Saturday, November 06, 2010

Selig: Von Ewigkeit zu Ewigkeit


Neues Album. Selig. Schön.  

[...] Gäb es mehr als dieses Leben, ich würde ewig mit dir gehen,
jeden Tag mir dir verwegen jeden Augenblick zu sehen 
Gäb es mehr als dieses Leben, ich wär zutiefst dazu bereit
dich bis zum Ende mitzunehmen von Ewigkeit zu Ewigkeit

Glaubst du an Morgen und die losgelassene Zeit
an die Farbe der Fügung und das was uns bleibt
an das Land in deinen Augen und das Meer in deiner Gesten
für ein Leben in Frieden diesen Weg zu gehen
Dies würd ich dir gern sagen, doch ich weiß nicht, ob ich’s kann 
mein Herz ist schwer seit Tagen und es fühlt sich komisch an

Video: Von Ewigkeit zu Ewigkeit
...und am 8. Dezember live in Bielefeld! :)


Friday, November 05, 2010

Wo bist du?

Singen kann er auch noch...!

Die Nacht hat den Tag langsam umgebracht
und alle Katzen grau gemacht
ich kühle am Fenster mein Gesicht
Wo bist du? Warum kommst du nicht?

Eine Fliege ertrinkt in meinem Wein
es ist totenstill, ich hör sie Hilfe schrein
ich seh ihr zu und ich sehe mich
Wo bist du, warum kommst du nicht?

Babe, Babe, wenn du kommst brennt in der Minibar noch Licht
da steht ein Bittermandel-Shake
den überlebst du nicht, den überlebst du nicht

Die Nacht hat den Tag langsam umgebracht
alle Kater so heiß gemacht
ich heule, ich heule und hasse dich
Wo bist du? Warum kommst du nicht?

Jan Josef Liefers (und Ina Müller) frei nach einem Song der DDR-Band Silly

Fried-liche Mauer


Status Quo
zur Zeit der Wettrüstens

Wer will
daß die Welt
so bleibt
wie sie ist
der will nicht
daß sie bleibt

aus: Erich Fried, Lebensschatten. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1981.
Foto: I. Janzen, Berlin EastSideGallery, September 2010

In the arms of the angel



In the arms of the Angel
Far away from here
From this dark, cold hotel room,
And the endlessness that you fear
You are pulled from the wreckage of your silent revelrie
You're in the arms of the Angel;
may you find some comfort here.

Sarah McLachlan, "Angel" from Surfacing (1997), song also used in the film City of Angels (1998)
picture by Renate Otto, Engel - on a postcrossing card by Esther, arrived on 5th November, 2010

Monday, November 01, 2010

Carsten Jensen: Wir Ertrunkenen


Seeleute und Schriftsteller haben etwas gemeinsam:
Sie träumen davon überall hin zu reisen,
der Seemann mit seinem Schiff,
der Autor mit seinen Worten.
So der dänische Autor Carsten Jensen im Nachwort zu seinem 800 Seiten starken Roman Wir Ertrunkenen. Ich würde nun auch den Leser mit ins Boot nehmen und sagen, auch dieser träumt und reist mit den Worten des Schriftstellers durch die Welt.
Die Zeit schrieb von einem "gewaltigen Buch" und laut Klappentext ist auch Hakan Nesser ganz begeistert. All diese Superlative haben schon ihre Berechtigung, das Buch ist wirklich außergewöhnlich. 800 Seiten sind schon lang, aber es wird nie langweilig.
Basierend auf der Geschichte seines Geburtsortes Marstal (gelegen auf der winzigen dänischen Insel Ærø, südlich von Fünen) entwickelt Jensen ein Epos über die Seefahrtsgeschichte. Gebunden an die Perpektiven verschiedener Erzähler und Protagonisten umfasst die Erzählung den Zeitraum vom deutsch-dänischen Krieg im Jahr 1848 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Wir reisen dabei nicht nur durch die dänischen Inselwelt oder die Ostsee, sondern bereisen alle Ozeane, wir segeln, wir steigen auf Dampfschiffe um und erleiden schließlich die schlimmsten und dunkelsten Seiten des Seekrieges. Dabei wechseln sich Unglaubliches und Realistisches ab, die Charaktere sind dadurch zugleich überzeugend und faszinierend. Die Mischung aus historischem Geschehen und Einzelschicksalen der Marstaler geht auf.
Auch sprachlich funktioniert das Buch, sieht man von der Notwendigkeit ab, sich mit dem vielen seemännischen Fachvokabular auseinanderzusetzen. Die Übersetzung von Ulrich Sonnenberg liest sich angenehm.
Ich kann sagen, ich habe einiges gelernt durch dieses Buch: In erster Linie natürlich über die Seefahrt - und aus dieser Perspektive heraus auch einiges Neues über die Geschichte, die dänische natürlich, aber auch die Weltgeschichte. Aber der Roman lässt auch darüber nachdenken, was einen Menschen zum Menschen macht, wie sehr er davon abhängt, in einer Gemeinschaft zu sein und wie prägend diese sein kann. Dies mag nicht unbedingt die Hauptintention des Autors gewesen sein, über die erfährt man mehr in seinem Nachwort (siehe Zitat oben) bzw. in einem Online-Interview.
Ich finde, es ist ein spannendes, vielschichtiges - ein gutes Buch mit einem sympathischen Autor.
Carsten Jensen, Wir Ertrunkenen. btb, München 2010.

