Saturday, October 25, 2008

Christopher Paolini


Dragons...

Ich las, dass Christopher Paolini seine als Trilogie geplante Fantasywelt nun um ein viertes Buch erweitern musste. Ich habe das erste der bislang drei erschienenen auf Deutsch gelesen und stecke nun im Hörbuch vom zweiten Teil, das ich allerdings auf Englisch höre. Letzteres verbessert, so glaube ich, einmal mehr die Qualität von Dialogen und Erzählstil, aber vor allem hat die Listening Library mit Gerard Doyle wieder einmal einen exzellenten Vorleser gefunden. War ich doch schon von den auch dort erschienenen Harry Potter Lesungen (Hurray for Jim Dale!) schwer begeistert, so gelingt es auch Doyle, die einzelnen Charaktere ( Eragon, Saphira, Zwerge und Elfen) wunderbar darzustellen.
Andererseits: Wäre dies nicht der Fall, würde man wohl auch kaum 20 CDs lang durchhalten!

Friday, October 24, 2008

Erich Fried: Das richtige Wort

Nicht Schlafen mit dir
nein: Wachsein mit dir
ist das Wort
das die Küsse küssen kommt
und das das Streicheln streichelt
und das unser Einatmen atmet
aus deinem Schoß
und aus deinen Achselhöhlen
in meinen Mund
und aus meinem Mund
und aus meinem Haar
zwischen deine Lippen

und das uns die Sprache gibt
Von dir für mich
und von mir für dich
eines dem anderen verständlicher
als alles

Wachsein mit dir
das ist die endliche Nähe
das Sichaneinanderfügen
der endlosen Hoffnungen
durch das wir einander kennen

Wachsein mit dir
und dann
einschlafen mit dir

Aus: Erich Fried, Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte. Wagenbach-Verlag, Berlin 1983.

Thursday, October 23, 2008

Anfang



Am Anfang war das Wort
und nicht das Geschwätz,
und am Ende wird nicht die Propaganda sein,
sondern wieder das Wort.
Gottfried Benn, 1956

Wednesday, October 22, 2008

Sonne

Was hilft aller Sonnenaufgang,
wenn wir nicht aufstehen?
Georg Christoph Lichtenberg

Monday, October 20, 2008

Erich Fried: Logos




Das Wort ist mein Schwert
und das Wort beschwert mich

Das Wort ist mein Schild
und das Wort schilt mich

Das Wort ist fest
und das Wort ist lose

Das Wort ist mein Fest
und das Wort ist mein Los

Aus: Erich Fried, Befreiung von der Flucht. Gedichte und Gegengedichte. Claasen-Verlag, Hamburg 1968.

Friday, October 17, 2008

Anna Gavalda - Ich habe sie geliebt


Nachdem ich "Zusammen ist man weniger allein" so mochte, stolperte ich neulich über zwei weitere, kürzere Romane von Anna Gavalda. Den ersten, "Ich habe sie geliebt", habe ich in zwei Nächten verschlungen und er ist wunderschön. Die Geschichte ist herzzerreißend. Die Frage: Wenn die Liebe ungewollt zuschlägt, entscheidet Mann sich besser für die Liebe oder für die Frau und das Leben, mit dem man verheiratet ist?

Chloé wird von ihrem Ehemann verlassen und ihr Schwiegervater entführt sie zur Erholung in das Landhaus der Familie, wo er ihr von den nie erzählten Untiefen seines eigenen Lebens erzählt. Er erzählt von der eigenen ungelebten Liebe, dem Unglücklichsein in einer Ehe, die nicht mehr gewollt, aber bequemer war. Dem tritt Chloé mit ihrem Unglück über das Verlassensein entgegen - mit Tränen, Verzweiflung und Unglauben über das Geschehene.

Die Beantwortung der Frage bleibt offen.
Anna Gavalda, Ich habe sie geliebt. Fischer, Frankfurt am Main 2008.

Wednesday, October 15, 2008

Why did the chicken cross the road?



BARACK OBAMA: The chicken crossed the road because it was time for a CHANGE! The chicken wanted CHANGE!

JOHN MC CAIN: My friends, that chicken crossed the road because he recognized the need to engage in cooperation and dialogue with all the chickens on the other side of the road.

HILLARY CLINTON: When I was First Lady, I personally helped that little chicken to cross the road. This experience makes me uniquely qualified to ensure — right from Day One! — that every chicken in this country gets the chance it deserves to cross the road. But then, this really isn’t about me…….

DR. PHIL: The problem we have here is that this chicken won’t realize that he must first deal with the problem on ’THIS’ side of the road before it goes after the problem on the ’OTHER SIDE’ of the road. What we need to do is help him realize how stupid he’s acting by not taking on his ‘CURRENT’ problems before adding ’NEW’ problems.

OPRAH: Well, I understand that the chicken is having problems, which is why he wants to cross this road so bad. So instead of having the chicken learn from his mistakes and take falls, which is a part of life, I’m going to give this chicken a car so that he can just drive across the road and not live his life like the rest of the chickens.

