Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der Beteiligten und auf mehreren Zeitebenen, um den Lebensweg des Elefanten darzustellen. Die Beschreibungen dieses kleinen Tieres sind sehr liebevoll und niedlich, so dass man auch als Leser:in von dem Elefanten verzaubert wird. Durch ihre Beschäftigung mit dem Tier reflektieren die Schoch, die Tierärztin und auch Kaung ihre eigene Lebenssituation, treffen Entscheidungen und wachsen dadurch. Einige Szenen sind gewollt ironisch-komisch, andere ein wenig kitschig, vor allem am Ende. Die dargestellten Problematiken (Gentechnik, Alkoholismus, ...) gehen nicht so sehr in die Tiefe, dafür ist Elefant von Martin Suter aber durchweg unterhaltsam, auch durch die sehr gute Lesung von Gert Heidenreich.
Friday, October 17, 2025
Martin Suter - Elefant
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der Beteiligten und auf mehreren Zeitebenen, um den Lebensweg des Elefanten darzustellen. Die Beschreibungen dieses kleinen Tieres sind sehr liebevoll und niedlich, so dass man auch als Leser:in von dem Elefanten verzaubert wird. Durch ihre Beschäftigung mit dem Tier reflektieren die Schoch, die Tierärztin und auch Kaung ihre eigene Lebenssituation, treffen Entscheidungen und wachsen dadurch. Einige Szenen sind gewollt ironisch-komisch, andere ein wenig kitschig, vor allem am Ende. Die dargestellten Problematiken (Gentechnik, Alkoholismus, ...) gehen nicht so sehr in die Tiefe, dafür ist Elefant von Martin Suter aber durchweg unterhaltsam, auch durch die sehr gute Lesung von Gert Heidenreich.
Sunday, January 12, 2025
Sarah Pearse - Das Sanatorium
Ich höre jetzt auf und ende mit meiner Empfehlung: Auf gar keinen Fall lesen!
Sarah Pearse, Das Sanatorium. Der Hörverlag 2020.
Sunday, September 18, 2022
H.D. Walden - Ein Stadtmensch im Wald
Es ist ein kurzes Buch mit schönen Illustrationen von Elisa Rodriguez Scasso mit einigen unterhaltsamen Passagen, allerdings hat es mich an keiner Stelle völlig begeistern können, dafür war noch zu wenig Wald und zu viel Vermenschlichung der Tiere darin für meinen Geschmack, wenngleich ich den Gedanken, dass das Verbleiben in der Natur schließlich zu einer anderen Wahrnehmung von Zeit und dem, was wichtig ist, führt, bestechend finde.
H.D. Walden, Ein Stadtmensch im Wald. Galliani, Berlin 2021.
Wednesday, October 13, 2021
Gottfried Keller - Kleider machen Leute
Aus verschiedenen Gründen unterlässt er es immer wieder, das Missverständnis aufzuklären und fügt sich in die Rolle, die ihm zunehmend gefällt. Dramatisch wird es, als er sich in die Tochter des Amtsrates verliebt und sie sich verloben. Sein Konkurrent findet heraus, wer er wirklich ist, und stellt ihn auf seiner Verlobungsfeier bloß. Doch der Skandal führt nicht zum gewünschten Erfolg, denn seine Verlobte gibt Wenzel nicht auf und heiratet ihn dennoch. Mit ihrer Hilfe baut er sich eine erfolgreiche Existenz als Schneider auf.
Ich glaube nicht, dass ich Gottfried Kellers Klassiker zuvor gelesen hatte, wenngleich der Inhalt natürlich bekannt ist. Es war relativ kurzweilig anzuhören in der Audiobook-Fassung. Der Wikipedia-Artikel liefert noch einige interessante Bezüge... Eine Klassiker-Leselücke geschlossen.
Wednesday, April 14, 2021
Johanna Spyri - Heidis Lehr- und Wanderjahre
Das Setting zu Beginn ist tragisch: Die achtjährige Heidi hat beide Eltern verloren, wurde erst von der Großmutter, dann von der Tante aufgezogen. Letztere gibt sie aber kurzerhand wegen eines guten Jobangebots bei dem grantigen Großvater väterlicherseits in den Schweizer Bergen ab. Der ist zwar wortkarg und sozial isoliert, aber dennoch dem Kind zugetan, weil es sich auch sehr angepasst und freundlich verhält. Und durch seine freundliche Art schafft es "das Heidi" leicht, auch zu den wenigen anderen Menschen, die es in der Einsamkeit der Alm gibt, freundschaftlichen Kontakt herzustellen - und zwingt damit den Großvater zumindest nicht mehr gar so unfreundlich zu sein.