Saturday, October 30, 2010

This moment...

"Well," said Pooh, "what I like best-" and then he had to stop and think.
Because although Eating Honey was a very good thing to do,
there was a moment just before you began to eat it
which was better than when you were,
but he didn't know what it was called.
A. A. Milne: The House at Pooh Corner, Chapter Ten. (1928)
postcrossing card by Elodie, France, 16th October

Jeden Tag



Mögen Wind und Meer dir Freiheit schenken,
dein Glück jeden Tag aufs Neue zu finden,
und mögest du dieses Glück
tief in deinem Herzen bewahren
für heute und für immer.

Irischer Segenswunsch
Foto: Picton Harbour, Queen Charlotte Sound, New Zealand,
postcrossing Karte von Raelyn, 4th October

Monday, October 25, 2010

Sails and minds

This card arrived on 24th October.
It's from Eret from Estonia. She translated the words for me:

Minds are like sails
which fulfill their function
only in the open.

Sunday, October 17, 2010

Indridason: Codex Regius

Arnaldur Indridason schreibt über Island und das nicht nur in Kriminalromanen (z.B. in Gletschergrab über Beziehungen zu den in Island stationierten Amerikanern).
Codex Regius spielt genau genommen kaum in Island, sondern in u.a. im Kopenhagen und Berlin der 50er Jahre. Der isländische Student Valdemar trifft in Kopenhagen auf seinen Professor für Nordistik. Der ist ganz schön heruntergekommen, säuft und scheint insgesamt verzweifelt, fasziniert Valdemar aber dennoch. Der Professor zieht Valdemar hinein in die Suche nach dem Codex Regius, wohinter sich nichts anderes verbirgt als die Pergament-Handschrift der Edda! Sie ist dem Professor während des zweiten Weltkrieges abhanden gekommen und er ist seitdem auf der Suche, um sie zurück zu bekommen, denn noch weiß niemand, dass sie verschwunden ist. Sein Gegenspieler ist ein Deutscher, der aufgrund der Wichtigkeit der Edda für den deutschen Sagenhintergrund (Nibelungen!) auch hinter der Handschrift her ist.
So entspinnt sich ein Wettlauf um die Nachforschungen nach dem Pergament, der sein Finale auf dem begrenzten Raum eines Passagierdampfers hat - genau an jenem Tag im Jahr 1955, an dem der isländische Autor Halldór Laxness den Literaturnobelpreis erhält. Eine literaturgeschichtlich schöne Schleife.
Der Roman selbst ist vielleicht nicht von besonderer literarischer Bedeutung, aber jemand mit ein wenig Interesse für Literaturgeschichte und für die Bedeutung von Geschriebenem für die Kultur eines Landes liest Indridasons Geschichte sicherlich gern.

Arnaldur Indridason: Codex Regius. Lübbe, Köln 2010.

Thursday, October 14, 2010

Terry Pratchett - Unseen Academicals

Nach längerer Zeit mal wieder einen Pratchett-Roman gelesen- und nun stelle ich fest, dass ich über Terry Pratchett noch nie gebloggt habe - wie konnte das passieren?

Mit der Scheibenwelt, also Pratchetts literarischer Welt, verhält es sich so, dass man sie entweder liebt oder grundsätzlich nicht versteht, warum man so einen Blödsinn lesen soll. Ich gehöre zur ersten Kategorie: Hexen, Trolle, die Wache, die Magier,... - das alles ist großartig und fantastisch in jeder Hinsicht. Pratchett schafft eine Welt, in der alles möglich ist, die aber der unseren ähnlich genug ist, um sie ironisch zu kommentieren und den Finger genau auf unsere eigenen bizarren Wirklichkeiten zu legen.

In "Unseen Academicals" geraten die Magier von Ankh-Morpork in den Zwang, Fußball spielen zu müssen, was eigentlich ein Spiel des Volkes ist, das brutal und nahezu regellos auf den Straßen der Stadt gespielt wird. Nun braucht es ein neues (teilweise schwachsinnig anmutendes) Regelwerk (nette Episode zur Abseits-Regel!) und vor allem eine Mannschaft. Pratchett kontrastiert die Welt der kleinen Leute, die kochen, Fußball spielen und die Kerzen in der Unsichtbaren Universität austauschen, mit der Welt der Magier und Reichen.

Zunächst: Es war ein Pratchett und die Charaktere waren liebevoll entwickelt und sprachlich war es im Original ein Genuss.
Die Geschichte gefiel mir aufgrund der Fußballthematik nicht besonders, auch entwickelte sich die Handlung eher langsam, laut lachen konnte ich dennoch, etwa ab dem letzten Drittel, ab da wurde es auch spannender. Wenn man den amazon-Rezensionen Glauben schenken kann, muss die deutsche Übersetzung jedoch katastrophal ausgefallen sein. Wer kann, lese also im Original.
 
Terry Pratchett: Unseen Academicals. Random House, London 2009.