GEORGE W. BUSH: We don’t really care why the chicken crossed the road. We just want to know if the chicken is on our side of the road, or not. The chicken is either against us, or for us. There is no middle ground here.

COLIN POWELL: Now to the left of the screen, you can clearly see the satellite image of the chicken crossing the road…

ANDERSON COOPER - CNN: We have reason to believe there is a chicken, but we have not yet been allowed to have access to the other side of the road.

JOHN KERRY: Although I voted to let the chicken cross the road, I am now against it! It was the wrong road to cross, and I was misled about the chicken’s intentions. I am not for it now, and will remain against it.

NANCY GRACE: That chicken crossed the road because he’s GUILTY! You can see it in his eyes and the way he walks.

PAT BUCHANAN: To steal the job of a decent, hardworking American.

MARTHA STEWART: No one called me to warn me which way that chicken was going. I had a standing order at the Farmer’s Market to sell my eggs when the price dropped to a certain level. No little bird gave me any insider information.

DR SEUSS: Did the chicken cross the road? Did he cross it with a toad? Yes, the chicken crossed the road, but why it crossed I’ve not been told.

ERNEST HEMINGWAY: To die in the rain. Alone.

JERRY FALWELL: Because the chicken was gay! Can’t you people see the plain truth? That’s why they call it the ’other side.’ Yes, my friends, that chicken is gay. And if you eat that chicken, you will become gay too. I say we boycott all chickens until we sort out this abomination that the liberal media white washes with seemingly harmless phrases like ’the other side.’ That chicken should not be crossing the road. It’s as plain and as simple as that.

GRANDPA: In my day we didn’t ask why the chicken crossed the road. Somebody told us the chicken crossed the road, and that was good enough.

BARBARA WALTERS: Isn’t that interesting? In a few moments, we will be listening to the chicken tell, for the first time, the heart warming story of how it experienced a serious case of molting, and went on to accomplish its life long dream of crossing the road.

ARISTOTLE: It is the nature of chickens to cross the road.

JOHN LENNON: Imagine all the chickens in the world crossing roads together, in peace.

BILL GATES: I have just released eChicken2007, which will not only cross roads, but will lay eggs, file your important documents, and balance your check book. Internet Explorer is an integral part of the Chicken. This new platform is much more stable and will never cra…#@&&^(C% ……… reboot.

ALBERT EINSTEIN: Did the chicken really cross the road, or did the road move beneath the chicken?

BILL CLINTON: I did not cross the road with THAT chicken. What is your definition of chicken?

AL GORE: I invented the chicken!

COLONEL SANDERS: Did I miss one?

DICK CHENEY: Where’s my gun?

AL SHARPTON: Why are all the chickens white? We need some black chickens.
Die Quelle dieser Sammlung war leider nicht aufzutreiben. Die Links zu den wikipedia-Artikeln zu den einzelnen Personen stammen von mir, da mir nicht alle im Detail bekannt waren.

Monday, October 13, 2008

Die lieben Kleinen...

Selten habe ich über ein Buch mit so vielen Kollegen, Bekannten und Freunden gesprochen. Bevor ich es noch zuende gelesen hatte, dachte ich, dass Michael Winterhoff wohl vermutlich - leider - Recht hat.
Der Titel "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" ist natürlich reißerisch, aber man muss nicht als Lehrer tätig sein, um von Zeit zu Zeit unschönen Kinderszenen in Supermarkt, Bekanntenkreis oder sonstwo zu begegnen. Bei vielen der Fallbeispiele spürte ich mich innerlich nicken, klar, habe ich auch schon oft gesehen. Und mit oft meine ich oft.
Michael Winterhoff spricht von Störungen der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, der Lernbereitschaft und von uns als Respektlosigkeit wahrgenommenem Verhalten.
Die Ursache für diese verschiedenen Auffälligkeiten: Diese Kinder haben nicht die dafür notwendige psychische Reife entwickeln können.
Die Gründe dafür liegen in der Beziehung zu Eltern und anderen an der Erziehung beteiligten Personen, sprich Großeltern, Erzieher im Kindergarten, Lehrer, usw. Diese Beziehungen sind nicht wie früher hierarchisch geprägt - Erwachsener <-> Kind - wobei der Erwachsene dabei Grenzen aufzeigt, sich vor allem selbst klar abgrenzt und zwar auch als jemand, der mehr Rechte, mehr Wissen und dadurch auch Entscheidungsgewalt hat.
Statt dessen haben wir partnerschaftliche, projizierende und symbiotische Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern (für genauere Begriffserklärungen, Zusammenfassungen: siehe Linksammlung). Gerade die erstere ist dabei weit verbreitet und wir sehen Beispiele für partnerschaftlichen Umgang mit Kindern täglich, ja, ich habe es sogar in der Lehrerausbildung deutlich beigebracht bekommen (naja, *deutlich* habe ich da eigentlich nichts beigebracht bekommen, aber das ist ja ein anderes Thema...). Mit Kindern auf Augenhöhe sein, ihnen Entscheidungen zu überlassen, sie frei entscheiden zu lassen: Lern ich dies, lern ich das, mach ich dies, mach ich das.... Nicht so extrem vielleicht, aber wenn Kinder selbst immer erfahren, dass sie frei entscheiden dürfen, Dinge nur nach dem Lustprinzip tun, gleichzeitig aber keine Frustationstoleranz erlernen konnten - wen wundert es dann, wenn diese in der Schule keinen Bock aufs Lernen, aufs Stillsein und Konzentrieren, auf Sich-Mühe-Geben haben? Es gibt ja keinen Grund dafür!
Leider hört Michael Winterhoff da auf, wo es für mich als Pädagogin interessant werden würde. Er maßt sich nicht an, aus seinen Überlegungen heraus neue didaktische Modellle und einzig wahre Lösungen zu basteln. Im Gegenteil: Man steht am Ende da mit einer neuen Blickweise auf die alltäglichen Probleme mit den auffälligen Kindern, aber man ist noch ratlos, was man nun mit der Erkenntnis anfangen soll. Aber ich finde die neue Blickweise bereits jetzt schon hilfreicher als das häufige Lamentieren und Verzweifeln über die manchmal wirklich dramatischen und vor allem im Arbeitsalltag anstrengenden Situationen.
Michael Winterhoff, Warum unsere Kinder Tyrannen werden Oder: Die Abschaffung der Kindheit. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008.