Dann schlägt das Schicksal noch einmal zu, wieder in Form der etwas herzlosen Tante, die es eine gute Idee findet, Heidi nach Frankfurt zu verpflanzen, um dort einer gelähmten Tochter aus reichem Hause Gesellschaft zu leisten. Gesellschaftlich sicher ein Aufstieg, aber Heidi leidet dermaßen an Heimweh, dass sie wortwörtlich beinahe umkommt. Kurz lernt sie noch lesen und ein bisschen mehr von der Welt kennen, dann hat der Hausherr Erbarmen und lässt sie zum Großvater zurückschicken.
Mit einer aus heutiger Sicht gewissen Portion Kitsch und überzogener Selbstlosigkeit und Nächstenliebe verteilt Heidi zuhause ihre überbordende Zuneigung und Geschenke und bringt damit allen Freude und schließlich sogar den Großvater dazu, sein Herz zu öffnen. Die Geschichte vom verlorenen Sohn, die Heidi aus dem aus Frankfurt mitgebrachten Buch vorliest, lässt den Großvater wieder den Weg in die Kirche und zu den Menschen zurückfinden. Dieser letzte Teil ist rührselig, rundet aber dennoch die Geschichte ab, indem der von Heidi geliebte Großvater auch bei den anderen Bewohnern Anerkennung findet, nicht zuletzt dafür, dass er das Kind aufgenommen und fürsorglich aufgezogen hat.
Natürlich ist Heidi ein Charakter, der aus heutiger Sicht zu gut ist, um wahr zu sein. Die geschilderte Idylle in den Alpen ist eher phantastischer Sehnsuchtsort als echter Lebensraum, die Bekehrung des Großvaters ein moralischer Wunschtraum. Aber auch dafür lesen wir, für die Auszeiten an beschaulischen Orten, wo die Welt und die Menschen im Einklang miteinander sind und alles am Ende gut wird.
Tuesday, June 02, 2020
Alex Capus - Königskinder
Alex Capus' Königskinder ist eine doppelte Liebesgeschichte. Max und Tina schneien auf einem Alpenpass ein und anstatt sich wie sonst immer andauernd zu streiten, erzählt Max Tina die Geschichte von Jakob und Marie. Die Geschichte nimmt ihren Anfang genau an eben diesem Alpenpass, der arme Kuhhirte aus dem Greyerzerland verliebt sich in Marie, die Tochter des reichen Bauern, der ihre Verbindung zu verhindern sucht. So wird Jakob erst Söldner und kommt dann an den (Bauern-) Hof des dem Untergang geweihten Ludwig XVI. Erst über diesen Umweg können die zwei Liebenden sich zusammentun, während auf dem Pass wieder die Sonne aufgeht und die Schneefräse Max und Tina befreit.Es ist ein großer Spaß, wie Capus sprachlich den Bogen zwischen heute und damals schlägt, seine Erzähler Max gegenüber der kritischen Tina die Schwachstellen der Geschichte - aus heutiger Sicht - verteidigen lässt und gleichzeitig der Liebe in ihrer Schlichtheit - sie ist einfach - heute wie damals Raum gibt.
Alex Capus, Königskinder. Hanser, München 2018.
Thursday, December 12, 2019
Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon
Der 2004 erschienene Roman Nachtzug nach Lissabon des Schweizer Autors Pascal Mercier (eigentlich Peter Bieri) war vor allem in Deutschland ein großer Erfolg und wurde bislang in 32 Sprachen übersetzt.Der Roman erzählt die Geschichte von Raimund Gregorius, einem 57 Jahre alten Lehrer für alte Sprachen an einem Berner Gymnasium. Nach seiner Scheidung lebt er allein und mehr in seinen Büchern als in der realen Welt. Sein Zusammenstoß mit einer jungen Portugiesin, die in Bern auf einer Brücke steht und in den Tod springen will, reißt ihn aus den gewohnten Bahnen. In einem Antiquariat stößt er schicksalhaft auf ein portugiesisches Buch von Amadeu Inácio de Almeida Prado. Dessen Worte treffen ihn in der Seele und so macht er sich Hals über Kopf auf nach Lissabon, wo er sich auf die Spuren des Autors macht. Die Suche endet auch dann nicht, als er feststellen muss, dass Prado schon seit 30 Jahren tot ist. Er dringt tiefer in die Geschichte dieses Mannes und der ihn umgebenden Menschen vor, erfährt von der düsteren Seite der portugiesischen Historie ("Estado Novo") und lernt nebenbei Menschen kennen, die ihn dazu bringen, seine Sicht auf sich und die Welt zu ändern.