Saturday, September 25, 2010

The ocean is a forest



Today's postcrossing card features artist Kurt Halsey, the painting is called The ocean is a forest.
The card came from postcrosser tikilights (Andrea) and she wrote a quote by Mathias Malzieu from The Boy With The Cuckoo-Clock Heart which I liked, too:

You know, when I was in love, I was always inventing things.
A whole array of tricks, illusions and optical effects to amuse my lady friend.
I think she’d had enough of my inventions by the end… I wanted to create a voyage to the moon just for her, but what I should have given her was a real journey on earth.


This is another painting by Kurt Halsey I found, it's called To be kind to an animal.

13 words



I love Lemony Snicket's Series Of Unfortunate Events and I found this trailer about a children's book called 13 words. It's surreal and funny and interesting. The pictures by Maria Kalman are gorgeous.

"...all right, we're moving on..." :)

Sunday, September 19, 2010

Sushi 2010

Sushi 2010
Delicious salmon avocdo rolls and marinated tuna rolls with sliced ginger...

Friday, September 17, 2010

Flut des Lebens

Wir leben nur einen Bruchteil unseres Lebens.
Warum lassen wir die Flut nicht herein,
öffnen die Schleusen
und setzen all unsere Räder in Bewegung?

Thursday, September 16, 2010

Salzig



Das Meer ist salzig wie die Träne,
die Träne ist salzig wie das Meer.
Das Meer und die Träne sind durch die Einsamkeit verwandt.
Das Meer hat sie schon, die Träne sucht sie.

Karl Ferdinand Gutzkow (1811-1887)

Saturday, September 11, 2010

Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt



Der 17-jährige Phil lebt mit seiner Mutter Glass und seiner Zwillingsschwester Dianne in einem verwunschenen alten Haus namens "Visible" und wäre allein dadurch schon anders genug, um sich von den anderen Menschen der Kleinstadt zu unterscheiden und mit Misstrauen betrachtet zu werden. Außerdem ist er noch schwul, das macht die Sache nicht einfacher.
Beeindruckend erzählt er von seinen Gedanken und Gefühlen und der Reise, die das Erwachsenwerden und die Entdeckung der Liebe in all ihren Formen nun einmal ist. Ein wunderschönes Jugendbuch, das Steinhöfel da mit Die Mitte der Welt geschrieben hat. Überhaupt beeindruckt mich der Autor mit jedem Buch, das ich von ihm lese, mehr. Bedauerlich, dass ich seine Lesung versäumt habe.

"Das habe ich gelernt: Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest. Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun. Sie lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen, sie lässt dich in roten Schuhen durch die Straßen tanzen, und sie schreckt nicht davor zurück, dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten hacken zu lassen. Liebe schlägt dir tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigene Art heilt sie auch deine Narben, vorausgesetzt, du vertraust ihr und gibst ihr die Zeit dazu. Meine Narben werde ich nicht anrühren. Ich werde neue Wunden davontragen, noch ehe die alten verheilt sind, und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen. Jeder von uns trägt ein Messer." (S.456f.)

Andreas Steinhöfel, Die Mitte der Welt. Carlsen, Hamburg 2004.

Ein Tropfen Wissen



Was wir wissen, ist ein Tropfen,
was wir nicht wissen, ein Ozean.

Sir Isaac Newton

Friday, September 10, 2010

Wind und Welle



Wind ist der Welle lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus schäumende Wogen.
Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind!

Johann Wolfgang von Goethe

Wednesday, September 08, 2010

Autumn

There's no mistaking autumn's here - as today's postcrossing card shows. It's an oak in Quehanna Wild Area, Pennsylvania, USA.
Everyone must take time to sit and watch the leaves turn.
Elizabeth Lawrence

Saturday, September 04, 2010

Anthony McCarten - Superhero


Der neuseeländische Autor Anthony McCarten (*1961) hat ein Buch geschrieben über einen 14jährigen, an Krebs erkrankten Jungen. In kurzen Szenen (übertitelt wie bei einem Theaterstück oder einem Drehbuch) beschreibt McCarten, wie dieser Junge, Donald Delpe, das Beste aus dem bisschen Leben macht, das ihm noch zur Verfügung steht. Donald ist Comiczeichner und erschafft sich als Alter Ego einen unsterblichen Superhelden, der dennoch voller Zweifel steckt. Sowohl Donald als auch sein Held MiracleMan sind auf der Suche nach Liebe und finden diese am Ende aber nur über die Rückkehr zu sich selbst. Hilfe findet Donald nur bei dem Psychologen Adrian King, der aber durch Donald endlich selbst auch wieder zum Leben findet.
Superhero ist eine sensibel erzählte und anrührende Geschichte über das Leben, die Liebe und das Sterben, dabei aber nicht kitschig. Die Mischform aus Prosapassagen und Theaterelementen ist gewöhnungsbedürftig, aber dennoch flüssig zu lesen, der Erzählstil locker und gradlinig.
Ich mochte die Anlehnung an die Comicgeschichte nicht besonders gut leiden, der zweite Protagonist Adrian war mir unsympathisch - die Story ist dennoch anrührend.

Anthony McCarten, Superhero. Diogenes, Zürich 2007.