Friday, October 10, 2008

In Another Life



If I knew what I was after, I'd remember where I'd been
If I was sure of something better, I'd go, I'd go
But I am just another picture, and I watch myself like you
I imagine what you're thinking, I know, I know

Ten cent wings,
I'll take two
Pin them to my sweater and I'll sail above the blue
Ten cent wings, tried and true
Orbiting like satellites I'll sail away, with you

I will love across the borders,
I will wait until it's dark
I will fly and you'll be with me, my wings, your heart
then our memory may fail us and our language will go too

Ten cent wings, I'll take two
Pin them to my sweater and I'll sail above the blue
Ten cent wings, tried and true
Orbiting like satellites I'll sail away, with you

But I'll never tell,
I'll never say,
I'll never be that brave

Ten cent wings,
I'll take two
Pin them to my sweater and I'll sail above the blue
Ten cent wings, tried and true

In another life you are with me, and I'm with you



Jonatha Brooke, 10 Cent Wings, from the album "10 Cent Wings", 1997.

Thursday, October 09, 2008

Feiner Grusel...

„Es existiert...
Existiert in Euren Träumen, lebt von der Nacht – und Eurer Furcht.
Ihr wisst, wovon ich spreche!
Ihr meidet diese Orte, macht ‚pssst’ und seht euch verstohlen um, wenn es jemand wagt, darüber zu sprechen. Würdet um nichts in der Welt um jene Ecke sehen, hinter der es so ... seltsam geraschelt hat.
War da nicht sogar ein Atmen?“
Mehr über Gabriel Burns beim Fantasy-Guide und beim experiment-stille.de

Tuesday, October 07, 2008

Reinhard Mey

6. Oktober 2008 - Stadthalle Bielefeld
Der Mann in Schwarz sang zweieinhalb Stunden alte (sogar "Ich wollte wie Orpheus singen") und neue Lieder (von dem Album "Bunter Hund", 2007). Da steht er da allein auf der großen Bühne vor dem großen dunklen Saal, singt sich die Seele aus dem Leib und rührt mich immer wieder - zum Lachen, zum Weinen.
Und man hat auch nach all den vielen, vielen Bühnenjahren noch das Gefühl, er meint es wirklich..
"Die Zeit des Gauklers ist vorbei,
Verklungen Sang, Schnurrpfeiferei,
Verstummt die Laute, die der Musikant noch in den Händen hält,
Der Tisch verwaist, die Gläser leer,
Das Fest ist aus.
Es bleibt nichts mehr,
Als abzugeh‘n, man sagt:
Der Narr ist traurig, wenn der Vorhang fällt.
Und das Fest, das wir endlos wähnen,
Hat doch wie alles seinen Schluß.
Nun, keine Worte und keine Tränen,
Alles kommt, wie‘s kommen muß."
(Reinhard Mey, Die Zeit des Gauklers ist vorbei, vom Album "Wie vor Jahr und Tag", 1974)

Sunday, October 05, 2008

Man trifft sich immer zweimal...

"Es ist purer Egoismus, wenn du den ganzen Tag zu Hause frustriert rumsitzt und von jemandem erwartest, dass er dich permanent glücklich macht."

Keinohrhasen von Til Schweiger.