Nachtzug nach Lissabon ist keine leichte Belletristik, sondern ist gespickt mit philosophischen Überlegungen, die seinen Hauptfiguren in Geist, Herz und Mund gelegt werden. Die Geschichte, in die diese Dinge eingebettet werden, ist durchaus interessant, aber nicht immer spannend. Beim Audiobook ergibt sich dabei das Problem, dass mit größerer Konzentration gehört werden muss als bei einem beliebigen Thriller oder Unterhaltungsroman, da man sonst Zusammenhängen und Gedankengängen nicht mehr folgen kann. Die Stimme von Walter Kreye passt hingegen hervorragend zur Figur des Greorius, was das Hören wiederum lohnenswert macht.
Insgesamt finde ich den Roman dennoch sperrig, schwer verdaulich sozusagen, und, obwohl sprachlich geschliffen, hat er mich nicht allzu sehr in seinen Bann ziehen können.
Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon. Hörbuch Hamburg 2007.
Thursday, June 06, 2019
Postcrossing - still great
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| A great ocean-related art card: Vincent Van Gogh: The Sea at Les Saintes-Maries-de-la-Mer (1888) sent by Nicole from the Netherlands |
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| Inger Nilsson as Pippi Longstocking by Astrid Lindgren (1969) sent by Claudia from Switzerland |
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| A cute illustration card: "Peekamew" by Alicia Souza sent by Clare from the UK |
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| first lighthouse card, sent by Lee from the USA |
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| second lighthouse card, Quimper lighthouse, sent by Christelle from Brittany, France |
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| Amazing black and white card: Robert Doisneau; "La Sonnette", Paris 1934 sent by Tonia, an artist herself, from Paris, France |
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| Moominmama (Tove Jansson) sent by Raili from Espoo, Finland |
Thursday, December 14, 2017
Eveline Hasler - Engel im zweiten Lehrjahr
Eleusius reist nach New York und macht einigen Unfug (aus Himmelsperspektive), betrachtet dabei aber alle Menschen, denen er begegnet, mit helfendem Blick und erschafft so manches kleine und mittlere Weihnachtswunder.
Es ist eine heitere Geschichte, die naiv-humorvoll von menschengleichen Engeln erzählt und dennoch die Weihnachtsbotschaft in ihrer Schlichtheit zu vermitteln weiß.
Phasenweise gleitet die Geschichte ins Slapstickartige und Klischeehafte ab, was die Weihnachtsstimmung etwas konterkariert. Nett erzählt, aber doch nicht mehr.
Eveline Hasler, Engel im zweiten Lehrjahr. Steinbach sprechende Bücher 2009.
Sunday, September 03, 2017
Martin Suter - Allmen und die Libellen
Suter entwirft mit Allmen einen extravaganten Charakter, einen sehr andersartigen Ermittler, dem er mit Carlos ganz klassisch einen Alleskönner als Helfer und Assistenten an die Seite stellt. Allmen und die Libellen beginnt langsam und das Erzähltempo steigert sich kontinuierlich, bis sich am Ende Allmens und Carlos Schlauheit auszahlt - wenn auch nur auf begrenzte Zeit, denn Allmen kennt kein Maß und kein Witschaften, sondern gibt sich hemmungslos seinen Vergnügungen hin. Besonders deswegen ist er für mich kein sympathischer Protagonist, sondern eher ein Antiheld. Kriminell, selbstsüchtig, manipulativ. Der Fall selbst ist elegant entwickelt und schlau aufgelöst, dennoch habe ich zunächst keinen Wunsch, mehr Zeit mit Allmen zu verbringen.
Martin Suter, Allmen und die Libellen. Zeit-Krimi-Edition 2014.
Sunday, February 12, 2017
Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker

Friedrich Dürrenmatt veröffentliche seinen Kriminalroman Der Richter und sein Henker 1950/51 in acht Folgen in einer schweizer Wochenzeitung.
