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Friday, October 03, 2025

Rebecca Yarros - Onyx Storm

Ich sage mal, ich habe Onyx Storm von Rebecca Yarros abgeschlossen. Ich habe definitiv mehr als die Hälfte dieses endlosen Audiobooks (fast 30 Stunden) angehört. In der Mitte hat es mir dann irgendwie gereicht und ich habe weite Teile bis zum Schluss ausgelassen. Ich bin informiert, was dazwischen "passiert" ist. In Anführungsstrichen, denn so richtig passiert eigentlich nichts in diesem dicken dritten Band der Empyrean-Reihe. Ich hatte schon große Schwierigkeiten mit dem zweiten Band Iron Flame, habe mich aber von der großen Präsenz der Reihe weichkochen lassen, auch den dritten Band hören zu wollen. Nach wie vor begreife ich die romantisch-pornografischen Szenen zwischen Xaden und Violet nicht, sie kommen mir immer vor, wie komplett aus dem Rahmen, aus der Story gefallen - hier ist ein Fantasy-Drachen-Epos und dazwischen... das?! Dazu kommt ein Haufen anderer Charaktere, die irgendwie sehr blass bleiben und nichts zu sagen haben. Sie bilden nur den Background für die abstrusen Schwierigkeiten von Violet. Die zu lösenden Aufgaben und Rätsel (u.a. wie komme ich an Papas Forschungsbücher, wie öffne ich Papas Bücher und wo wohnen eigentlich Andarnas Verwandete) wirken irgendwie unpassend und in die Länge gezogen, Xadens "Leiden" ist ein Problem, ja, aber im Grunde stehen wir nach den 30 Stunden dazu immer noch an der gleichen Stelle?! Es mangelt an halbwegs intelligentem Plot in diesem Band. Die Drachen, ja, aber die kommen auch in diesem Band zu kurz, also nee, das ist jetzt alles wirklich keine literarisch keine Offenbarung und ohne Plot, ach nee. Hoffentlich hält das Gefühl genug an, um nicht beim nächsten Band wieder das Gefühl zu haben, ich müsste dran bleiben, vielleicht wird es ja besser. 

Rebecca Yarros, Onyx Storm. Hörbuch Hamburg 2025.

Saturday, January 04, 2025

Rebecca Yarros - Iron Flame

Nach Fourth Wing ist Iron Flame der zweite Band der Drachenreiter-Reihe von Rebecca Yarros. Die über 900 Seiten versprachen von vornherein eine ausufernde Geschichte. Ich mochte im ersten Band die von der Autorin erdachte Drachendynamik und auch die Drachen selbst waren interessant. Weniger mochte ich das ständige emotional und sexuell aufgeladene Hin und Her der Protagonisten Violet und Xaden. Und wie es kommen musste: In Iron Flame streiten sie ständig (immer um dasselbe) und haben danach Sex, der beide um das bisschen Verstand bringt, das sie haben. Denn obwohl Violet so clever ist (eigentlich sollte sie ja Schriftgelehrte werden) braucht sie doch oft sehr lange, um die Zusammenhänge zu begreifen. Auch wenn in diesem Band einige Dinge aufgeklärt werden, bleiben die Lücken der Geschichte dieser Welt bestehen, wodurch Handlungszusammenhänge etwas holprig bleiben. Auch das mit der Magie der Drachen und Drachenreiter bleibt schwammig und wird immer nur dann weiter erklärt, wenn Violet gerade mal wieder ein bisschen mächtiger werden muss. Dazwischen wird ihr immer schlecht, wenn es brenzlig wird. Die Folterszenen sind für mich unverständlich geblieben. Von Xaden will ich gar nicht erst sprechen. Die übrigen Charaktere bleiben weiterhin blass und entwickeln sich kaum weiter, dabei hätte in Jesinia oder Cat sicherlich Potenzial gesteckt. Der Showdown und der Cliffhanger am Schluss überzeugen mich wenig und aufgrund der schieren Länge und den zähen Wiederholungen immer ähnlicher Dialoge mit zu wenig plausibler Handlung bezweifle ich, dass ich mir den nächsten Band antun werde. An Iron Flame hat mir insgesamt sehr wenig gefallen. Schade. 