Mehr davon: Filmzitate!
:)

Friday, October 03, 2008

John Boyne - Der Junge im gestreiften Pyjama


Puh.
Das ist ein Buch, das im Gedächtnis bleiben wird: Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne.
Ich habe es in der Jugendbuchabteilung gefunden, hatte den Titel schon mehrfach irgendwo gelesen, wusste aber nichts darüber. Auch der Klappentext verät nichts:
"Die Geschichte von Der Junge im gestreiften Pyjama ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht."
So habe ich dann nach und nach Bruno, den Protagonisten der Geschichte, kennen gelernt. Er ist neun Jahre alt und weiß noch nicht sehr viel über die Welt, in der er lebt. Diese Welt verändert sich auch noch sehr, als er durch einen "beruflichen Wechsel" des Vaters umziehen muss.
So begibt er sich auf Forschungsreise...
Hier mag ich im Grunde nicht weitererzählen, denn ich glaube, dass meine Unvoreingenommenheit und Unwissenheit vor dem Lesen mir und dem Buch gut getan hat.
Nur soviel: Ich habe schon viele, viele Bücher zu dem Thema gelesen, als Kind, als Jugendliche und auch danach noch. Dieses hier war anders und auf eine andere Art und Weise aufrüttelnd.
Ich bin unsicher, wie Kinder das Buch auffassen und ob man als Elternteil dann sehr viel Nacharbeit leisten muss. Vielleicht. Aber es ist es wert.
John Boyne ist Ire und dieses Buch verhalf ihm zum internationalen Durchbruch. Es ist derweil in über 30 Sprachen übersetzt und hat zahlreiche Preise gewonnen.
Hier nur weiterlesen, wer das Buch nicht lesen will oder bereits weiß, worum es geht.
Ich fand die Stelle sehr beeindruckend.
"Man hätte meinen können, es handle sich um eine in sich geschlossene Stadt, in der Leute zusammen lebten und arbeiteten, eine Stadt die neben dem Haus lag, in dem er wohnte. Aber waren die Leute wirklich so anders? Alle Bewohner in dem Lager trugen die gleichen Sachen, jene gestreiften Anzüge und die dazu passenden gestreiften Stoffmützen; und alle, die durch sein Haus gingen (ausgenommen Mutter, Gretel und er), trugen Uniformen von unterschiedlicher Qualität und Ausführung, dazu Mützen oder Helme und leuchtende rot-schwarze Armbinden, und sie hatten Gewehre bei sich und sahen immer furchtbar streng aus, als wäre alles sehr wichtig, und das sollte bloß jedem klar sein.
Aber wo genau lag der Unterschied?, fragte er sich. Und wer entschied, welche Leute die gestreiften Anzüge und welche Leute die Uniformen trugen?"
John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008.

Wednesday, September 24, 2008

Hear me

Hear me
Hear me
You gotta be out there, you gotta be somewhere
Wherever you are - I'm waiting
'Cause there are these nights when I sing myself to sleep
And I'm hopin' my dreams bring you close to me
Are you listening?

Hear me
I'm cryin' out
I'm ready now
Turn my world upside down
Find me
I'm lost inside the crowd
It's getting loud
I need you to see
I'm screaming for you
Kelly Clarkson, Hear me, from "Breakaway", 2005.

Monday, September 22, 2008

Wishing For An Answered Prayer



You are the answered prayer
That I thought was never heard
But here you are in front of me
And I admit, I'm finding it hard to breathe and
I believe
In answered prayer

Keri Noble, Answered Prayer, from "Fearless", 2004.

Sunday, September 21, 2008

Jonathan Stroud - Drachenglut - Buried Fire


Nachdem ich mich die Bartimäus-Triologie von Jonathan Stroud mit Begeisterung gelesen hatte, war ich neugierig auf seine anderen Geschichte und las nun Drachenglut.
In der Geschichte geht es um einen in der Erde gefesselten Drachen, der einige Menschen aus dem naheliegenden Dorf verändert und ihnen besondere Fähigkeiten zukommen lässt. Diese sind aber eingeschränkt und haben "Nebenwirkungen" - die Betroffenen streben daher danach, den Drachen zu befreien und bedenken dabei nicht die möglichen Gefahren für alle anderen.
Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Brüder, die beide vom Drachen verändert werden, aber unterschiedlich darauf reagieren - ein typischer Gut-Böse-Konflikt. Wer gewinnt, kann man sich denken.
Stroud hatte interessante Ideen und entwickelt die Story ordentlich, es wird spannender und man will doch wissen, wie es gelingen kann, das Ganze aufzuhalten, wenn die Drachennachfolger doch so viel mächtiger sind.
Vielleicht lag es daran, dass ich Drachenglut auf deutsch gelesen habe, aber den Sprachwitz und der Zynismus, der mich bei Bartimäus so begeisterte, kann ich bei diesem Buch nicht so recht finden.
Es war ein nettes Buch, keine Frage, aber kein Volltreffer.
Jonathan Stroud, Drachenglut. Aufbau, Berlin 2008.

Zusammen ist man weniger allein



...und der Film war gut.
Romanvorlage gelesen im Juli 2007.

Friday, September 19, 2008

Simon Beckett



...wie konnte ich nur vergessen, über diese zwei Bücher zu berichten? Großartig, beide.
Sehr, sehr spannend. Unbedingt lesen.
Gleichzeitig tut der Mann etwas für seine Verkaufszahlen: Bei dem Cliffhanger in "Kalte Asche" werden alle den nächsten Band, der im Januar 2009 erscheinen soll, kaufen müssen.