Wednesday, July 28, 2010

H.M. Enzensberger: Josefine und ich

"Huch - Literatur!" dachte ich, als ich den Namen des Autors, Hans Magnus Enzensberger, auf dem Cover erblickte. Ich bekam Josefine und ich vor einiger Zeit geschenkt. Es ist betont stilvoll in schwarzen Samt gebunden, das Titelblatt eingeprägt, ganz schick. Schade, dass mich immer das kalte Grauen überläuft, wenn ich Samt anfassen muss, das kann ich nicht haben. Diese Art von Flausch ist mir unangenehm, egal ob es sich um Bucheinbände oder die Blätter von Zimmerpflanzen handelt. Aber das nur am Rande.
Ich will nicht viel schreiben: Protagonist rettet alte Dame vor Handtaschendiebstahl und ist fortan immer dienstags bei ihr zum Tee und führt abwegige Diskurse über alles und die Welt.
Es ist ein dünnes Bändchen, einige Gedanken interessant, das meiste leider nicht.
Erschütternd war es, die Rezensionen zu dieser Erzählung zu lesen, die in den großen deutschen Tageszeitungen erschienen sind (zusammengefasst bei perlentaucher.de). Die hatten auch irgendwie ein Problem mit dem Samt (was mich ehrlich verblüfft hat) und waren inhaltlich nur mäßig beeindruckt, man könnte auch von Verriss sprechen. Nix Literatur?!

Hans Magnus Enzensberger, Josefine und ich. Eine Erzählung. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2006.

Tuesday, July 27, 2010

Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft

Die Eisprinzessin schläft ist der erste Krimi der Schwedin Camilla Läckberg um den Kriminalbeamten Patrik und die Autorin Erica. Das Setting ist die Geburtsstadt der Autorin, Fjällbacka, ein 1000 Seelen Dorf im Westen von Schweden nahe der norwegischen Grenze.
Erica schreibt Biografien und räumt gerade das Haus ihrer Eltern nach deren Unfalltod auf. Ihre ehemalige Kinderfreundin wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden, es stellt sich aber heraus, dass sie ermordet wurde. Erica soll zunächst nur einen Nachruf verfassen, gerät aber dabei immer tiefer in die Geschichte hinein und trifft dabei auf Patrik, der als einziges Mitglied der Polizei tatsächlich ermittelt.
Camilla Läckbergs Roman liest sich flüssig, sie schildert die Figuren lebendig, unabhängig davon, ob es sich um die Reichen und Schönen oder die Armen und die Zerbrochenen handelt. Sie beleuchtet das Geschehen vielschichtig und man merkt, dass sie das Ambiente gut gewählt hat, das Dorf Fjällbacka wird dem Leser vertraut.
Einige Wendungen in der Geschichte (gefundene Dokumente, plötzliche Geistesblitze der Protagonisten) wirken konstruiert und nicht aus der Geschichte erwachsen, zumal sie dann auch noch erst nur angedeutet und dem Leser erst einige Seiten später erklärt werden ("Aha, Patrik hat etwas verstanden! - aber man darf noch nicht wissen was!"). Das ist manchmal mühsam bis nervig.
Die Liebesgeschichte wirkt etwas erzwungen, wird aber sicher in den folgenden Bänden symbiotischer werden. Insgesamt liegt der Fokus der Autorin wohl eher in der Entwicklung ihrer Personen, bei den Beziehungen der Personen untereinander und ihre Wechselwirkung mit der schwedischen "Dorfidylle", weniger in dem Erzeugen von gruseliger Spannung.
Alles in allem aber ein harmonischer, spannender Krimi, der angenehm unterhaltend ist. Gute Ferienlektüre, nicht nur für den Schwedenurlaub.

Camilla Läckberg, Die Eisprinzessin schläft. Aufbau, Berlin 2008.

Webseiten der Autorin - hier besonders interessant: ihre Tipps zum Schreiben eines Krimis!

#1 Die Eisprinzessin schläft
#2 Der Prediger von Fjällbacka
#3 Die Töchter der Kälte
#4 Die Totgesagten
#5 Engel aus Eis
#6 Meerjungfrau
#7 Der Leuchtturmwärter
#8 Die Engelmacherin
#9 Die Schneelöwin
#10 Die Eishexe 