Rebecca Yarros, Iron Flame. dtv 2023.

Sunday, August 25, 2024

Cornelia Funke - Drachenreiter

Der silberne Drache Lung und das Koboldmädchen Schwefelfell machen sich auf die Suche nach dem "Saum der Himmels", dem im Himalaya gelegenen mytischen Heimatort aller Drachen, denn das aktuelle Versteck der Drachen wird bedroht durch das Herannahen der Menschen. Auf ihrer Reise finden sie weitere Freunde, vor allem den menschlichen Drachenreiter Ben. Die größte Bedrohung erfahren sie aber durch den drachenjagenden Nesselbrand - einem künstlich geschaffenen drachenähnlichen Wesen mit goldenem Panzer. Sie bekommen Hilfe durch freundliche Wesen und Menschen - und nur zusammen können sie ihr Ziel schließlich erreichen und den Feind besiegen. 

Cornelia Funke hat mit Drachenreiter eine anrührende Geschichte mit interessanten magischen Wesen geschrieben, in dem die klug ausgearbeiteten Charaktere über sich hinauswachsen müssen, um erfolgreich zu sein. Es geht um Freundschaft, die auch über Schwächen hinwegsehen und verzeihen kann.

 Cornelia Funke, Drachenreiter. Dressler, Hamburg 1997.


Friday, March 29, 2024

Rebecca Yarros - Fourth Wing

Trotz der über 750 Seiten war das Drachen-Fantasy-Epos Fourth Wing von Rebecca Yarros schnell gelesen. Es entstand beinahe sofort ein Lesesog und man befand sich mit der Protagonistin Violet Sorrengail im Basgiath War College. Anstatt Schriftgelehrte zu werden wie ihr verstorbener Vater muss sich Violet durch die Ausbildung zur Drachenreiterin kämpfen und schwebt in ständiger Lebensgefahr. Denn bis zu dem gewichtigen Tag, an dem die Drachen entscheiden, an welchen Reiter sie sich binden, trachten auch die Mitstudenten ihr nach dem Leben - als direkte Konkurrentin und vor allem auch als Tochter der Generalin Sorrengail, die für die Hinrichtung einiger Eltern ihrer Mitstudenten verantwortlich ist. Denn diese überlebenden Kinder der einige Jahre zurückliegenden Rebellion, sind verpflichtet, zu Drachenreitern zu werden - oder eben dabei umzukommen. Die größte Bedrohung sieht Violet zunächst in dem Anführer dieser Gruppe, Xaden, der natürlich über alle Maßen düster, attraktiv und erfolgreich ist. Den Rest kann man sich denken... 
Als sie schließlich nicht nur von einem, sondern von zwei Drachen erwählt wird, verschieben sich die Machtverhältnisse, denn einer ihrer Drachen ist mit Xadens Drachen verbunden. Den Rest kann man sich denken...
Dramatisch wird es, als die "Rebellen"-Reiter zusammen mit Violet auf eine Mission in feindliches Gebiet geschickt werden und es kommt der unvermeidliche Plottwist, denn natürlich kann man keiner Geschichtsschreibung trauen, die man nicht selbst gefälscht hat. Fourth Wing endet zudem mit einem Cliffhanger und der Frage, wie es unter diesen Bedingungen mit Xaden und Violet weitergehen kann... - siehe Band zwei, Iron Flame. 

