiel an die wunderbaren Geschichten eines Lemony Snicket, huh... Aber über "Unfortunate Events" will ich hier heute nichts erzählen, auch wenn Bartimaeus sicherlich einige seiner Erlebnisse in Jonathan Strouds Trilogie seines Lebens auch als unerfreulich bezeichnen würde.
Magier, deren Magie eigentlich nur Handwerk ist, Dämonen/Geister, die versklavt werden, um den Magiern ihre Macht zu erhalten, und eine unterdrückte Mehrheit von Bürgern (wobei das Wort "commoners" irgendwie besser passt), die den Machtspielchen der Magier nahezu hilflos ausgeliefert sind. Das sind die drei Komponenten der Trilogie, die von den drei Hauptcharakteren Nathaniel, Bartimaeus und Kitty vertreten werden. Drei Erzählperspektiven - drei Sichtweisen auf das Geschehen. Das Geschehen - nun, zuviel will ich eigentlich nicht verraten: Magische Objekte, Feinde der Regierung, Widerstand und Revolution, aber auch die persönliche Verstrickung dreier höchst interessanter Charaktere, die sich zunächst völlig konträr und unvereinbar einander gegenüber stehen. Am glorreichsten aber die Sprache der Bücher, die es (zumindest auf Englisch, eine deutsche Übersetzung habe ich noch nicht in der Hand gehabt) zum puren Lesevergnügen macht. Allen voran natürlich Bartimaeus, so zynisch, so bissig und witzig... Alles in allem eine wirklich perfekte Mischung aus Sprachvergnügen, spannender Story und nachdenklichen Momenten.

Wer "Samarkand" sagt, wird hin zum "Ptolomy's Gate" nicht aufzuhalten sein.










Eine Kostprobe zu Bartimaeus Witz kann man auf der Website des Autors finden, nämlich in "Bartimaeus' Journal". Außerdem gibt es auch ein Forum zur Trilogie, in dem der Autor von Zeit zu Zeit Fragen beantwortet.