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Wednesday, February 10, 2016

No bread today - logistics fail

When my last bread machine broke down after many many breads I wanted a new one for sure. I did what one ususally does, read some tests, compared features and prices, read some reviews. Then I tried to buy one in local stores and it wasn't possible to find a store who had the one I wanted. So I finally decided to order it online because I didn't want to wait any longer. It didn't take long to ship it and the packet arrived shortly and as planned. But when I opened it I found this - a big heavy packet of washing powder!
Parcel number and address were correct, but I won't be baking any bread today!
I'm a bit annoyed because I have to send the washing powder back and wait a few more days for the bread machine but I guess this happens if there are thousands and thousands of packets packed every day.
I'm wondering now... is whoever ordered the washing powder now the lucky owner of my bread machine?

12.2.2016: Actually, it arrived just one day later, they really tried to get that right. There is fresh bread in the house now! :)

Sunday, June 09, 2013

Buchchallenge 20/13 - erfüllt!

Die Vorgabe für die Buchchallenge 20/13 von Mandy (bookaholicasworld) waren 20 Kategorien, von denen 13 erfüllt werden sollten. Die Challenge habe ich als sehr lesemotivierend empfunden, wodurch ich jetzt im Juni bereits alle 20 Kategorien erfüllt habe. Hier ist eine kleine Collage meiner gelesenen Bücher, dahinter noch einmal die Auflistung der Kategorien und die von mir gewählten Titel (etwas detaillierter zu finden auf der Challenges Seite). Alle Rezensionen sind unter dem Label book challenge abrufbar.
Statistisch gesehen
  • habe ich nur sechs der 20 als tatsächliches Buch gelesen, die übrigen waren e-books. 
  • sind nur drei der 20 Bücher auf Englisch.
  • sind es in Bezug auf das Genre neben "normalen" Romanen vier Thriller, fünf Kinder-/Jugendbücher, drei Bücher mit biographischem Hintergrund, drei Klassiker, zwei Sachbücher und zwei Satiren.
  • sind das zusammen 6376 Seiten.

  1. Ein Buch mit mindestens 500 Seiten
    Jussi Adler Olsen: Verachtung
    Der vierte Band der Carl-Moerk-Reihe hat 544 Seiten.
    ausgelesen am 17.1.2013
  2. Ein Buch, dessen Cover dir gar nicht gefällt
    J.K. Rowling: A Casual Vacancy
    Natürlich ist man gespannt, ob Rowling auch noch etwas anderes als Harry Potter schreiben kann, aber das Cover ist in der Tat hässlich, oder?
    ausgelesen am 13.4.2013
  3. Ein Buch, das mit dem Buchstaben “Z” im Titel beginnt
    David Nicholls: Zwei an einem Tag

    ausgelesen am 10.2.2013
  4. Ein Buch in dem mindestens ein Tier vorkommt.
    Jutta Richter: Ich bin hier bloß der Hund

    ausgelesen am 13.3.2013
  5. Ein Buch, das mittlerweile seit einem Jahr auf deinem SuB liegt
    Markus Orths: Lehrerzimmer
    Dieses Buch lag seit mindestens vier Jahren herum.ausgelesen am 30.5.2013
  6. Ein Buch, das schon einmal gelesen wurde oder gebraucht ist
    Heinrich Böll: Irisches Tagebuch

    Ich habe es vor vielen Jahren bereits gelesen, eigentlich wollte ich es zu meiner Irlandreise das zweite Mal lesen, nun wurde es Teil der Challenge.ausgelesen am 15.2.2013
  7. Ein Buch mit einem schwarz-weißen Cover
    Timur Vermes: Er ist wieder da