Monday, July 26, 2010

C.R. Zafon: Das Spiel des Engels




Carlos Ruiz Zafón wurde 2001/2002 mit der Veröffentlichung seines Romans Der Schatten des Windes bekannt, der sich als Bestseller verkaufte und in viele Sprachen übersetzt wurde.
Der Folgeroman Das Spiel des Engels erschien 2008 und hat mit ersterem einige Schauplätze (Barcelona, der Friedhof der vergessenen Bücher) und auch einige Figuren gemein. Jedoch spielt er zahlreiche Jahre vor Der Schatten des Windes, man braucht aber keine inhaltlichen Kenntnisse um den Nachfolger zu verstehen.
Neun CDs umfasst die Hörbuchfassung mit Gerd Wameling, der ruhig und gelassen liest.
Die Story ist schnell zusammengefasst:
Der junge Autor David Martín geht einen (Teufels-) Pakt mit dem seltsamen Andreas Corelli ein, der ihm Heilung von seinem Hirntumor und viel Geld verspricht im Gegenzug für das Schreiben eines religiösen Buches. Eine große Rolle spielen Martíns Beziehungen zu seinen Mentoren und zwei sehr unterschiedliche Frauen. Deren Leben werden aber nach und nach zerstört, je weiter Martín sich mit den Hintergründen und Machenschaften von Corelli beschäftigt, bis ihm selbst am Ende nur die Flucht bleibt.
Zafón erzählt spannend und flüssig, gerade die Beschreibungen Barcelonas und des seltsamen Ortes, den er Friedhof der Bücher nennt, sind überzeugend und spannend. Die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz fesseln, zu verworren bleibt am Ende Sinn und Auflösung des Ganzen. Zum Beispiel bleibt auch das so zentrale religiöse Pamphlet stets ein Rätsel, da der Leser nicht erfährt, was wirklich darin steht, oder welchen Zweck der Auftraggeber Corelli verfolgt. Auch der Erzählstrang der Liebesgeschichte fügt sich nicht schlüssig zusammen, die Frauen handeln zum Teil völlig unverständlich und bleiben ohne Tiefgang.
Mich hat Zafòn nicht völlig überzeugt, aber vielleicht gebe ich Der Schatten des Windes dennoch bei Gelegenheit eine Chance. Hier war ich froh, dass ich den Roman hören konnte, da ich vermute, dass ich beim einfachen Lesen bei einigen Passagen geschwächelt hätte, Hören geht flüssiger.
Carlos Ruiz Zafón, Das Spiel des Engels. Argon 2008.

Sunshine's whisper

Sie ist wiedergefunden.
Was?
Die Ewigkeit.
Es ist das Meer
verbunden mit der Sonne
in eins.
postcrossing Karte von Zheng Yi aus China

Saturday, July 24, 2010

Annie Proulx: Hinterland


Ich war einmal in Wyoming. Die National Parks Grand Teton und Yellowstone liegen ganz oder teilweise in diesem nahezu quadratischen Bundesstaat der USA. Große Weite. Viele Berge, Prärie. Büffel am Wegesrand. Soweit meine Erinnerungen.
Annie Proulx lebt seit 1995 in Wyoming, was bislang zu drei Bänden mit Kurzgeschichten über die Menschen dort geführt hat:
  • Close Range, 1999 („Weit draußen“)
  • Bad Dirt, 2004 („Hinterland“)
  • Fine Just the Way It Is, 2008 („Hier hat's mir schon immer gefallen“)

Bekannt wurde Proulx durch den Roman Schiffsmeldungen (großartig verfilmt von Lasse Hallström, 2001) und die sehr erfolgreiche Verfilmung ihrer Kurzgeschichte Brokeback Mountain, 2005, durch Ang Lee mit Heath Ledger.

Die Geschichten in Hinterland bieten einen Querschnitt durch die Bevölkerung von Wyoming: Wildhüter, Bardamen, Rancher, Cowboys und ausgestiegene New Yorker - um nur einige zu nennen. Einige der Personen tauchen in mehreren Geschichten auf und man freut sich darüber, wie über ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Annie Proulx bringt einem die Verschrobenen und die Gescheiterten, die Guten und die Bösen gleichermaßen nahe, man empfindet Sympathien, erhält aber gleichzeitig einen unverstellten Blick auf die Unbarmherzigkeit, aber auch auf die teils dramatische Schönheit dieses schwach bevölkerten und unwirtlichen Bundesstaates.
Sicherlich kein gewöhnliches Buch, das selbst mir als nicht so großen Fan von Kurzgeschichten Freude bereitet hat.

Interview mit Annie Proulx, geführt in Wyoming (!), bei abendblatt.de
Annie Proulx: Hinterland. Neue Geschichten aus Wyoming. Luchterhand, München 2005.

Friday, July 23, 2010

Tove Jansson: Geschichten aus dem Mumintal



Im Zuge der postcrossing Postkarten aus Finnland bin ich den Mumins wiederbegegnet und habe jetzt den ersten Band der Geschichten mit den Trollen von Tove Jansson gelesen. Es sind faszinierende, traumhafte Geschichten mit großen und kleinen Wahrheiten, eine schöner als die andere, mit Charakteren, in denen man sich wiederfindet und zustimmend nickt und vielleicht sogar etwas lernt. Zauberhaft.

Tove Jansson, Geschichten aus dem Mumintal. Arena, Würzburg 2007.

Tuesday, July 20, 2010

Mind travelling again



Today's postcard came from Canada.
New Brunswick rang a bell and so my mind wandered and met Anne of Green Gables on the neighbouring Prince Edward Island.
I saw the fields, the little rivers and ponds, the forests, the coast. And the coast in my mind looks just like the one on this card.

Thanks to Shino from Fredericton in New Brunswick.