Simon Beckett, Die Chemie des Todes. rororo, Reinbek 2006.
Simon Beckett, Kalte Asche. rororo, Reinbek 2007.

Thursday, September 18, 2008

Look at me

look at me - look into my eyes - tell me, do you see that I am always by your side? -or has the world got you down on your knees? - come to me - look at you - look into your heart - tell me is there room for you to make a brand new start? - or has the world gotten to you and made you dark? - come to me -'cuz when you cry, all your tears I will wipe away and when you laugh, who you think got you that way? - and when you dream, when you wake up, is it me you want to see? look at us - look around the world 'cuz all you seem to find are unhappy boy - unhappy girls - and tell me - is that what you want for you and me? - don't you want to be happy?
Keri Noble, Look at me, from "Fearless", 2004.

Wednesday, September 17, 2008

Der Internationale Preis der jungen Leser

"Alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen bundesweit sind dazu eingeladen, ihr Lieblingsbuch anhand dieser Auswahlliste zu wählen und damit den „Internationalen Preis der jungen Leser“ zu vergeben, der auf der Leipziger Buchmesse 2009 verkündet wird. Über diese Auswahlliste haben in einer Vorwahl 700 Klassen mit rund 19.000 Schülern abgestimmt. Der „Internationale Preis der jungen Leser“ ist eine Initiative der Stiftung Lesen und der arvato AG und in Partnerschaft mit der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) sowie der Leipziger Buchmesse und den Bibliotheksverbänden."(Quelle: Stiftung Lesen)




Isabel Abedi: Whisper.

Kenne ich nicht.

Enid Blyton: Fünf Freunde auf der Felseninsel.

Dieses und noch zwei Dutzend weitere Abenteuer, jawohl...

Eoin Colfer: Artemis Fowl.

Wunderbar witzig-skuriler Fantasy-Spaß mit Zwischentönen.

Michael Ende: Die unendliche Geschichte.

Natürlich.

Cornelia Funke: Tintenherz.

Prima, ein Buch über Bücher... und auch noch spannend.

Erich Kästner: Emil und die Detektive.

Uh, echter Klassiker.

Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz.

Natürlich.

Kai Meyer: Wellenläufer.

Kenne ich nicht.

Jenny Nimmo: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder.

Kenne ich nicht.

Christopher Paolini: Eragon – das Vermächtnis des Drachenreiters.

Erster Teil der Fantasy Triologie. Dicker Schmöker.

Otfried Preußler: Krabat.

Lange her, dass ich das gelesen habe. Da läuft bald der Film an, wie praktisch.

Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen.

Einer musste dabei sein...

Louis Sachar: Löcher – die Geheimnisse von Green Lake.

Schon in Klasse 8 gelesen - ist das was für die Kleinen?

Andreas Schlüter: Level 4 – Die Stadt der Kinder.

Kenne ich nicht.

Andreas Steinhöfel: Beschützer der Diebe.

Noch nicht gelesen. Aber da gab es auch schon einen Film, oder?

***
Da kann ich ja noch ein paar neue Kinderbücher lesen. Aber 10 von 15 ist schon kein schlechter Schnitt.

Saturday, September 13, 2008

Bitte nicht...

Kein Viva(t) für Charlotte Roche. Kaufen wolle ich "Feuchtgebiete" bewusst nicht, weil das Anlesen in der Buchhandlung schon unschön war. Aber dann flatterte das Hörbuch ausgeliehen ins Haus und so habe ich mich dann tatsächlich beim Putzen und langweiligen Autofahrten durch die fünf CDs gequält. Ich kann die Begeisterung, die angeblich einige Menschen beim Lesen erfasst haben soll, nicht nachvollziehen. Klar ist es provokant, es bricht mit den letzten (körperlichen) Tabus - und wenn jemand seine eigenen Ausscheidungen jedweder Art (und die anderer) mit Genuss verzehren möchte, dann bitte, nur zu. Aber ich finde es weder "angenehm unzimperlich" (wie auf dem Klappentext zu lesen) noch interessant, dafür aber, ja sicher, in Teilen eklig. Nichts für mich offensichtlich. Macht nichts.

Charlotte Roche, Feuchtgebiete, gelesen von Charlotte Roche. Random House Audio 2008.