    ausgelesen am 13.3.2013
  8. Ein Buch, das du abgebrochen und nie beendet hast
    Isabel Abedi: Isola
    Ich hatte es bereits einmal angefangen als Bibliotheksleihe und dann wieder weggelegt und abgegeben, weil es mir nicht so besonders zusagte, als e-book beendet.ausgelesen am 10.1.2013
  9. Ein Buch, dessen Autor weder deutsch- noch englischsprachiger Herkunft ist
    Arnaldur Indridason: Abgründe
    Die Wahl fiel auf den
  10. Ein Buch, dessen Erscheinung du kaum erwarten konntest
    Kathy Reichs: Code
    Ich freute mich - zu recht - sehr auf den dritten Band der Virals-Reihe.
    ausgelesen am 7.1.2013
  11. Ein Buch, das alle Vokale [a, e, i, o, u] im Titel enthält
    Suzanne Collins: Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe 

    ausgelesen am 18.2.2013
  12. Ein Buch von einem kleinen/unbekannteren Verlag
    Gerd König: Astrid Lindgren
    In der Stadtbibliothek gab es ein kleines Büchlein aus dem Down to Earth Verlag.ausgelesen am 21.3.2013
  13. Ein Buch, das vor dem 21. Jahrhundert veröffentlicht wurde (bis 1999)
    Lewis Carroll: Alice's Adventures in Wonderland

    Ein Klassiker aus dem Jahr 1865 (!) , den ich immer schon einmal (und auch im Original) lesen wollte.ausgelesen am 4.5.2013
  14. Ein Buch, dessen Autor oder Genre dich bisher nicht begeistern konnte
    Keigo Higashino: Verdächtige Geliebte

    Japanische Literatur ist bisher absolutes Neuland, bis auf einen vereinsamten Murakami, an dessen Titel ich mich nicht einmal mehr erinnern kann, kenne ich keine japanischen Autoren. ausgelesen am 28.3.2013
  15. Ein Buch, das eine andere Person wahllos aus deinem SuB fischt
    Alina Bronsky: Scherbenpark

    ausgelesen am 26.1.2013
  16. Ein Buch, dessen Autor den Nobelpreis erhalten hat
    John Steinbeck: Tortilla Flat
    Ich wollte schon immer mal mehr von John Steinbeck lesen, der den Preis 1962 bekommen hat.
    ausgelesen am 29.5.2013
  17. Ein Buch, das du lesen möchtest, bevor der Film erscheint
    Suzanne Collins: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

    ausgelesen am 26.1.2013
  18. Ein Buch, das im Titel eine Fantasy-Gestalt enthält
    Juli Zeh: Adler und Engel

    ausgelesen am 25.5.2013
  19. Ein Buch, das auf einer wahren Begebenheit basiert
    Patrick Swayze und Lisa Niemi: The Time of My Life
    Auf dieses Buch bin durch die Rezension einer anderen Challenge-Teilnehmerin gestoßen.ausgelesen am 9.6.2013
  20. Ein Buch lesen, in dem es um das Thema BÜCHER geht
    Ulrich Greiner: Leseverführer