Judith Hermann: Alice

Judith Hermann lebt und schreibt in Prenzelberg in Berlin. Wenn man jemals dort gelebt hat, dann findet man das auch beim Lesen von Alice heraus, ohne es vorher zu wissen. Selbst bei den Geschichten, die nicht in Berlin spielen. Prenzelberger Flair. Irgendwie. Genauer kann ich es auch nicht fassen.
Judith Hermanns erster Erzählband Sommerhaus, später war sehr erfolgreich, verkaufte sich gut, wurde in 17 Sprachen übersetzt und gilt als Verkörperung des Lebensgefühls einer ganzen Generation. Vielleicht lebt diese Generation in Prenzelberg? :)
Alice ist die Protagonistin der fünf Geschichten, die jeweils mit einem Männernamen betitelt sind: Micha, Conrad, Richard, Malte und Raymond. Gemeinsamkeit dieser fünf: Sie sterben alle.
Die Geschichten drehen sich um das Sterben, das Warten darauf, den Umgang damit und auch um das Weiterleben danach. Gemein ist ihnen, dass nach dem Weggang dieser Menschen sich für alle, die sie kannten, alles ändert.
Judith Hermanns Erzählstil ist nach wie vor knapp, kurze Sätze, eliptisch, klar - und erzeugt damit viel von der Atmosphäre ihrer Erzählungen.
Zu beneiden ist diese Alice nicht um ihre Erfahrungen, so denkt man, dennoch bleibt etwas haften, wirken die Geschichten weiter und lassen uns nachdenklich auf die Menschen, die uns wichtig sind, blicken.
Judith Hermann, Alice. Fischer, Frankfurt a.M. 2009.

Arnaldur Indridason: Frevelopfer


Klappentext:
"In einer Wohnung mitten in Reykjvik wird ein Mann tot aufgefunden - mit durchtrennter Kehle. Der Täter scheint das Opfer gekannt zu haben, nichts weist auf einen Einbruch hin. Kommissarin Elinborg findet am Tatort einen Kaschmirschal, der einen merkwürdigen Geruch verströmt, und in der Jackentasche des Opfers eine Vergewaltigungsdroge. Erlendurs Kollegin ahnt, dass dieser Mord die Rache für ein brutales Verbrechen war - für Freveltaten, die nie gesühnt werden können..."

In diesem neuen Indridason-Roman ermittelt Kommissarin Elinborg, die sonst nur als Mitglied von Erlendurs Team war. Der Fall benötigt vielleicht auch eine Frau, denn die Geschichte dieses Verbrechens ist brutal-grausam, auch psychisch. Umso schwerer ist auch Elinborgs Spagat zwischen der eigenen Familie und deren Problemen und den Vorkommnissen, die sich zum Teil weit entfernt in einem abgelegenen isländischen Dorf abgespielt haben. Doch gerade letzteres ist einer der spannenden Momente von Frevelopfer, eine kleine Gesellschaftsstudie und zugleich eine Betrachtung dessen, zu was Menschen fähig sind, wenn sie um die Bewahrung ihres Status Quo fürchten.
Gut geschrieben, spannend erzählt und eine gute Portion Island. Prima.
Arnaldur Indridason, Frevelopfer. Lübbe, Köln 2010.

Tuesday, July 13, 2010

"Stuff" - and what to do with it

Endlich habe ich dieses Buch auch zuende gelesen: David Allen, Wie ich die Dinge geregelt kriege.
Ich bin für gewöhnlich ein schlechter Sachbuchleser und ein noch schlechterer Ratgeberleser. Dieses Buch habe ich gezielt ausgewählt, weil ich immer mal wieder das Gefühl hatte, die Fülle meiner Aufgaben überrennt mich und ich bekomme die Dinge eben nicht mehr alle geregelt.
Das im Buch beschriebene Unbehagen, dass man eigentlich auch nicht so genau weiß, was man alles gerade machen müsste und nicht schafft, empfand ich stark. Ich glaube, dass David Allen recht damit hat, dass unerledigte Aufgaben im Kopf wertvolle Ressourcen blockieren, weil man sich unbewusst und bewusst ständig im Kreis dreht, aber nicht wirklich weiterkommt. Lähmung.
Obenstehende Flowchart gibt im Grunde die im Buch vermittelte simple Technik der Organisation von Vorhaben und Projekten wieder. Dabei vertritt Allen die Ansicht, dass zunächst alles gleichwertig erfasst werden muss, egal ob beruflich oder privat.
Hinzu kommen verschiedene simple Hilfsmittel und die banale, aber entscheidende Frage bei allen (!) Projekten:
Was ist der nächste Schritt?
Warum fragt man sich das so selten?
Die Erfassung aller losen Enden im Kopf ist eine sehr erleichternde und klärende Übung, auch die Strukturierung von Arbeitsplatz und Listenführung ist hilfreich. Die Rigorosität, mit der Allen seine Philosophie vertritt, mag vielleicht manchmal übertrieben erscheinen. Aber ich denke, es gibt einiges mitzunehmen aus dem Buch.
Allerdings hat Wie ich die Dinge geregelt kriege die große Schwäche, redundant zu sein, etwas, dass gerade bei einem solchen Ratgeber vermutlich schwer zu verzeihen ist. Da wird Zeit vergeudet mit der ständigen Wiederholung und Ausleuchtung der gleichen Aspekte, daher hat es wohl auch so lange gedauert, bis ich das letzte Viertel des Buches hinter mich gebrachte habe.
David Allen, Wie ich die Dinge geregelt kriege. Selbstmanagement für den Alltag. Piper, München 2002.