Engländer in Berlin


"My Dear Krauts" von Roger Boyes lag schon eine ganze Weile in der Kiste mit zu Lesendem neben meinem Bett. Heute habe ich es zuende gelesen und frage mich, wie das Werk es auf die Bestsellerlisten geschafft hatte. Zugegeben, vielleicht bin ich zu kritisch oder aber vielleicht abgestumpft, was die Komik des Buches angeht.
Ich habe ein Jahr in England gelebt, ich kenne die Briten oder zumindest bin ich nicht komplett unerfahren im Umgang mit ihnen, auch wenn ich anteilig mehr durchgeknallte 18-jährige Erstsemester kennen gelernt habe als "normale Briten". Zudem habe ich knapp drei Jahre in Berlin gelebt und weiß, wie Berliner so sind, sein können, sein wollen - wie auch immer.
Der durch Berlin mäandernde britische Journalist aus Roger Boyes' Buch erzählt also keine echten Neuigkeiten. Die Idee, ein Brite könnte ernsthaft beim Berlin-Marathon betuppen, nur um eine Frau zu beeindrucken, die er vielleicht heiraten will, um seine Steuerlast zu verringern, damit er seinen in England in Finanznot geratenen Vater mit durchbringen kann, ist schlichtweg absurd. Könnte komisch sein, vielleicht ist es komisch, ich bin mir nicht sicher. Ich hatte jedenfalls Lustigeres erwartet - so hat sich das Buch für mich nicht wirklich gelohnt. Macht nichts, dafür war es leicht zu lesen. Ob Boyes bzw. sein Protagonist wirklich "die Deutschen entdeckt" hat, wie im Untertitel behauptet, oder vielmehr eine etwas vorpubertäre Seite seines eigenen Selbst, bleibt anzuzweifeln.

Roger Boyes, My dear Krauts: Wie ich die Deutschen entdeckte. Berlin, Ullstein, 2006.

Sunday, August 24, 2008

Saturday, August 23, 2008

Im Prinzip ja

Der ein oder andere verwendet in seinem normalen Sprachgebrauch die Floskel "im Prinzip ja, aber..." und die meisten denken sich nichts dabei. Ich höre im Geiste und manchmal auch real ein "sagt Radio Eriwan" dahinter. Mir war klar, das dies eine Form von Witz aus der Generation meiner Eltern war - aber warum und wieso Radio Eriwan, keine Ahnung.
Nun bin ich schlauer dank wikipedia, wobei ich natürlich auch jemanden aus der Generation hätte fragen können.

Eriwan ist die Hauptstadt Armeniens, aber einen Radiosender mit diesem Namen hat es dort angeblich nicht gegeben.
Die Witze haben alle den gleichen Aufbau: Jemand stellt eine Frage an Radio Eriwan, dieses antwortet beginnend mit der immer gleichen Floskel, "Im Prinzip ja, aber..."
Die Antwort impliziert in den meisten Fällen eine deutliche Kritik an sozialistischer Propaganda oder sozialistischer Denk- und Handlungsweise. Fast immer ist die ursprüngliche Antwort Ja am Ende durch die Ausführungen in ein sicheres Nein verwandelt.

Mit einem politischen Bezug bei dieser Redewendung "Im Prinzip ja..." hatte ich jedenfalls nicht gerechnet.

***

Frage an Radio Eriwan:
Stimmt es, dass Iwan Iwanowitsch in der Lotterie ein rotes Auto gewonnen hat?

Antwort:
Im Prinzip ja.
Aber es war nicht Iwan Iwanowitsch, sondern Pjotr Petrowitsch.
Und es war kein Auto, sondern ein Fahrrad.
Und er hat es nicht gewonnen, sondern es ist ihm gestohlen worden.
Aber immerhin war die Farbe rot.

Mehr dazu bei wikipedia...

Friday, August 22, 2008

Himmel über Brackwede




Immer im August: Feuerwerk über Brackwede.
Ausblicke vom Balkon am 22.8.2008.
Wunderschön.
Fireworks

Thursday, August 21, 2008

Run like mad



My heart is in my hands
My head is in the clouds
My feet have left the ground
My life is turning around and round
And every voice inside my head is telling me to
run like mad

from: Jann Arden, Run like mad, 1999.

Wednesday, August 20, 2008

Geduld

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
(afrikanisches Sprichwort)



An manchen Tagen wünsche ich mir Geduld,
viel Geduld und innere Ruhe.
Hoffen und weitergehen.

Sunday, August 10, 2008

I'm so tired



I will remember you
Will you remember me?
Don't let your life pass you by
Weep not for the memories

I'm so tired but I can't sleep
Standin' on the edge of something much too deep
It's funny how we feel so much
But we cannot say a word
We are screaming inside
But we can't be heard

But I will remember you
Will you remember me?
Don't let your life pass you by
Weep not for the memories

Sarah McLachlan - I will remember you (from Rarities, B-Sides And Other Stuff, 1996)

Saturday, August 09, 2008

Jeffrey Eugenides - Die Selbstmordschwestern

Mit manchen Büchern ist man manchmal spät dran.
So ist Jeffrey Eugenides' Die Selbstmord-Schwestern schon 2004 in Deutschland erschienen. Im Bücherstapel neben dem Bett liegt meine Taschenbuchausgabe auch schon seit fast einem Jahr. Im Original ist es sogar schon 1993 erschienen. Dennoch hatte ich bis heute nie über den Originaltitel The Virgin Suicides nachgedacht, aber als ich ihn dann las: „Da war doch dieser Film, von dem damals alle so schwärmten und sich sogar reihenweise die Filmmusik kauften, könnte das... ist das etwa...? Den wollte ich doch auch immer noch mal sehen...“
Nun habe ich die literarische Vorlage zuerst gelesen ohne es zu wissen. Nicht schlimm, als nächstes werde ich den Film sehen (1999, Regie Sofia Coppola!), denn das Buch war gut.
Ich erinnere außerdem an Middlesex, mit dem Jeffrey Eugenides es in deutsche Bestsellerlisten geschafft hat: Ein sehr ungewöhnliches, sehr gutes Buch, Die Selbstmord-Schwestern sind demnach erst danach übersetzt und verlegt worden. Aber das nur am Rande.