    ausgelesen am 18.1.2013

Tuesday, February 12, 2013

William Paul Young - Die Hütte

Inzwischen ist es bereits einige Jahre her, das mir ein Freund begeistert von William Paul Youngs Buch Die Hütte berichtete. Er war berührt von der Art und Weise, mit der Young Religion und Glauben literarisch verarbeitete. Zum Buchkauf hatte mich das nicht bewegt, aber wieder einmal ermöglichte die lokale Stadtbibliothek das Hören des Audiobooks. (Hier sei erwähnt, dass die sogenannte owl-eAusleihe großartig ist. Durch den Verbund der lokalen Bibliotheken ist das Medienangebot wirklich ganz beachtlich geworden.)
Zum Inhalt:
"Macks jüngste Tochter ist vor Jahren entführt und wahrscheinlich umgebracht worden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden, in deren Nähe die Familie auf einem Ausflug campierte. Jetzt erhält Mack rätselhafte Einladungen, die ihn aus seiner tiefen Depression reißen, in der er mit Gott über den Verlust hadert. Diese Einladungen locken ihn in die Hütte, wo er an einem bemerkenswerten Wochenende Gott, Jesus und den Heiligen Geist persönlich trifft. In furiosen Dialogen mit Gott über das Böse und den Schmerz der Welt kommt Mack zu einem neuen Verständnis von Schöpfung und Christentum."
Die Grundidee dieser Begegnung ist schlicht und genial - birgt aber die Gefahr der Simplifizierung. Ist Gott wirklich so einfach zu fassen, wie die Unterhaltungen Macks mit den drei Personifikationen glauben lassen? Ist auch der Weg zum Glauben und vor allem zur Vergebung so unkompliziert?
So ist mein Urteil über Die Hütte zweigeteilt.
Einerseits ermöglicht es jedem, der bereit ist, sich auf das Gedankenexperiment dieser Begegnung mit Gott einzulassen, eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben. Dabei werden stellt Young natürlich auch die schwierigen Glaubensaspekte, mit den größten Möglichkeiten zu zweifeln, in den Mittelpunkt der Gespräche Macks mit Gott. Auseinandersetzung ist gut.
Andererseits sind einige der Antworten/Fingerzeige/Angebote Gottes sehr einfach - zu einfach. Teilweise sind die Bilder, mit denen sie dargestellt werden, sehr romantisch und aufdringlich offensichtlich. Vielleicht liegt es an mir, ich empfinde Glauben als komplizierter, vielschichter, als dass man mit ein paar einfachen Begegnungen, Gesprächen und symbolhaften Bildern sogleich zu einer tiefgreifenden Lebens- und Glaubensveränderung gelangt. Das erscheint mir als Prozess zu kurz gegriffen.
Nun, man kann natürlich das ganze Buch auch als Parabel betrachten, dann funktioniert es vielleicht besser, zumdem man sich eventuell auch stärker darauf einlassen könnte, als ich es vielleicht getan habe. Wer sich mit seinem eigenen Glauben auseinandersetzen möchte, dem bietet Die Hütte aber sicher Ansätze, um dies zu tun. 

William Paul Young, Die Hütte. Hörbuch Hamburg 2012.

Friday, October 19, 2012

Janne Teller - Krieg

Das kleine Buch von Janne Teller hat das Format eines Reisepasses, weinrot, ledrige Pappoberfläche.
„Wenn bei uns Krieg wäre. Wohin würdest du gehen?
Wenn durch die Bomben der größte Teil des Landes, der größte Teil der Stadt in Ruinen läge? Wenn das Haus, in dem du mit deiner Familie lebst, Löcher in den Wänden hätte? Wenn alle Fensterscheiben zerbrochen, das Dach weggerissen wäre? Der Winter steht bevor, die Heizung funktioniert nicht, es regnet herein. Ihr könnt euch nur im Keller aufhalten. Deine Mutter hat Bronchitis, und bald wird sie wieder eine Lungenentzündung bekommen. [...]“
So beginnt das Gedankenexperiment der dänischen Autorin Janne Teller (*1964 in Kopenhagen), das sie ursprünglich 2001 als fiktiven Essay in einer Lehrerzeitschrift veröffentlichte und das in den jeweiligen Übersetzungen den individuellen Gegebenheiten des Landes angepasst wurde. Sie entwirft darin ein Szenario, dass den Leser zum Opfer einer Kriegssituation macht, aus der die Familie fliehen muss. Nicht nur das ohnmächtige Erleben der Vernichtung der soliden Lebensgrundlage ist Thema, sondern vor allem die entsetzliche Situation als Flüchtling zum Bittsteller im fremden, nicht wohlgesonnenen Land zu werden.