Saturday, July 10, 2010

Postcrossing

In half a year I got more than 70 postcards from 24 different countries (the most exotic ones being New Zealand with a travelling distance of nearly 18000km (!) or United Arab Emirates, it was actually from Abu Dhabi) and sent the same amount of cards out into the world to 27 different states.
I can't decide whether I like getting or writing cards more.
It's perfect to come home from work and find a little piece of the world in form of greetings from far away in your mailbox, with nice photos of foreign places, different stories told and beautiful stamps to look at.
But I also love the moment when the next adress appears on the screen, along with a few lines of profile notes, maybe some interesting wishes what should be on the postcard. You can wonder what that person is like, where he or she lives, what life he or she leads... And then I can browse through my box of cards and try to choose the perfect card for that person.
I guess I'm really happy with this new hobby of mine. :)
Happy postcrossing indeed!
PS.: Picture is a postcard sent from the USA by PollyJ!

Das Meer ist alles


Das Meer ist alles.
Es bedeckt sieben Zehntel der Erde.
Sein Atem ist rein und gesund.
Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie allein ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt.
Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.
aus: Jules Vernes (1828-1905), 20.000 Meilen unter dem Meer (1874)
Foto (Südwestküste von Island): Rainer Kidrowski

Wednesday, July 07, 2010

Let's talk stamps

Postcrossing connects people, makes people think and be creative. The card I sent to Vijay Kapre in India made it on his blog called Let's talk stamps. I think it's amazing what he found out about the lighthouse on the card and the stamps I put on it.

Saturday, July 03, 2010

Krtek


Wer immer fleißig Die Sendung mit der Maus gesehen hat, kennt Krtek.
Das ist tschechisch und heißt Maulwurf. :)
Aus der Slovakei bekam ich nun eine Postkarte mit Krtek.



Ich hatte fast vergessen, wie niedlich und fröhlich dieser Zeichentrickcharakter ist. Auch ohne gesprochenes Wort drückt der kleine Maulwurf all seine Emotionen wunderbar aus, zum Beispiel in der Geschichte, wie er eine U-Bahn baut und mit seinen Freunden ans Meer fährt.
Geschaffen wurde der kleine Maulwurf 1957 vom Prager Zeichner Zdeněk Miler (mehr dazu bei wikipedia).

Monday, June 28, 2010

Ruhig sein

Um ruhig zu sein,
muss der Mensch nicht denken;
er muss nur träumen.
postcrossing postcard showing Mountain Stone Circle, Lake Pukaki, New Zealand, sent by Sue (GB)

May the wind be always at your back

May the road rise to meet you,
May the wind be always at your back,
May the sun shine warm upon your face,
The rains fall soft upon your fields and,
Until we meet again,
May God hold you in the palm of His hand.

- for one who is out there on an amazing journey...

Saturday, June 19, 2010

Meer und Strand


Wie anziehend, wie fesselnd
sind doch Meer und Strand!
Wie verliert man sich in ihrer Einfachheit,
ja, in ihrer Leere!

Walt Whitman

Bild: Edward Hopper, The Long Leg, 1935.

Thursday, June 17, 2010

Flatiron



Das Flatiron Building ("Bügeleisengebäude") steht seit 1902 in New York und ist dort eines der ältesten Hochhäuser. Wenngleich heute die gerade mal 22 Stockwerke nicht mehr so beeindruckend sind, die Form ist es sicherlich.
Meine letzte postcrossing Karte zeigt das Gebäude auf einem Foto von 1904 (!) von Edward Steichen (1879-1973).
Großartig!


Monday, June 14, 2010

Die kleine Hexe


"Es war einmal eine kleine Hexe, die war erst einhundertsiebenundzwanzig Jahre alt, und das ist für eine Hexe ja noch gar kein Alter."

Ganz so alt ist Ottfried Preußlers (*1923) Buch Die kleine Hexe noch nicht, es erschien 1957 und ist damit "erst" 53. Ich habe die Geschichten um die kleine Hexe und den Raben Abraxas Anfang der 80er gelesen und auf Schallplatte (!) gehört und fand sie wunderbar (ebenso auch Der kleine Wassermann und Das kleine Gespenst). Auf dem Cover war die Zeichnung der kleinen Hexe so wie oben zu sehen.
Wie komme ich jetzt darauf?
Heute kam via postcrossing untenstehende Karte aus der Tschechoslowakei bei mir an - dort heißt das Buch Mala carodejnice und die Illustration ist von Zdenek Smetana. Ich bekomme Lust, das Buch noch einmal zu lesen.

Ursprung


Was ist Seligkeit?
Wiedervereinigung mit dem Ursprung.
Wiedervereinigung
wie die des Regentropfens mit dem Meere,
wie die des welken Laubes mit der Erde, die es reifte.
Henrik Ibsen
(Foto Südengland 2009)

Tony Hawks und sein Kühlschrank



Nach einer im Suff entstandenen Wette macht sich der britische Comedian und Songwriter Tony Hawks (nicht zu verwechseln mit dem Skater Tony Hawk) auf den Weg nach Irland, um mit einem Kühlschrank einmal rund um die Insel zu trampen. Auf etwa 370 Seiten berichtet er von seinen Erlebnissen und der Hilfsbereitschaft und der Gastfreundschaft der Iren, die sich intensiv an diesem skurrilen Unternehmen erfreuen können.
Das Buch ist in leichtem, mit schwarzem Humor durchsetzten Stil verfasst, der Grundton der Reise ist heiter und selbstironisch. Es hat Spaß gemacht, es zu lesen, fröhliche Unterhaltung mit etwas anderen landeskundlichen Einblicken.