Die Autorin erschafft eine komplexe und interessante Fantasywelt, in die man sich schon nach wenigen Seiten einlebt. Der Plot ist emotional und actionreich, die Protagonistin von ihren Eigenschaften her interessant, wenngleich sie doch ab und an naiv-planlos handelt, nunja, sie ist noch jung und unerfahren. Trotz der Leerstellen bezüglich der Gründe für die Kriegssituation, in der sich das Land befindet und die eigentlich die Handlungsbasis für alles darstellt, ist alles weitgehend glaubhaft, und erst diese Leerstellen erlauben später den Plottwist. Andere Aspekte sind deutlich klischeebelastet, vor allem die sexuelle Anziehung zwischen Violet und Xaden ist zu plakativ und nervt eher, aber diese Szenen sind vielleicht für Fans des Romantic Fantasy essentiell, für mich unterbrachen sie eher die restliche Handlung. Die Verbindung zwischen Drachen und Mensch und die "Drachenethik" empfand ich als spannendsten Aspekt, der für meinen Geschmack noch ausbaufähig ist. Insgesamt hat Fourth Wing aber viel Lesefreude gemacht und auch wenn ich kein Durchbrechen der Klischees erwarte, so werde ich Iron Flame bestimmt auch noch lesen. 

Rebecca Yarros, Fourth Wing. dtv, München 2023.

Tuesday, November 14, 2017

T. Williams/D. Beale - Die Drachen der Tinkerfarm

"Ohhh! Drachen!", dachte ich, und "Oh, Andreas Fröhlich!" und war schon halb überzeugt. Tad Williams als bekannter Fantasy-Autor wird auch nicht schlecht sein, so mein nächster Gedanke, und so begann ich das Audiobook mit durchaus positiver Grundeinstellung.
Doch Die Drachen der Tinkerfarm konnte leider nicht überzeugen. Die Story in Kürze:

Die Geschwister Tylor und Lucinda werden auf die Farm ihres Onkels Gideon eingeladen, ohne zu ahnen, dass dieser statt normaler Tiere Drachen, Einhörner und andere Fabelwesen hält. Auch die Bewohner dort sind alle ein wenig seltsam und nicht ganz von dieser Welt.  Die beiden Kids versuchen, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Im Grunde keine schlechten Zutaten für einen Fantasyroman, aber irgendwie springt die Geschichte ständig zwischen irgendwelchen Teilaspekten (die verschwundene Frau des Onkels, die Drachen, die Nachbarskinder, Gideons missliche wirtschaftliche Lage, der durchgeknallte Colin und seine Machenschaften, die Zaubertussi und ihr Schwarzhörnchen...) ohne wirklich einen Erzählstrang befriedigend zuendezubringen. Vielleicht ist hier beim Audiobook auch zwischendurch ungünstig gekürzt worden, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht einfangen können, obwohl Andreas Fröhlich sicherlich eine gute Interpretationsleistung abliefert. Das Werk motiviert mich jetzt nicht für weitere Bücher von Tad Williams, ich nehme aber gern Vorschläge entgegen, was denn vielleicht den ersten Eindruck dieses Autors verbessern könnte.

Tad Williams/Deborah Beale, Die Drachen der Tinkerfarm.  Hörverlag 2009.


Saturday, October 25, 2008

Christopher Paolini


Dragons...

Ich las, dass Christopher Paolini seine als Trilogie geplante Fantasywelt nun um ein viertes Buch erweitern musste. Ich habe das erste der bislang drei erschienenen auf Deutsch gelesen und stecke nun im Hörbuch vom zweiten Teil, das ich allerdings auf Englisch höre. Letzteres verbessert, so glaube ich, einmal mehr die Qualität von Dialogen und Erzählstil, aber vor allem hat die Listening Library mit Gerard Doyle wieder einmal einen exzellenten Vorleser gefunden. War ich doch schon von den auch dort erschienenen Harry Potter Lesungen (Hurray for Jim Dale!) schwer begeistert, so gelingt es auch Doyle, die einzelnen Charaktere ( Eragon, Saphira, Zwerge und Elfen) wunderbar darzustellen.
Andererseits: Wäre dies nicht der Fall, würde man wohl auch kaum 20 CDs lang durchhalten!