So schreibt Teller im Nachwort:
„Das heutige Thema ist Migration, die durch menschliche oder Naturkatastrophen in aller Welt ausgelöst wird, die Bedrohung der körperlichen und seelischen Unversehrtheit von Familien und Einzelpersonen aus vielen verschiedenen Gründen, sowie soziale Ungleichheiten und mangelnde wirtschaftliche Chancen. Es geht um eine Begegnung der Kulturen, um das Vermögen und mehr noch die Bereitschaft von Einzelnen, Gruppen und ganzen Völkern, aufeinander zuzugehen. Es geht um unser Selbstverständnis, die Frage, wie jeder sich selbst und andere sieht, die fremden Ankömmlinge zum einen, die Gastgeber der Ankömmlinge zum anderen.“
Leider ist dies immer aktuell, in Deutschland und in vielen anderen Ländern. Tellers Botschaft ist klar. Ich denke, ihr Weg, die Problematik Menschen durch den Perspektivwechsel näherzubringen  ist ein guter Ansatz. Auch die Illustrationen von Helle Vibeke Jensen sind eindrucksvoll. Für mich selbst blieb die Flüchtlingsperspektive dennoch abstrakt, funktionierte nicht richtig. Vielleicht bedeutet dies aber nur, dass ich zu verhaftet bin in meinem eigenen Wohlstandsleben, zu wenig empathisch. Die Botschaft nehme ich dennoch mit.


Die deutsche Website zum Buch ist umfangreich, lässt die Autorin zu Wort kommen (u.a. in einem kleinen Video) und bietet Raum für Eindrücke und Diskussionen.


Janne Teller, Krieg – Stell dir vor, er wäre hier. Hanser, München 2011.

Tuesday, August 14, 2012

R20 - Rund um Gütersloh

Seitenarm der Lutter
Fahrradtour rund um Gütersloh auf dem R20: 45.61 km in etwas mehr als drei Stunden: Hervorragendes Wetter, gute Strecken, ordentlich Beschilderung und eine nette Einkehr in Isselhorst.

Tuesday, February 07, 2012

Bastian Bielendorfer - Lehrerkind

Vielleicht irgendwie logisch, dass ich dieses Buch geschenkt bekam. 
Bastian Bielendorfer, geboren 1984 in Gelsenkirchen, schreibt mit Mitte 20 seine Autobiographie über seine schwere Kindheit als Lehrerkind.
Zugegeben, Lehrerkind zu sein, ist vielleicht nicht immer leicht, Lehrer sind schon eine besondere und manchmal sehr anstrengende Sorte Leute. Bielendorfer beschreibt mit ironischem Ton seine eigenen Unzulänglichkeiten (davon sind scheinbar reichlich vorhanden) und vor allem die seiner Erziehungsberechtigten. Die der Letzteren grenzen an seelische Grausamkeiten, wenn sie sich denn in der Form zugetragen haben, wie "Basti" sie beschreibt. Einiges ist  überzogen dargestellt (okay, schriftstellerische Freiheit), aber wirkt dadurch nur noch unglaubwürdig. Ein Vater, der seinen Sohn in Unterwäsche zur Schule schickt für einen Aprilscherz? Scrabble hat BB jedenfalls nie ersthaft gespielt, oder aber er hat die Regeln absichtlich falsch dargestellt?! 
Der Tonfall des Buches ist extrem umgangssprachlich (einige Rezensenten zählten sogar die banalen Vergleiche und Fäkalausdrücke und kamen auf extrem hohe Werte...) und oberflächlich. Gedanken und Geschichten werden angerissen, aber nicht zuende gebracht. Beweggründe für seine Entscheidung, allen schlimmen Lehrererfahrungen zum Trotz selbst Lehramt zu studieren, liefert Bastian Bielendorfer nicht. Und wer je nur ein bisschen Lehrerausbildung von innen gesehen hat (unabhängig davon, wie schlecht sie meistens ist), der weiß, dass die von ihm geschilderte fehlgeschlagene erste Unterrichtsstunde ein Totalausfall ist und seine eigene Unfähigkeit darstellt. Was Lehrersein tatsächlich bedeutet, begreift er nicht einmal ansatzweise, sondern bedient nur absolute Vorurteile, vor allem in den eingeschobenen Lehrerklassifizierungen.
Dieses Buch war weder witzig, noch brachte es Erkenntnisse darüber, was es bedeutet, Lehrerkind zu sein. Vielmehr hegt man den Verdacht, BB wolle mit seinen Eltern abrechnen, bzw. wusste nach dem Studiumsabbruch einfach nichts Besseres mit sich anzufangen, als ein Buch über sein Versagen zu schreiben.
Zeitverschwendung - bitte nicht lesen oder verschenken!