Tony Hawks, Mit dem Kühlschrank durch Irland, Goldmann, München 2000.

Sunday, June 13, 2010

Nach neuen Meeren


Nach neuen Meeren

Dorthin - will ich; und ich traue
mir fortan und meinem Griff.
Offen liegt das Meer, ins Blaue
treibt mein Genueser Schiff.

Alles glänzt mir neu und neuer,
Mittag schläft auf Raum und Zeit -:
Nur dein Auge - ungeheuer
blickt mich's an, Unendlichkeit.

Friedrich Nietzsche
(Foto: Zypern 2005)

Saturday, June 12, 2010

Unermesslich


Warum ist der Anblick des Meeres
so unendlich und so ewig angenehm?
Weil das Meer gleichzeitig die Idee der Unermesslichkeit
und die der Bewegung bietet.
Charles Baudelaire
(Foto: Mallorca Oktober 2009)

Magic worlds

Just one of the worlds one might travel to and from while doing postcrossing.
(Card by Boosterdraft from the Netherlands)

challenges

Monday, June 07, 2010

Moomins


A few days ago there was this beautiful card in my mailbox, my first Moomin card.
I found out that it says: "Life is nice when you can share it with friends."
The card led me to an even more beautiful website: http://www.moomin.com/

Sunday, June 06, 2010

Elizabeth George: This Body of Death


Beinahe 600 Seiten umfasst der neue Elizabeth George Krimi "This Body of Death" um Inspector Lynley und Barbara Havers. Ersterer tritt wieder den Dienst bei Scotland Yard an, um Isabelle Ardery als vorläufige Superintendentin bei einem Mordfall zu helfen.
Auf einem Friedhof in London wird eine Frauenleiche gefunden, das Opfer war Model für das Siegerfoto einer Portraitfotoausstellung und stammte ursprünglich aus New Forest Hampshire. Damit sind zwei der Handlungsorte bestimmt. Parallel dazu präsentiert uns George eine Art Protokoll oder Bericht über einen tatsächlichen Fall von Kindsmord durch drei jugendliche Täter in England, dessen Sinn sich passend zur Lösung des Falles klärt.
Wie immer sehen wir einzelne Teile des Puzzles durch die Augen der Beteiligten, der komplex konstruierte Fall spitzt sich nach und nach zu.
Nachdem ich die letzten Fälle auf Deutsch gelesen und gehört hatte, war der Sprach- und Erzählstil von Elizabeth George im Original anspruchsvoll und ein Genuss für mich. Meiner Meinung nach bringt sie den Fall gedanklich zwar exzellent zuende, die Handlung des tatsächlichen Endes bleibt aber ein wenig flach nach dem langen Spannungsaufbau. Lynley und auch Havers machen als Charaktere erneut viel Freude.
Ein guter Krimi.
Elizabeth George, This Body of Death. Hodder & Stoughton, London 2010.

Bare Necessities



Today's postcrossing card from the Netherlands reminded me of the Jungle Book (1967!) and this feel good song:
Look for the bare necessities
The simple bare necessities
Forget about your worries and your strife
I mean the bare necessities
Old Mother Nature's recipes
That brings the bare necessities of life

Wherever I wander, wherever I roam
I couldn't be fonder of my big home
The bees are buzzin' in the tree
To make some honey just for me
When you look under the rocks and plants
And take a glance at the fancy ants
Then maybe try a few
The bare necessities of life
will come to you
They'll come to you!

Look for the bare necessities
The simple bare necessities
Forget about your worries and your strife
I mean the bare necessities
That's why a bear can rest at ease
With just the bare necessities of life

[...] The bare necessities of life will come to you
That something we should try - now! :)

Tuesday, June 01, 2010

Anouk: For Bitter or Worse

Haven't we both heard enough babe
This is what we're gonna do
Let me put my arms around you once more
There's nothing left here to prove

Walk away just a little bit slower
Better hold on tight, will we ever learn to let it go
Break through to the other side
I keep wondering
When were you ever gonna let me know
That you just wanted something else in life

What do you say when it's all over
What do you know when nothing's going right
The troubles in your mind
What do you do when you get lost inside your soul
Where do you go when love's gone
What do you say nothing at all

It was so hard when I watched you falling down
But it was time for you to walk alone
Just know if you really need a friend
And you're feeling like you can't go on

Just walk back just a little bit faster
Take my hand I will blow your fears away
Break through to the other side
For bitter or worse I know you better than anyone else
And I'll be by your side

What do you say when it's all over
What do you do when it's all gone
hat do you do when you get lost inside your soul
Where do we go when love's gone
What do you say nothing at all
When it all becomes reality
That this is where it ends for you and me
I'm about to lose my mind
Will love find a way on time
Please don't try and kiss these tears away
We know we've both have made mistakes
If I could do it all again
I wouldn't change a single thing

What do you say when it's all over
What do you do when it's all gone
What do you do when you get lost inside your soul
Where do we go when love's gone
What do you say nothing at all
What do you say nothing at all
What do you say nothing at all
title track of: Anouk, For Bitter or Worse, 2009.