Inhaltlich ist der Titel des Romans eigentlich selbsterklärend: Fünf Schwestern begehen innerhalb eines Jahres auf unterschiedliche Weise Selbstmord.
"An dem Morgen, als die letzte Lisbon-Tochter Selbstmord beging – Mary diesmal, mit Schlaftabletten wie Therese –, wussten die Sanitäter schon genau, wo die Schublade mit den Messern war, wo der Gasherd und wo im Keller der Balken, an dem man das Seil festbinden konnte.“
Die Geschichte der Schwestern wird aus der Perspektive eines Jungen aus der Nachbarschaft berichtet, der aber nur Teil einer ganzen Gruppe von Jungen ist, die in die Schwestern verliebt sind, nicht in eine, aber in die Schwestern als Gruppe. Es wird weniger erzählt, als erinnert und belegt, anhand von „Beweisstücken“, Gesprächen mit Zeitzeugen und in den gemeinsamen Reminiszenzen an die damaligen Begebenheiten.
Obwohl das Schicksal der Schwestern bereits durch den Titel vorweggenommen ist, wird man mitgerissen, leidet mit, hofft vielleicht doch, ist schockiert und betroffen.

Wie auch schon bei Middlesex hat mich der Erzählstil von Jeffrey Eugenides gefesselt, der Erzähler wirkt so authentisch, dass man mit ihm fühlt. Gleichzeitig steht ständig die Frage nach dem Warum im Raum, die sich wohl alle Zurückgebliebenen nach einem Selbstmord stellen. Der Erzähler wägt verschiedene Erklärungen ab, lässt andere ihre Theorien präsentieren, zweifelt, verwirft – und kommt zu dem Schluss, dass es trotz der tiefgehenden Auseinandersetzung mit den Schwestern nie zu klären sein wird, was sie am Ende zu ihren Selbstmorden getrieben hat – aber vielleicht ist dies auch nicht das Entscheidende.

Jeffrey Eugenides, Die Selbstmord-Schwestern. Rowohlt, Hamburg, 2005.

Good question

What would you attempt
if you knew
you could not fail?

Sunday, August 03, 2008

A.M. Schenkel: Kalteis


Kalteis ist Andrea Maria Schenkels zweites Buch über einen historischen Kriminalfall. Nach Tannöd, bei dem sie sich mit Plagiatsvorwürfen herumschlagen musste (vgl. wikipedia-Artikel) basiert dieses Buch nun auf Vernehmungsprotokollen und Polizeiberichten.
In München verfolgt ein Mann mit dem Fahrrad Frauen, um diese schließlich zu überfallen, zu vergewaltigen und zu töten.
Der Täter steht in dem Roman von Anfang an fest, er taucht bereits zu Beginn in den Protokollen und bei seiner eigenen Hinrichtung auf. Fans vom klassischen "Who dunnit?" kommen also nicht auf ihre Kosten, es ist nichts mitzuraten. Vielmehr liegt die Faszination des Buches wie auch schon bei Tannöd darin, dass die unterschiedlichen Beteiligten mit ihren ganz persönlichen Sichtweisen zu Wort kommen: Beobachter, Freude, Ehemänner, Opfer... und der Täter.
Das Konzept war nun nicht mehr ganz neu, die Taten allerdings brutaler und schockierender durch Täterperspektive, man will nicht in dessen Gedankenwelt eintauchen, nicht denken, was er denkt, nicht sehen, was er sieht. Tannöd hingegen faszinierte auch dadurch, dass man wusste, einer der Erzähler muss der Täter sein, aber man wusste lange nicht, wer es denn ist. Durchaus ein Krimi eben.
Kalteis ist unstrukturierter und verwaschener in seinen Charakteren (wer spricht eigentlich genau?). Für mich hatte die Erzählform zwar nach wie vor ihren Reiz, aber hinter Tannöd bleibt dieser zweite Roman deutlich zurück.
Andrea Maria Schenkel: Kalteis. Hamburg, Nautilus, 2007.