Bastian Bielendorfer, Lehrerkind. Lebenslänglich Pausenhof. Piper, München 2011.
Bastian Bielendorfer beantwortet fünf Fragen vom Piper Verlag


PS.: Ich mag diesem Post nicht einmal den Tag "Literarisches" geben...

Monday, January 02, 2012

Tulips

tulip card from Sanne, Netherlands
Every year soon after Christmas I see the first tulips at the florists' and I'm equally disturbed by it as by the sudden apperance of "Spekulatius" (almond cookies) and gingerbread in stores in September. It feels too early, it doesn't feel right. Winter hasn't even started yet but they want us to buy spring flowers? Why? 
I want to leave this dark and grey season behind as much as anyone else but some tulips won't make spring. 
Sometimes postcrossing cards make you explore the strangest things so I know now that there are 109 species of tulips and they were brought to Europe in the 16th century. There even was a tulip mania in the 17th century when tulip bulbs were sold for immense prices. Interestingly, the wikipedia article states that the
term "tulip mania" is now often used metaphorically to refer to any large economic bubble (when asset prices deviate from intrinsic values).
Something to think about a bit more.

Wednesday, October 05, 2011

Monday, October 03, 2011

Tea time


Noel Coward is an English playwright, composer, director, actor and singer (1899-1973).
I found this on top of my English breakfast tea (Twinings) I brought back from the UK. So British.They are also running a campaign "to take ten", to relax with a cup of tea. They did an animation video and chose a song by Charlene Soraia, Where You Will Go. Nicely done.

Tuesday, April 19, 2011

Erinnert


Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Treue, so weit die Wolken gehen.

Psalm 108,5
An manche Dinge erinnert man sich selten, aber dann kommt ein besonderer Anlass und man erinnert sich. Hier sind es Worte, mit 14 ausgewählt, als eine Art Überschrift über das Leben geschrieben. Bedeutsamkeit.
Heute denke ich an Reisen, an beschützt sein unter dem weiten Himmel, an ein Miteinander gehen. Und daran, dass 14 lange her ist und ich mich dennoch an das Gefühl von damals erinnern kann. Das ist gut.

Tuesday, January 05, 2010

Entschleunigung



Ich habe den letzten James Bond Film damals gehasst. Nicht wegen seiner nichtsnützigen Story, nicht wegen dem nur schwer zu ertagenden, leidenden Protagonisten, nicht wegen der elendigen unterschwelligen Werbung für elendige Statussymbolprodukte.
Er war mir zu schnell. Ich könnte zur Story jetzt eigentlich nichts mehr sagen. Ich habe keine Ahnung, worum es ging, ich konnte zwischendurch noch nicht einmal mehr sagen, welche Personen sich gerade wo befanden und was sie taten. Sekundenschnitte. Zack, zack, zack.
Erzähltempo 220.
Im letzten Jahr hat mich oft die Frage beschäftigt, warum sich das Leben manchmal auch so anfühlt. Erzähltempo 220. Überforderung. Physisch, psychisch, sozial, arbeitstechnisch...
Zweimal bin ich in den letzten Tagen darauf gestoßen und es macht mich noch nachdenklicher, als ich sowieso schon bin.
In der Zeit stand ein Artikel über die Die Wiederentdeckung der Muße, der Geist braucht Pausen, um wirklich gut arbeiten zu können.
Raventhird schreibt in seinem Blog über Analogik und darüber, wie anstrengend Twitter, Facebook und die ganze Blogosphäre sein können.
Ich will nicht den ollen Buchtitel Die Entdeckung der Langsamkeit wieder hervorkramen, aber ich glaube dennoch, dass uns etwas Entschleunigung gut tun könnte.