Kommissar Bärlach ermittelt im Fall der Ermordung seines besten Mitarbeiter Schmied. Da er selbst krank ist, übergibt er vieles an den Kriminalbeamten Tschanz. In Verdacht steht Gastmann, jedoch soll gegen diesen eigentlich nicht ermittelt werden, weil Gastmann wichtige politische Kontakte hat. Es stellt sich außerdem heraus, dass Bärlach und Gastmann sich nicht nur kennen, sondern dass sie eine jahrzehntelange Fehde verbindet. Bisher konnte Gastmann immer triumphieren und kam mit seinen Verbrechen davon.
Doch diesmal ist Bärlach schlauer und trickst ihn mit Hilfe von Tschanz, den er ihm als "Henker" auf den Hals hetzt, mit einem Verbrechen aus, dass Gastmann gar nicht begangen hat. Bärlach gewinnt scheinbar auf allen Ebenen, denn er entlarvt zugleich auch den echten Mörder von Schmied - dieser richtet sich am Ende selbst.
Das Genre des Kriminalromans hat Dürrenmatt mehrfach beschäftigt - in Die Physiker kommt der Kommissar moralisch und fachlich an seine Grenzen und scheitert kläglich an seiner Aufgabe, das Verbrechen aufzuklären. Hier spielt sich Bärlach - wie im Titel verankert wird - als Richter auf , eine echte Ermittlung findet nicht statt, da Bärlach von Beginn an weiß, wer der Mörder ist. Zwar konnte er seinen Gegenspieler Gastmann nie auf legalem Wege überführen, aber schafft er es in dem Moment, als er zu unrechten Methoden greift. Ein solcher Handlungsaufbau widerspricht dem klassischen Krimigenre und stiehlt dem Krimileser auch das übliche Vergnügen der Spannung, des Mitratens und der moralischen Befriedrigung, dass Unrecht gerecht bestraft wird.
Literarisch betrachtet und in Bezug auf das Genre Kriminalroman ist Der Richter und sein Henker sicherlich interessant, Spannung kommt dagegen weniger auf, zum Glück ist der Roman auch nicht sehr lang.
Friedrich Dürrenmatt, Der Richter und sein Henker. Süddeutsche Zeitung Bibliothek, München 2004.
Wednesday, December 23, 2015
Lisa Tetzner - Die schwarzen Brüder
Lisa Tetzner (1894-1963) ist eine deutsche Exilliteratin, die sowohl mit Hermann Hesse und Bert Brecht bekannt war. Sie war verheiratet mit Kurt Held (Autor von Die rote Zora). Die Nationalsozialisten zwingen sie zur Flucht in die Schweiz. Nach dem zweiten Weltkrieg förderte sie phantastische Kinderliteratur (u.a. Astrid Lindgren) und übersetzte C. S. Lewis' erstes Narnia-Buch.
Die Schwarzen Brüder (erstmals erschienen 1941 und eigentlich von Tetzner und Held gemeinsam verfasst) handelt von einem Jungen namens Georgio aus dem Schweizer Tessin. Seine Eltern müssen ihn wegen existentieller Nöte an einen Menschenhändler verkaufen, der ihn nach Mailand bringt, wo er wie viele andere Jungen aus seiner Region als Kaminkehrerjunge arbeiten muss.
Anschaulich wird die Not der Jungen beschrieben, die nicht nur die körperlich harte und gesundheitsschädigende Arbeit, sondern auch schlechte Behandlung, Ernährung und Unterbringung durch ihre Meister ertragen müssen. Sie schließen sich zu einer Bande, den Schwarzen Brüdern, zusammen und können in der Gemeinschaft besser überleben, da sie sich gegenseitig unterstützen. Eine wirkliche Wende tritt aber erst ein, als ein tessinischer Arzt per Zufall auf Georgio trifft und sich des Jungen annimmt. Durch diese Begegnung schöpfen die Jungen Hoffnung und fassen Mut zur Flucht.
Es ist eine anrührende Geschichte basierend auf historischen Fakten mit einem vielleicht etwas moralisch zu integrem Protagonisten, auch der Bandenzusammenhalt und der Ehrbegriff der Jungen wirkt etwas idealisiert, aber nicht bis zur Unglaubhaftigkeit.
Dietmar Bär liest gewohnt exzellent und verleiht diesem Kinderbuchklassiker und den Schwarzen Brüdern eine sonore Stimme.
Lisa Tetzner, Die schwarzen Brüder. Sauerländer Audio 2014.
Friday, October 09, 2015
Gone
The artist is Nives Widauer (born 1965 in Basel, Switzerland) and, as Sabine told me, this work is a projection on an antique tapestry. It is called Gone and was created in 2011.
Friday, April 17, 2015
Postcrossing - cards, cards, cards!