Flateyjarbok


Ingolfsson ist leider nicht Indridason.
Wenn man die Rezensionen zu "Das Rätsel von Flatey" auf krimi-couch.de (dort auch mehr zum Inhalt des Romans) liest, bin ich wohl nicht die einzige, die so denkt.
Nun, man muss dem ganzen eine Chance geben, dachte ich, und habe es zuende gelesen. Das Buch zeichnet ein eindrucksvolles Bild von Island und dem Leben auf einer der kleinen Inseln. Die Charaktere sind durchaus gelungen. Auch wenn man der ganzen Sache mit den isländischen Sagen und der durchaus beeindruckenden Literaturgeschichte eine Chance gibt, so wird man sicherlich einiges neues erfahren.
Wer einen elegant gewebten Krimiplot mit sich steigernder Spannung sucht, der wird nicht glücklich werden. Man begleitet die Charaktere, aber kennt sie doch nicht, bis wie das weiße Kaninchen aus dem Hut die Auflösung des ganzen Spektakels hergezaubert wird. Etwas zu abrupt für den erfahrenen (zugegeben anspruchsvollen) Krimileser. Das Buch bekommt dennoch den Island-Bonus, passte gut zum Urlaub.
Ich hoffe, dass mich das nächste Buch, das ich lese, dennoch -bitte- wieder etwas mehr vom Hocker reißen wird.
Viktor Arnar Ingolsson: Das Rätsel von Flatey. Lübbe 2005.

Tuesday, July 29, 2008

Henning Mankell: Kennedys Hirn



Kennedys Hirn – huh, was für ein Titel! Man erwartet historische Brisanz, Polit-Thriller, sensationelle Enthüllungen. Man erwartet sicher nicht Wut über das Elend der Welt, besonders der dritten Welt, und man erwartet auch nicht, am Ende weiterhin ohne Antwort auf die Frage dazustehen, was mit Kennedys Hirn nun eigentlich passiert ist.

Die Handlung: Die schwedische Archäologin Louise Cantor findet ihren Sohn tot in dessen Wohnung auf. Sie glaubt nicht an Selbstmord und beginnt auf der Basis der Aufzeichnungen ihres Sohnes Nachforschungen anzustellen, die sie nach Australien, Spanien und Afrika führen. Überall findet sie neue, teils schockierende Spuren ihres Sohnes, dessen Leben offenbar ein anderes war, als sie vorher geahnt hat.

Nachdem mein letzter Mankell, nämlich der Roman „Die italienischen Schuhe“, mich begeistert hat, stehe ich „Kennedys Hirn“ eher ratlos gegenüber. Erwartungen werden geschürt, nicht erfüllt. Charaktere eingeführt, aber nicht weiter aufgebaut, sie bleiben flach, so vielversprechend sie erst auch waren. Mankell versucht zudem aus der Perspektive einer Frau (und Mutter) zu schreiben, etwas, was er zuvor kaum getan hat. Das war vielleicht auch besser so. Ihre Emotionen werden zu dick aufgetragen, wirken letzten Endes überzogen bis unwirklich. Und diese Fragen, jede Menge Fragen, die sich der reflektierende Leser dann wohl selbst beantworten soll. Nur das mir dazu nach 397 Seiten irgendwie die Energie fehlt.
Jedes dunkle Geheimnis kann mit passenden Lügen und Intrigen vor den Augen der Welt versteckt werden. Oder gerade doch nicht?
Aids frisst Afrika. Die Aids-Forschung frisst Afrika. Doch was fange ich nun damit an?
Ratlosigkeit über die Aussage des Buchs. Frustration über die fehlenden Antworten.
Da hätte ich vielleicht doch lieber noch einmal „Die italienischen Schuhe“ oder einen alten Wallander-Krimi gelesen.
Henning Mankell: Kennedys Hirn. dtv, München 2008.

Wednesday, June 25, 2008

you have to make this life liveable

There'll be times 
When my crimes 
Will seem almost unforgivable 
I give in to sin 
Because you have to make this life liveable 
But when you think I've had enough 
From your sea of love 
I'll take more than another riverfull 
And I'll make it all worthwhile 
I'll make your heart smile 

Strangelove 
Strange highs and strange lows 
Strangelove 
That's how my love goes 
Strangelove 
Will you give it to me 
Will you take the pain 
I will give to you 
Again and again 
And will you return it 

There'll be days 
When I'll stray 
I may appear to be 
Constantly out of reach 
I give in to sin 
Because I like to practise what I preach 
I'm not trying to say 
I'll have it all my way 
I'm always willing to learn 
When you've got something to teach
 
And I'll make it all worthwhile 
I'll make your heart smile 
Depeche Mode - Strangelove (from Music for the Masses, 1987)

Thursday, May 22, 2008

Crazy

No we're never gonna survive unless...
We are a little...
Crazy...

Tuesday, May 13, 2008

Cat moments







aufgenommen in Borgholzhausen, 12.5.2008

Wash with similar colours

Die Bauarbeiter auf dem Gerüst gegenüber tragen rote T-Shirts oder Pullover und weiße Hosen. Nur einer, der trägt einen roten Pulli und ...rosa Hosen.

Saturday, May 10, 2008

Master of Sushi

I quote wikipedia:

"[...] There are various types of sushi: sushi served rolled inside nori (dried and pressed layer sheets of seaweed or alga) called makizushi (巻き) or rolls; sushi made with toppings laid with hand-formed clumps of rice called nigirizushi (にぎり); toppings stuffed into a small pouch of fried tofu called inarizushi; and toppings served scattered over a bowl of sushi rice called chirashi-zushi (ちらし)." 

Delicious, thanks - master of sushi!