Sunday, November 08, 2009

Wo bisse wech?

Mein ostwestfälisches Lieblingswort weg und was Matthias E. Borner in seinem Buch (s.u.) dazu schreibt:

Bedeutung: her

Anwendungsbeispiel: "Haste schon gehöat - der Sohn von Jöstingmeyers heiratet. Ein gewisses Fräulein Lüchow." - "Na, das ist aber keine Gebüatige. Wo kommt die denn uasprünglich weg?"

Die Verwendung des Partikels "weg" (bzw. genauer: "wech") anstelle des im Rest der Republik benutzten "her" ist eine der wenigen sprachlichen Eigenarten, die der Ostwestfale bewusst verwendet, ja, die er kultiviert hat und auf die er zurecht stolz ist. Während er in Gesprächen mit Auswärtigen durchaus diskussionsbereit ist, ob ein Wort wie "Bratskartoffeln" eventuell einen Buchstaben zuviel enthält, bleibt er stur, wenn es darum geht, "wegkommen" statt "herkommen" zu sagen.

Diese scheinbare Unbelehrbarkeit entspringt der Überzeugung, die einzig richtige Vokabel zu verwenden. Denn wenn jemand irgendwo herkommt, dann ist er ja nicht mehr dort, wo er ursprünglich war, sondern fehlt an jenem Ort - folglich ist er dort weg.

So weit, so logisch - das kann auch der erst kürzlich zugezogene Neu-Bielefelder nachvollziehen und schnell in seinen Sprachschatz übernehmen. Doch neben einfachen Anwendungen wie "Wo kricht man den in Sennestadt günstich Pölter wech?" gibt es auch schwierigere Satzkonstruktionen. So kann z.B. "wechkommen" auch eine Kombination aus "herkommen" und "weggehen" sein, z.B. wenn eine Mutter ihren Steppke beim Spielen in einer Mülltonne erwischt und ihn mit einem "Komm da sofort bei wech!" zu sich zitiert.

Matthias E. Borner, Pömpel, Patt und Pillepoppen. Grundwortschatz zum Überleben in Bielefeld. Ein Vokabeltrainer für Zugezogene in 55 Lektionen. Isselhorst 2008.
http://www.bielefelderisch.de

Friday, April 03, 2009

Intelligenz


Kleines, kurzweiliges Buch vom Comedian Dieter Nuhr. Die Frage wird selbstverständlich nicht wirklich beantwortet, aber die ein oder andere zynisch-sarkastische bzw. intelligente (!) Beobachtung gelingt ihm doch. Kein Must-Read, aber nett unterhaltend.
Dieter Nuhr, Gibt es intelligentes Leben? rororo, Reinbek 2006.

Tuesday, February 10, 2009

Blond



Vorweg: Im Grunde ist mir die Haarfarbe meiner Mitmenschen fürchterlich egal.
Ich habe nichts gegen Menschen mit blonden Haaren, auch nichts speziell gegen Frauen mit blonden Haaren.
Aber heute war ich müde im Auto auf dem Weg nach Hause und schreckte hoch, als vor mir ein Heckscheibenaufkleber mit dem Schriftzug "Achtung - hier fährt eine Blondiene!" auftauchte. (Im Vorbeifahren sah ich auch noch das mit Kunstrasen ausgelegte Armaturenbrett und die Diddl-Maus am Mittelspiegel, aber das nur am Rande...)
Ich verstehe nicht, wieso man sich als blonde Frau mit dem Klischee der blonden Frau behängt - und dann liefert man auch noch die Bestätigung, dass man wirklich blöd ist, zumindest im Bereich der Rechtschreibung?
Soll man da "Zum Glück!" sagen, wenn man weiß, dass blond langsam ausstirbt?
Aber wenn mehr Frauen sich mit einem derart aussagestarken Aufkleber auf dem Auto schützen, vielleicht überlebt blond ja dann doch.