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Alphonse Mucha "Moravian Teachers' Choir", Prague 1911,
sent from Florida, USA |
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| James Island, Washington Coast, USA |
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| water card sent from Finland |
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| another card from Finland, sent by a couple |
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| lovely B&W + red card - it took some detours apparently and travelled 106 days from Switzerland |
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| Uladzimir Prakaptsou "Early May Morning", 1996-2012, sent from Belarus |
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| sent from China - no idea, what the text is about! |
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| Winnie-the-Pooh from a Russian cartoon series |
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| cute Easter card from the Netherlands |
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| Slovakian card showing a part of a bridge over the Danube in Bratislava |
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| Chicago skyline, USA |
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| sepia B&W sent from Belarus |
Friday, October 03, 2014
This week's cards
A card from Katryna in Lithuania showing the waves of the Baltic Sea. It made me feel sentimental because I'm not going to visit "my" Baltic Sea on Lolland, DK this year.

Beautiful green card sent by Germaine from the Netherlands. I love the combination of green and water reflections.
This one is a selfmade photo card by Lysette, also from the Netherlands. She loves London and took this picture at Abbey Road. "Here comes the sun!"
Little Red Riding Hood - very nice watercolour illustration by Margret von Borstel. The card arrived from Switzerland and was sent by Beryll.
Sunday, October 28, 2012
Andrea Fazioli - Am Grund des Sees
Elia Contini ist Privatdetektiv und lebt zurückgezogen in den Bergen. Ganz in der Nähe gibt es einen Staudamm, der entstand, als er ein kleiner Junge war. Sein Elternhaus liegt auf dem Grund des Sees und seitdem ist auch sein Vater verschwunden. Nun soll der Staudamm erweitert werden und plötzlich werden der Bürgermeister und der planende Ingenieur ermordet. Contini beginnt Fragen zu stellen und wird damit selbst zum Verdächtigen...
Die Grundidee des Romans, das Setting und die Charaktere bieten durchaus Möglichkeiten für eine spannende Geschichte. Fazioli jedoch enthüllt Großteile seiner Geschichte völlig beiläufig, es ist bereits ab dem ersten Drittel klar, was geschehen ist und geschehen wird. Eine echte Wendung gibt es nicht, auch der Showdown ist trotz Schneesturm und Schusswaffen sehr vorhersehbar.
Die eigentlich Frage, was mit dem Vater damals geschah, wird lapidar "heruntererzählt" von einer Augenzeugin in Briefform. Mit der Wiedergabe von Briefen, E-Mails und SMS versucht Fazioli mehrmals im Roman, seine Erzählform aufzulockern, auf mich wirkte dies aber eher wie eine Aneinanderreihung von Informationen, mit denen die Story vorangetrieben werden sollte. Insgesamt eher ein enttäuschender Roman trotz der guten Idee und des ungewöhnlichen Tessiner Schauplatzes.
Andrea Fazioli, Am Grund des Sees. btb Verlag, München 2009.
Saturday, July 23, 2005
Sein Name war Gantenbein... oder Enderlin... oder Frisch... oder... oder...
Habe ich dieses Buch gern gelesen? Ich glaube nicht.
Bin ich froh dieses Buch gelesen zu haben? Nun ja, ein Roman mehr von einem der großen Nachkriegsautoren, ein Aspekt mehr zu Frisch nach Biedermann, Homo Faber und den Andorranern. Am Ende denkt sich der Protagonist wieder mal auf ein Schiff, lechzt einer viel zu jungen Frau hinterher, die Lila heißt und irgendwie erfunden oder auch nicht ist und am Ende Pingpong spielt wie die Tochter des Homo Faber.
Ich glaube, ich habe doch gern auch ei
ne verlässliche Handlung in einem Roman. Sie darf gern auch langsam voranschreiten und vielleicht auch lächerlich sein, aber diese quasi erfundenen und immer wieder revidierten und neu zusammengesetzten, geträumten Handlungen eines wie auch immer zu benennenden Protagonisten. Man kann noch nicht mal sagen, wer das aller erzählt! Man wird selbst leicht schizophren beim Lesen, möchte man sagen, stimmt natürlich auch nicht, aber man könnte sich vorstellen, dass es so sei. Oder auch nicht. Mein Name sei Lila. Oder auch nicht. Oder?Max Frisch „Mein Name sei Gantenbein“. Süddeutsche Zeitung Bibliothek 2004, Band 32.
































