Playground - leben oder sterben handelt von Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee. Bei einem Kriegseinsatz wird sie schwer verwundet und hat eine Todeserfahrung, bevor sie schließlich wiederbelebt werden kann. In der kurzen Zeit, in der sie quasi tot ist, findet sie sich in einer bizarren Parallelwelt wieder, die am ehesten einer chinesischen Hafenstadt ähnelt. Dort stehen Schiffe zur Abfahrt bereit, die sie jedoch nicht besteigen will, denn sie kehrt zurück.
Ich hätte kein Problem, mich auf so eine Geschichte einzulassen, aber die Umsetzung erfolgt auf eine denkbar anstrengende Weise. Natürlich soll eine (alb-) traumartige Todeswelt dargestellt werden, aber das Autorenduo scheint besonders viel Freude daran gehabt zu haben, alle möglichen Skurrilitäten, Belanglosigkeiten und abstoßende Situationen zu erdenken, so dass seitenlange Schilderungen von Dingen entstehen, von denen fast nichts handlungsrelevant ist. Man sehnt sich zurück in die Realität (okay, vielleicht gewollt, denn diese Zwischenwelt ist nichts, wo man auch nur als Leser:in bleiben möchte) und nach ein bisschen realistischem Plot. Den habe ich nach etwa 40% des Buches leider kaum finden können und daher das Weiterlesen äußerst effektiv vermieden. Ich gebe auf, kein Buch für mich - ich weiß aber auch nicht, wer Freude an diesen Schilderungen finden könnte.
Lars Kepler, Playground - leben oder sterben. Piper 2016.

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